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Phlox

Keri

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Canterbury; Jazzrock / Fusion
Label: MKDK Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Kristo Roots Gitarre
Raivo Prooso Bass
Kalle Klein Saxophon, Akai
Mais Zilmer Schlagzeug
Pearu Helenum Rhodes, Synth

Gastmusiker

Liis Lutsoja Violine (1,5,8)
Roomet Jakapi Gesang (3,5)
Mari Kalkun Gesang, Akkordeon (5,7)
Ramo Teder Hiiu kannel (8)
Nuno Kangilaski Gesang (2)

Tracklist

Disc 1
1. Mahlad 7:54
2. Rotwang 5:20
3. Käsi 0:55
4. Plindon Tulndolnd 6:13
5. ITK 4:33
6. Betoonpurjed 6:34
7. 750 4:36
8. Puu Taga Ilves 7:00
Gesamtlaufzeit43:05


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Die estnische Band Phlox trat im Frühjahr 2010 in mein Leben, als die sechs Musiker einen denkwürdigen Auftritt beim Freakshow-Festival hinlegten. Aber wie es manchmal so geht, gerieten sie mir mit der Zeit ein wenig aus dem Sinn, und so bekam ich gar nicht mit, dass den damals erworbenen ersten beiden Alben der Esten mittlerweile noch zwei weitere, ein Live- und ein Studioalbum, gefolgt waren.

Keri, erschienen im Frühsommer 2017, ist also das vierte Album der Band. Die Besetzung hat sich darauf zum Quintett verkleinert, Percussionist Allan Prooso ist nicht mehr dabei. Dafür hat man sich wieder um eine Reihe Gastmusiker verstärkt, die Violine, Akkordeon und ein Instrument mit dem eigenartigen Namen „Hiiu kannel“ beitragen; bei letzterem handelt es sich um eine Art Zither, die aber gestrichen statt gezupft wird. Dass unter den Gästen gleich dreimal „Gesang“ aufgeführt wird, hat übrigens nicht viel zu bedeuten, es handelt sich lediglich um sporadische, textlose Stimmeinsätze, so dass ich das Album trotzdem als instrumental klassifiziert habe.

Musikalisch halten sich die Unterschiede zu den ersten beiden Alben (die Nr. 3 fehlt mir noch) in Grenzen, dennoch gibt es einige Veränderungen. Das Fehlen der zusätzlichen Percussion hat natürlich Auswirkungen aufs Klangbild, ansonsten bieten Phlox auch auf Keri treibenden, dynamischen Jazzrock mit deutlichem Canterbury-Einfluss. Im Mittelpunkt stehen immer noch Kalle Kleins wild trötendes Saxophon (meist Sopran) und das in typischer Canterbury-Manier perlende, gelegentlich aber auch durch leichte Verzerrung aggressiv klingende E-Piano von Pearu Helenum, der auch Komponist der meisten Stücke ist. Dazu schrubbt die Gitarre bisweilen ganz ordentlich und die Rhythmusfraktion sorgt für mächtig Dampf. Auch die Beiträge der Gastmusiker können sich hören lassen, etwa das furiose Gefiedel gleich im einleitenden Mahlad.

Die Stücke sind nach wie vor von locker fließendem Charakter, allerdings werden verstärkt Noise- und Skronk-Elemente eingestreut, die dem eine kantige Schroffheit entgegensetzen. Das kulminiert in dem kurzen, völlig chaotischen Käsi, das noch mit wildem Geschrei unterlegt ist. Kurzum, mit Keri haben die Esten erneut ein Album mit feinem Canterbury-Jazzrock vorgelegt. Reinhörmöglichkeit auf Bandcamp. Hoffentlich kann man die Band auch wieder einmal in unseren Gefilden live erleben!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.10.2017
Letzte Änderung: 12.10.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Phlox

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Rebimine + Voltimine 12.00 1
2010 Talu 11.00 1

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