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Drifting Sun

Twilight

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Neoprog; RetroProg
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mathieu Spaeter Guitars
Pat Sanders Keyboards
Peter Falconer Vocals
Manu Michael Bass
Will Jones Drums

Tracklist

Disc 1
1. Twilight: Twilight 9.27
2. Twilight: Wings of Hope 5.13
3. Twilight: Mystery of Lies 5.46
4. Twilight: Soldiers 7.23
5. The other Side of Life: Summer Skies 10.49
6. The other Side of Life: Remedy 5.19
7. The other Side of Life: Outside 5.21
8. The other Side of Life: Remain 8.11
Gesamtlaufzeit57:29


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das Wörtchen Softprog trifft es schon ganz gut, wenn es darum geht, die im Alleingang von dem Keyboarder Pat Sanders geschriebene Musik auf dem fünften Vollzeit-Album von Drifting Sun in einem Wort zu beschreiben. Dieser Eindruck entsteht nicht zuletzt durch den einfühlsam wirkenden Gesang von Peter Falconer, sowie durch die überwiegend sanften Arrangements, in denen die Tasteninstrumente und die Gitarren die gleichberechtigten Rollen spielen. Nur selten – wie in den rockigen Teilen von „Outside“ – mögen sie die Musiker nicht ganz daran halten.

Einige Kompositionen von Pat Sanders scheinen sich in erster Linie an dem „klassischen“ Prog der 70er zu orientieren, während die Stücke wie „Remedy“ in ihrer Leichtigkeit wahrscheinlich eher dem Neoprog zuzuordnen sind. Die zweite Hälfte des Albums scheint deutlich hellere Stimmungen zu bieten. Diese Annahme wird auch dem Cover bestätigt. Dort sind die ersten vier Stücke unter der Überschrift „Twilight“ aufgeführt, während die vier übrigen Kompositionen die Überschrift „The Other Side of Life“ tragen.

Die Absicht des Komponisten und Keyboarders Sanders war es also scheinbar, je eine Hälfte von „Twilight“ dem Retro- und dem Neoprog zu widmen, indem er jeweils vier Stücke etwas komplexer und vier wiederum etwas leichtfüßiger gestaltete. (Falls das die Merkmale für diese jeweiligen Subgenres sein sollten, auf die sich die meisten Fans einigen können). Die Songtexte scheinen dies zu bestätigen: am Ende von „Soldiers“ (dem letzten Stück des „Twilight“-Zyklus) ist jede Hoffnung dahin, während in „Summer Skies“ der Sänger wieder die Sonnenstrahlen erblickt.

In den eher vom Prog der 70er beeinflussten Drifting Sun-Stücken, wie zum Beispiel in „Twilight“, bieten die Arrangements immer wieder die zerbrechlichen Zwischenspiele für Gesang, Gitarren und Klavier, die auch mal vom Glockenspiel unterstützt werden. So wird wohl versucht, eine ähnlich geheimnisvolle Stimmung zu erzeugen, wie sie durch das Album-Artwork vermittelt wird. Auf dem Cover sieht man nämlich eine dunkle Kammer, in der eine Dame offensichtlich von geisterhaften Erscheinungen bedrängt wird. Da fühle ich mich zunächst einmal an die Genesis aus ihrer Prog-Zeit erinnert und damit natürlich an die zahlreichen Epigonen, die je von Genesis beeinflusst wurden.

Der neue Gitarrist Mathieu Spaeter zeigt in seinen Beiträgen vorbildlich, wie man das Gleichgewicht zwischen Melodie und technischer Versiertheit halten sollte. Pat Sanders scheint sich in seiner disziplinierten Spielweise und in seinen melodischen Einfällen öfters an Tony Banks zu orientieren.

Da das kompositorische Niveau sowohl in dem düsteren als auch in dem helleren Teil des Albums unverändert hoch bleibt, könnte man die stilistischen Merkmale und die damit zusammenhängenden Schubladen mal beiseitelegen und das Ganze einfach als erstklassigen Prog für die traditionsbewussten Fans empfehlen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.10.2017
Letzte Änderung: 21.10.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Drifting Sun

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Trip the Life Fantastic 11.00 1

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