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Björk

Utopia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: One Little Indian Records
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Björk vocals & digital flute, flute-, cello-, choir- and vocals-arrangements
Arca electronics, synth melodies and beats
Melkorka Ólafsdóttir flute
Áshildur Haraldsdóttir flute
Berglind María Tómasdóttir flute
Steinunn Vala Pálsdóttir flute
Björg Brjánsdóttir flute
Þuríður Jónsdóttir flute
Pamela De Sensi flute
Sigríður Hjördís Indriðadóttir flute
Emilía Rós Sigfúsdóttir flute
Dagný Marinósdóttir flute
Sólveig Magnúsdóttir flute
Berglind Stefánsdóttir flute
Hafdís Vigfúsdóttir flute
Hamrahlíðarkórinn choir
Þorgerður Ingólfsdóttir choir conduction
Katie Buckley harp
Júlia Mogensen cello
Hávarður Tryggvason contra bass

Tracklist

Disc 1
1. Arisen My Senses 4:59
2. Blissing Me 5:05
3. The Gate 6:33
4. Utopia 4:42
5. Body Memory 9:46
6. Features Creatures 4:49
7. Courtship 4:44
8. Losss 6:51
9. Sue Me 4:57
10. Tabula Rasa 4:42
11. Claimstaker 3:18
12. Paradisia 1:44
13. Saint 4:41
14. Future Forever 4:47
Gesamtlaufzeit71:38


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @


Vor 500 Jahren erschien anno 1516 der Roman De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia des englischen humanistischen Schriftstellers Thomas Morus, in welchem dieser eine ideale Gesellschaft beschreibt. Die Kurzform Utopia beschreibt die Insel, auf welcher die Mitglieder dieser Gesellschaft leben.

2016 begann Björk mit der Arbeit an ihrem neuen Album Utopia. Erneut holte sie sich, wie schon auf Vulnicura, den venezuelanischen Electronic-Tüftler Alejandro Ghersi, aka Arca, als kongenialen Partner ins Boot. War der Vorgänger ein düsteres Album voller Trauer, Verzweiflung und Ungewissheit, so ist Utopia nun das Gegenstück, das Yin zum Yang, die Ergänzung, die Erlösung.

Björk hat es praktisch auf jedem Album immer wieder verstanden, ihren Stil ein klein wenig weiter zu entwickeln, sich und die Musik zu wandeln und dadurch interessant zu bleiben. Mal war es die Dazunahme eines Orchesters, dann wurde sie von Beat-Boxern unterstützt, mal waren es fetzige Blechbläser, dann mehrere Harfen, die dem jeweiligen Album einen neuen Anstrich verpassten. Sie wurde von einem Inuit-Frauen-Chor begleitet, verwendete die japanische Sho, das Cembalo und die Celeste und auf Vulnicura schliesslich ein grosses Streichorchester. Die Konstante aber war und ist stets ihre einzigartige Stimme. Auch auf Utopia. Mal drängend, mal naiv, mal zart, mal verletzlich und immer intensiv.

Auf Utopia nun wird Björk durch ein 12-köpfiges Flötenensemble begleitet. Die Flöten geben der Musik eine Aura von Frieden und Zufriedenheit, von Glück, ja von Paradies. Passend zum Thema des Albums. Da ist nichts mehr von der klaffenden Wunde in der Brust, die noch das Cover des Vorgängers zierte. Nichts mehr von Trennungsschmerz und Leere. Dieses Mal strömt weisses Licht aus ihrer Brust (Video "The Gate"). Alles ist nun Licht, Liebe und Leben.

Die Stücke sind dennoch keine leichte Kost. Die Melodien sind mitunter verschnörkelt, mehrstimmig, die Harmonien oft komplex. Arca schuf dazu ein ganzes Biotop an zirpenden, zwitschernden und pfeifenden Paradiesvögeln und Fabelkreaturen, die dieses Utopia bewohnen. Immer wieder knarzt und scharrt es, reibt und zerrt es, zieht es den Hörer mal hierhin, mal dorthin.

Was den Stücken meist fehlt, ist eine rhythmische Struktur, ein irgendwie geartetes Taktmass. Ja, es gibt Beats, die auch mal als 4/4-Takt durchgehen; viele Kompositionen haben aber keinerlei metrischen Rahmen. Dies gibt dem Hörer das Gefühl von Zeitlosigkeit, fehlender Richtung und irgendwann von Unendlichkeit. Es entsteht das Gefühl, dass die Musik nirgends hinzielt. Man muss nicht mehr irgendwo hin, dann dort sein, etwas erledigen, erfüllen. Es gibt nur noch das Jetzt. Glücksseeligkeit und Frieden im Jetzt.

Utopia ist ein traumhaft schönes Album. Ein Album, das Ruhe und Frieden verströmt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: irgendwie mit Vulnicura
Veröffentlicht am: 5.2.2018
Letzte Änderung: 5.2.2018
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Björk

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Debut 10.33 3
1995 Post 8.50 2
1996 Telegram 10.00 1
1997 Homogenic 13.00 2
2000 Selma Songs 13.00 2
2001 Vespertine 15.00 3
2002 Greatest Hits (Volumen 1993-2003) 11.00 1
2002 Vespertine live at the Royal Opera House 2001 (DVD) 14.33 3
2003 Post live 12.00 1
2003 Homogenic live 12.00 1
2004 The Music From Drawing Restraint 9 12.00 1
2004 Medulla 12.75 4
2007 Volta 11.00 2
2011 Biophilia 12.50 2
2015 Vulnicura 15.00 1
2015 Vulnicura Strings 12.00 1
2016 Vulnicura Live 12.00 1

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