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Elbow

Little Fictions

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: Polydor Records
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Guy Garvey vocals
Craig Potter keyboards, drum programming (2, 7)
Mark Potter guitars
Pete Turner bass

Gastmusiker

Alex Reeves drums & percussions (1, 3, 4, 5, 6, 9, 10)
Hallé Orchestra strings (1, 10)
London Contemporary Voices backing vocals (4, 5, 6)
The Hallé Ancoats Community Choir backing vocals (7)

Tracklist

Disc 1
1. Magnificent (She says) 4:25
2. Gentle Storm 3:40
3. Trust the Sun 5:55
4. All Disco 4:28
5. HEad for Supplies 3:56
6. Firebrand & Angel 5:25
7. K2 5:19
8. Montparnasse 2:41
9. Little Fictions 8:26
10. Kindling 4:18
Gesamtlaufzeit48:33


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


1985 veröffentlichten Godley & Creme ihr damals aufsehenerregendes Video „Cry“. Dort morphten langsam Gesichter ineinander, sodass aus einem Gesicht wieder ein anderes entstand, aus einem Mann eine Frau, aus einer Alten ein Junger, aus einem Schwarzen eine Weiße usw. Kevin Godley arrangierte das neue Video „Gentle Storm“ von Elbow exakt in diesem Stil. Musikalisch ist der Godley & Creme - Bezug allerdings nicht so deutlich ausgefallen.

Auffällig zunächst, dass es da nur noch vier waren. Denn auf „Little Fictions“ fehlt der langjährige Drummer Richard Jupp. An seine Stelle ist kein vollwertiges Bandmitglied getreten, sondern ein Teil des Drummings wird von Alex Reeves gefüllt, ein anderer, geringerer Teil durch Craig Potters Drum Programming. Meinem Empfinden nach ist durch das Entschwinden des festen Drummers das Rhythmische in der Musik von Elbow keinesfalls in den Hintergrund getreten.

Zunächst aber der Klang des Albums. Phantastisch. Die in der Regel eher sparsamen Arrangements sind klanglich perfekt in Szene gesetzt. Hin und wieder wird es fülliger, sinfonischer, unterstrichen durch klassische Elemente wie etwas gefühlige Streicher in den Stücken am Anfang und am Ende des Albums und gelegentliche Backing Vocals.

Getragen aber wird jedes Stück von der vollen, samtenen, leicht aufgerauten Stimme Guy Garveys, der nie einnehmender und tiefsinniger klang als auf diesem Album. Unterlegt alles meist von gradlinigem, erdigem Rhythmus. Die Instrumente an Tasten und Saiten geben nur hier und da ein paar klangliche Tupfer hinzu. Die späten Talk Talk kommen mir in den Sinn.

Der Sound wirkt absolut weich und natürlich. Die Stücke sind meist ruhig bis midtempo. Die Melodien sind melancholiegetränkt und nicht so einprägsam wie etwa auf dem Vorgängeralbum. Wem „The Take Off and Landing of Everything“ schon zu langweilig war, wird hier vermutlich auch nicht wirklich glücklich werden.

Der Elbow-Fan, der Elbow auch von ihrer bedächtigen Seite schätzt, wird an den „Little Fictions“ allerdings seine Freude haben. Ein Album für die dunkle Jahreszeit. Bis hin ins besinnlich getuschte Artwork: wunderschön.

Anspieltipp(s): Magnificent (She says), Little Fictions
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.9.2017
Letzte Änderung: 28.9.2017
Wertung: 11/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 2)


„Little Fictions” nannte die englische Band Elbow ihr siebtes Studioalbum, welches im Februar 2017 auf dem Plattenlabel Polydor veröffentlicht wurde. Produziert wurde die Scheibe von Keyboarder Craig Potter. Gleichzeitig ist „Little Fictions” das erste Album der Band, welches ohne den Schlagzeuger und Gründungsmitglied Richard Jupp eingespielt wurde, der die Band ein Jahr zuvor verlassen hatte.

Ansonsten hat sich jedoch nicht viel geändert bei Elbow. Zumindest nichts Großartiges, was die Musik betrifft. Auch auf „Little Fictions“ hört man wieder sanften und nachdenklichen ArtPop bis ArtRock, der perfekt in die eher dunklere Zeit am Ende eines Jahres zu passen scheint, wenn die Tage kürzer werden und der Himmel mit nicht wenigen Grauschattierungen aufzuwarten weiß. Auch sollte man sich für dieses Album Zeit nehmen, denn es erschließt sich der Zuhörerin beziehungsweise dem Zuhörer nicht gleich beim ersten Mal des Hörens. Einiger Umläufe der Scheibe bedarf es da durchaus und die Melodien erschließen sich einem noch etwas intensiver. Sanfte und ruhige Musik, die völlig unaufgeregt aus den Boxen strömt gibt es auf „Little Fictions“ zu hören. Für manche und manchen an mancher Stelle unter Umständen mit etwas zu viel Streichern versehen, jedoch auch dies trägt zur Wärme bei, die „Little Fictions“ zu verströmen scheint.

Höhepunkte sind in meinen Ohren der schön eingängige Opener „Magnificent (She Says)“. Das sanfte und ruhige, durch seine durchaus vorhandene Monotonie fast schon hypnotisch wirkende „Trust The Sun“ sowie das Titelstück „Little Fictions“ selbst. Auf über acht Minuten präsentieren Elbow während des Liedes, was diese Band ausmacht. Nachdenklichkeit und Einprägsamkeit, schöne Melodie und viel Abwechslung. „Little Fictions“ ist eines der schnelleren Stücke auf der Scheibe, was es selbstverständlich noch zu keinem „Rocker“ werden lässt. Im Verlauf des Liedes werden auch immer wieder ruhigere Passagen eingefügt und die über achtminütige Spielzeit scheint viel zu schnell vergangen zu sein. Sehr schöner Titel im Liedkatalog von Elbow.

Fazit: Wer die sanfte Art der Musik von Elbow liebt, wird auch dieses Album lieben. Es gibt keinerlei Überraschungen, wenn auch bei dieser Veröffentlichung ein neuer Schlagzeuger zu hören ist. Alles an der Musik von Elbow ist altbewährt, ohne dabei langweilig oder gar altbacken zu klingen. Wunderschöne Musik, die sich immer tiefer einprägt. Lieder für den Herbst, um sich seinem eigenen Blues hingeben und ihm den nötigen Spielraum einräumen zu können.

Anspieltipp(s): Magnificent (She Says), Trust The Sun, Montparnasse, Little Fictions
Vergleichbar mit: Elbow eben
Veröffentlicht am: 9.10.2017
Letzte Änderung: 9.10.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Elbow

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Asleep in the Back 10.67 3
2003 Cast of Thousands 10.33 4
2005 Leaders of the Free World 11.00 4
2008 The Seldom Seen Kid 10.00 4
2011 Build a Rocket Boys! 11.50 4
2014 The Take Off and Landing of Everything 10.00 2

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