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Cluster

Cluster & Farnbauer Live in Vienna

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980 (Neuausgabe 2017 bei Bureau b)
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; Elektronische Musik
Label: YHR
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dieter Moebius
Hans-Joachim Roedelius

Gastmusiker

Joshi Farnbauer

Tracklist

Disc 1
1. Service 32:06
2. Kurz 3:21
3. Piano 5:20
4. Drums   (14:05 in der LP-Ausgabe) 7:34
5. Metalle 24:28
6. Ausgang 7:01
Gesamtlaufzeit79:50


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Am 12. Juni 1980 trat das Duo Cluster gemeinsam mit dem befreundeten Künstler und Percussionisten Joshi Farnbauer bei den Wiener Festwochen Alternativ auf. Ein Mitschnitt des Konzerts erschien damals auf Kassette, 2010 gab es eine erste CD-Ausgabe. Im November 2017 legte das Hamburger Label Bureau B das Album neu auf, wobei es neben der CD-Ausgabe auch eine als Doppel-LP gibt.

Interessanterweise tauchten Ausschnitte aus diesen Aufnahmen, genauer der Titel Metalle und Service schon in den 90ern als Bonusmaterial auf den CD-Ausgaben der beiden Alben von Kluster, der ursprünglichen Triobesetzung mit Konrad Schnitzler, auf. Durchaus naheliegend, denn musikalisch stehen diese Aufnahmen größtenteils der Musik von Kluster näher als denen des Duos Moebius/Roedelius.

Ziemlich radikal ist diese Musik ausgefallen, und mancher würde große Teile des Albums wohl eher als Geräuschcollagen oder einfach nur als Geräusche bezeichnen. Formlose Klänge unidentifizierbarer Herkunft wälzen sich in Zeitlupe aus den Boxen, es brummt, zischt, quietscht und sägt unentwegt. Mit den nur wenige Jahre zuvor entstandenen skurril-idyllischen Klängen von Zuckerzeit oder Sowiesoso haben diese wie durcheinander geworfenen Töne nichts zu tun. Joshi Farnbauer begleitet diese Klangereignisse mit allerlei Schlaginstrumenten, ohne dabei so etwas wie einen Rhythmus zu erzeugen. Wozu auch, Melodie ist ja auch keine zu erkennen. Bei aller Schroffheit wirken die Töne stets wie vorsichtig gesetzt, als würden sich die drei Musiker (oder Geräuschemacher) ganz allmählich voran tasten. Keine leichte Kost.

Lediglich in Metalle nimmt das Ganze etwas Form an. Hier scheppert und rasselt es unentwegt (nach anderen Quellen sind auf diesem Titel zwei weitere Percussionisten dabei), es bildet sich so etwas wie eine rhythmische Struktur heraus, die an Geräusche in einer Fabrik erinnert.

Ziemlich aus dem Rahmen fallen Piano und Ausgang. Dies beiden Stücke bieten genau das, was man sich bei ersterem Titel denken kann, es handelt sich um Solostücke für Klavier. Na, fast, ein bisschen dezente Percussion ist dabei, auf Piano kommt außerdem noch der ein oder andere Urschrei unbekannter Herkunft dazu. Diese Stücke klingen ganz wie Roedelius’ impressionistische Klavierexkursionen, wie sie auf manchen seinen späteren Soloalben zu finden sind.

Man muss schon ein Faible für strukturfreie Klänge haben, um diese Aufnahmen goutieren zu können. Dann bietet sich hier aber ein faszinierendes Klangerlebnis fernab jeglicher musikalischen Konventionen. Der Titel Drums ist übrigens in der LP-Version gut doppelt so lang wie auf der CD-Ausgabe.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.11.2017
Letzte Änderung: 19.11.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cluster

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Cluster 71 9.00 1
1972 Cluster II 10.50 2
1974 Zuckerzeit 12.00 1
1976 Sowiesoso 11.50 2
1977 Cluster & Eno 10.00 1
1978 After the Heat 11.00 1
1979 Grosses Wasser 9.00 1
1981 Curiosum 11.00 1
1990 Apropos Cluster 12.00 1
1994 One Hour 11.00 1
1997 Japan 1996 live 11.00 1
2009 Qua 11.00 2
2015 USA live 11.00 1
2015 Japan live 11.00 1
2016 1971-1981 12.00 1
2016 Kollektion 06: Cluster 1971-1981 11.00 1
2017 Konzerte 1972/1977 8.00 1

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