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Filter-Kaffee

101

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011 (high quality CD-R)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: SynGate Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mario Schönwälder Analogue, digital and virtuell Synthesizers
Frank Rothe Analogue, digital and virtuell Synthesizers

Tracklist

Disc 1
1. Cup 1 9:30
2. Cup 2 8:47
3. Cup 3 8:18
4. Cup 4 6:46
5. Cup 5 7:33
6. Cup 6 2:33
7. Cup 7 10:42
8. Cup 8 12:05
Gesamtlaufzeit66:14


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Nachdem schon das zweite und dritte Album des Duos Mario Schönwälder und Frank Rothe, genannt Filter-Kaffee, hier schon begutachtet wurden (siehe "102" und "103"), darf natürlich auch eine Betrachtung zum Erstling des Projekts nicht fehlen. Derselbe erschien im Jahre 2011 bei SynGate Records, die den Großteil ihrer Produktion als "high quality CD-R" unters Volk bringen, als auf Bedarf gebrannte CDRs, die aber ansonsten als "normale" CD daher kommen (mit professionell gedrucktem Beiheft und CD-Aufdruck). Kostenpflichtig herunterladen kann man die Musik natürlich auch.

Offenbar wurde das Album damals allerdings unter dem Interpretennamen Schönwälder & Rothe veröffentlicht, mit dem Titel "Filter-Kaffee 101" (wie auch diverse im Weltweiten Netz zu findende Ablichtungen des Covers – siehe auch oben – belegen). Auf dem von mir kürzlich erworbenen Exemplar ist aber nur noch Filter-Kaffee als Projektnamen und "101" als Titel zu finden. Vermutlich hat man das Design, angesichts der rezenteren Produktionen des Duos, entsprechend verändert. So ist die Scheibe nun problemlos der "Band" Filter-Kaffee zuzuordnen, was ja auch sehr viel Sinn macht.

Schon mit "101" frönen Schönwälder und Rothe klassischen, der Lehre der Berliner Schule folgenden Elektroniksounds, die das klangliche Erbe von Tangerine Dream und Klaus Schulze aus deren sequenzerlastigen, kosmisch-analogen Phase (grob die zweite Hälfte der 70er Jahre) bewahren, und ins Hier und Jetzt herüberretten. Acht Tassen Kaffee präsentiert uns das Duo auf dem Album, die kurzweilig, allerdings noch nicht ganz so ausladend und repetitiv wie auf den späteren Alben voran gleiten. Voluminöse Elektronikgewebe sind das, bestimmt von dicht verwobenen Synthesizerschichten, auf- und abwogenden Sequenzermustern, mellottronartigen Schüben (Streicher und Stimmen), kosmischem Schweben, elektronischem Plätschern, Zischen und Brummen, und bisweilen verziert mit Piano- und Perkussioneinlagen. Eine Spur runder, ruhiger und eingänglicher als auf den Folgealben ist die Musik vielleicht ausgefallen, doch ist auch hier die eine oder andere angeschrägt-bedrohliche Stelle auszumachen, fehlen auch Momente freien Klangmalens nicht (man höre z.B. das kurze "Cup 6").

Wie meist bei solcher Retroelektronik kann man nicht behaupten, dass hier etwas Neues oder Anderes geboten wird, als bei den Vorbildern, doch würden abweichende Verunreinigungen den süchtigen Adepten sowieso eher stören. Zudem kommt die Musik deutlich dynamischer, fetter produziert und auch vielschichtiger daher als in vergangenen Zeiten, ohne allerdings den typischen analogen Sound zu verlieren. Alles in allem haben Filter-Kaffee also schon mit ihrem Debüt die Messlatte hoch gelegt, und bieten perfekte Berliner Elektronik mit Ecken und Kanten, zum Abtauchen und Wegschweben. Wer solcherlei Sound schätzt, der sollte sich auf jeden Fall von Schönwälder und Rothe zum Kaffee einladen lassen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.9.2017
Letzte Änderung: 24.9.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Filter-Kaffee

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 102 12.00 1
2016 100 11.00 1
2017 103 12.00 1

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