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Babils

The Joint Between

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock; Postrock; RIO / Avant
Label: Stilll
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michel Duyck Guitars
Etienne Vernaeve Drums, Objects
Patrick Bellefroid Bass, Guitar
Lukas Vangheluwe Trumpet, Percussion
Gabriel Séverin Keyboards, Electronics, Voices

Gastmusiker

Sébastien Mary Flute
Florian Zeev Child Voice
Maurice Bellefroid
Fix
Olivier Gilles
Marc Roesems
Pascal Bogaerts
Yves de Goellinck

Tracklist

Disc 1
1. Hommes éléphants 5:25
2. Preventorium 5:07
3. Quelqu'un ecoute dans la pièce a côté 6:15
4. 2=3 5:56
5. Procrasti 6:41
6. Dent de Sagesse 11:36
7. Coca hygiénique 3:44
8. Psychopapat 8:02
9. Trismus 1:25
10. Grigri 5:02
11. Drache 8:49
Gesamtlaufzeit68:02


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Babils kommen aus Brüssel und gehen offenbar auf ein Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts dortselbst von Gabriel Séverin (alias Silksaw) und (dem inzwischen - 2014 - verstorbenen) Michel Duyck gegründetes Duo zurück. Irgendwann erweiterte man das Projekt um weitere Mitmusiker, welches den Namen Babils bekam. Mit dem hier rezensierten "The Joint Between" legte man 2007 ein erstes Album vor.

Belgien? Yep. Schräges Zeug? Yep ... ziemlich schräges Zeug. Rocktrio, Tasten und Trompete gibt es hier zu hören, bisweilen ergänzt um diverse Beiträge der Gastmusiker (deren acht, wobei in den Credits meist nicht angegeben ist, welche Instrumente diese bedienen – Fix ist auch dabei). Ein dichtes Gemenge an Klang wird hier erzeugt, deftig rockend, krautig jammend, punkig wütend, elektronisch schwebend oder kantig improvisierend.

Mit "Hommes éléphants" geht das Album ausgesprochen freiformatig los, plingen, hallen und lärmen hier erst einmal diverse Klangerzeuger durcheinander, ehe sich treibend-repetitive Rockmuster nach vorne arbeiten, begleitet von expressivem Gitarrenjaulen und schrägen Trompeteneinlagen. Wow! Wurden damit die Gehörgänge gründlich gereinigt, geht es dann mit "Preventorium" etwas gemäßigter, aber immer noch reichlich kantig weiter. Ein ziemlich unklassifizierbares, aber homogenes Gemisch an Musik kommt hier aus den Boxen, irgendwo in der Schnittmenge von Postrock, Elektronik, Neokrautrock, Avantpunk und freiem Klangmalen, ungestüm, wüst, roh, voluminös, experimentell und belgisch.

Recht viele elektronische Füllklänge sind auszumachen, allerlei Tonbandfetzten, Zischen, Zirpen, Knattern, Tackern, Wabern und Dröhnen, immer reichlich sperrig, aber oft auch versehen mit einer seltsam klangvollen, fast ambientartigen Atmosphäre. Darüber ergehen sich die anderen Instrumente in allerlei Solieren, Jammen, Rocken und Wüten, jaulen E-Gitarren, knurrt der Bass, erklingt die effekt- und echoverfremdete Trompete, entweder vom wuselnden Schlagzeug dynamisch voran getrieben, oder frei hallend oder kosmisch schwebend. Gesungen wird nicht.

"The Joint Between" ist eine ziemlich erfrischende bzw. gefangen nehmende Scheibe, mit der Liebhaber krautig-klangbastelnder Exkurse, der franko-belgischen Rockavantgarde, und freieren Tonmalens mit Ecken und Kanten sehr viel Spaß haben sollten. Kultig!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.11.2017
Letzte Änderung: 18.11.2017
Wertung: 12/15

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