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Nattefrost

Skaldic Themes

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Sireena Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bjørn Jeppesen Synthesizers,Vocoders and spoken Word on "Scandinavia"

Tracklist

Disc 1
1. Spirits of the Dead 9.00
2. Scandinavia 4.39
3. The Gate of the Gods 4.45
4. The Longships 11.30
5. Illusions of Past and Future 4.33
Gesamtlaufzeit34:27


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das elektronische Soloprojekt Nattefrost von Bjørn Jeppesen aus Dänemark ist auf keinem Fall mit dem Black Metal-Projekt des gleichen Namens aus Norwegen zu verwechseln.

Mit reinen Black Metal-Projekten beschäftigen wir uns hier nicht, also widme ich mich ab sofort der dreizehnten Vollzeit-Scheibe von Bjørn Jeppesen. Entgegen dem Albumtitel „Skaldic Themes“ (Skald wurde früher mal im Norden ein Dichter, oder Minnesänger genannt, der im Dienste eines Herrschers stand) sind hier keine Lieder aus dem Mittelalter zu erwarten.

Wenn man aber die ein wenig abstrakte Darstellung eines zugeschneiten Waldes auf dem Cover betrachtet, so könnten mal die Landschaften ausgesehen haben, die die Barden und Hofdichter damals inspiriert haben. Hierzu passend werden in den weiten Teilen des vorliegenden Albums elektronische Landschaften hervorgezaubert, die einer winterlichen Landschaft entsprechen.

Die elektronische Musik von Nattefrost halte ich für eine leichtfüßige und zwanglos wirkende Verschmelzung von maßvoll eingesetzten elektronischen Rhythmen, atmosphärischen Melodien und zwischen treibend und begleitend verwendeten Sequencer-Motiven.

Das bereits 2013/14 aufgenommene kompakte „The Gate of the Gods“ verbindet auf überzeugende Weise leicht zugängliche Elektronik-Pop-Elemente mit den einnehmenden Melodien, die zugleich etwas Geheimnisvolles vermitteln. Diesen Spagat zwischen sehr zugänglicher Melodie und Anspruch in der elektronischen Musik haben wohl nur Tangerine Dream in der Zeit von „Exit“ derart überzeugend hinbekommen.

Zu „Longships“ darf sich jeder (nicht zuletzt aufgrund von Rudergeräuschen) Wikingerschiffe vorstellen, die, begleitet von dichten Sequencer-Motiven und Mellotron-Flöten, mal wieder auf dem Weg sind, Klöster in Schottland zu überfallen.

„Illusions of Past & Future“ verbindet die Elemente von Dark Ambient und der atmosphärischen „Berliner Schule“ mit einigen treibenden Akkordfolgen, die mich an J.-M. Jarre erinnern.

Insgesamt halte ich „Skaldic Themes“ für noch ein gelungenes Album der sog. „Berliner Schule“. „Skaldic Themes“ kann man in fast allen denkbaren Formaten erwerben: als CD, Cassette und natürlich auf LP, und zwar im farbigen Vinyl.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.11.2017
Letzte Änderung: 9.11.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nattefrost

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 Different Stages 10.00 1

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