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Iris Divine

The Static And The Noise

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Metal; Progmetal
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Navid Rashid Vocals,Guitars
Brian Dobbs Bass
Kris Combs Drums,Keys/Programming

Tracklist

Disc 1
1. Catalyst 5.20
2. Taking Back The Fall 5.50
3. Echoes/Effigies 6.11
4. Fractures 4.54
5. The Static and The Noise 5.30
6. Like Glass 4.07
7. The Acolyte 6.26
8. We All Dissolve 6.58
Gesamtlaufzeit45:16


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Es lässt sich beim besten Willen nicht bestreiten, dass das wichtigste Merkmal von „The Static And the Noise“ ist und bleibt die Tatsache, dass hier ordentlich gerockt wird. Aber wie eine Webseite schon richtig andeutete: Iris Divine beherrschen die Kunst des „intellektuellen“ Abrockens.

Damit sind wohl die eher spärlich gesäten Prog-nahe Feinheiten, wie krumme Rhythmen, wohldurchdachte Riffs und gelegentlich auftauchende komplexe mehrteilige Sonstrukturen (wie in „We All Dissolve“) gemeint. Allerdings gibt es in einigen Stücken nicht viel zu entdecken, was die Konservativen unter uns als „Prog“ bezeichnen würden. Bis eben auf die im Text erwähnten Ausnahmen. (Es sei denn, jemand hält Queensryche ernsthaft für „Prog“).

Die meisten Songs muten an, als würden darin Elemente von Nu Metal, Heavy Prog a la Rush, rotzigem Alternative Rock, Progmetal, Grunge und New Wave of British Heavy Metal aufeinandertreffen.

In „Like Glass“ zeigen Iris Divine plötzlich, wie es optimal gemacht wird, wenn man energetisches Abrocken mit Mathrock-Übergangen, virtuosen Rush-Anleihen und melodischen Gesängen auf überzeugende Weise verbinden möchte.

Einfach geil, wie man auf dem gesamten Album die Bassgitarre aufgenommen, bzw. abgemischt hat: kraftvoll und transparent. Die Leistungen des Gitarristen/Sängers und des Schlagzeugers, sowie die Abmischung ihrer Instrumente möchte ich auch vorbildlich nennen.

Die zart besaiteten unter uns könnten sich möglicherweise von so viel geballter Energie überrollt fühlen. Die Fans der intelligent gemachten Metal Musik in ihren zahlreichen Erscheinungsformen werden dagegen ihre Fäustchen im Zeichen von „mano cornuta“ freudig in die Luft strecken.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.11.2017
Letzte Änderung: 30.11.2017
Wertung: 10/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 2)


Eigentlich gibt es gar nicht so viel, was man zu "The Static And The Noise" schreiben könnte. Iris Divine sind wieder da, und in stilistischer Hinsicht hat sich gegenüber dem Labeldebüt "Karma Sown" nicht viel getan. Immer noch gibt es also verhältnismäßig modern produzierten Progmetal, der auf vertrackten bis halsbrecherischen Riffs fußt und dabei kühl-abweisende Keyboardsounds mit charismatischem, oftmals harmonisierten, gelegentlich aber auch eher aggressivem Gesang kontrastiert. Das alles spielt man jeweils in Fünf- bis Sechsminütern aus, die sich strukturell mit Intro, Strophe, Bridge, Refrain und ruhigem B-Part, der oftmals auf das Intro zurückgreift, ähneln. Für weitere Dynamik sorgen hierbei beispielsweise die üblichen Mittel wie jenes, nach einem kräftigen Einstieg die jeweilge Strophe erst einmal balladesk zu arrangieren.

Gegenüber "Karma Sown" hat sich somit also wirklich nicht viel getan, und darüber mag man ob dieser eigentümlichen Beziehung dieser Tatsache zum Attribut "progressiv" verwundert sein: Komplex und spieltechnisch wie kompositorisch anspruchsvoll sind die Mittel, die hier eingesetzt werden, ohne jeden Zweifel, aber was ist, wenn die meisten Songs sich in ihrer Anlage dennoch ähneln? Oder man sieht es eben positiv und stellt fest, dass Iris Divine eben einen Stil gefunden haben, mit dem sie in Gänze umgehen können. Für letztere Sichtweise spricht, dass die Melodien eben ziemlich ausgefeilt sind und die instrumentale Seite auch nicht gerade langweilt (auch wenn die Solo- und Instrumentalpassagen nach wie vor erschreckend kurz ausgefallen sind und kaum im Mittelpunkt stehen können). Und überhaupt: Dass selbst die eingängigsten Melodien, wie beispielsweise in "Taking Back The Fall" geschehen, noch mit hübschen Stolperern in der Begleitung destabilisiert werden, ist immer schön zu hören.

Im Großen und Ganzen ist die Musik, die Iris Divine auf "The Static And The Noise" bieten, also weiterhin zugkräftig. Dazu kommt, dass zusätzliche Unterhaltung dadurch entsteht, dass die Band dieser Musik mal neue Seiten abgewinnen kann, mal (mit Erfolg!) tatsächlich andere Stileelemente einführt. In erstere Kategorien gehört beispielsweise das klanglich eher an Dicke-Hose-Rock als an Prog-Filigranität orientierte Riffing im Titelsong, das sich anschließend mit verzerrtem Gesang in zäher Weise sogar noch verlangsamt, aber sobald Klargesang einsetzt, wieder schneller und flüssiger wird. Ebenso gewinnt man "The Acolyte" Momente ab, in denen mit dem Gesang bis hin zur Koloratur ("the acol-y-y-y-te") gespielt wird. "Neu" sind dagegen "Fractures" und "Like Glass". In ersterem gibt es in den Strophen einen groovigen bis hektischen Rhythmus mit Rap-artigem Sprechgesang und orientalischen Wendungen, in letzterem dagegen herrscht mit funkiger Klargitarre, knurrendem Bass und expressivem Soul-Gesang à la Daniel Gildenlöw ein ganz anderer Tonfall - was aber natürlich in Bridge und Refrain jeweils zugunsten rockiger bis metallischer Elemente über Bord geworfen wird.

Schlussendlich bricht dann "We All Dissolve" auch noch einmal mit den wie erwähnt eingefahrenen, aber soliden Songstrukturen, wenn auch vergleichsweise simpel per abschnittsweiser Steigerung. Trotzdem gelingt es Iris Divine hier, die Spannung bis zum Ende hoch zu halten, was dann doch für die Fähigkeiten der Band hinsichtlich der Komposition spricht. Aber gut, wenn ich ehrlich bin, dann hätte auch zuvor schon kein sonderlicher Grund für diesbezügliche Zweifel bestanden. Nein, es bleibt dabei: Iris Divine sind weiterhin ziemlich versiert, wenn es darum geht, technisch anspruchsvolle, aber melodisch eingängige Progmetal-Songs zu schreiben. Und auch wenn - wie schon geschrieben - die rein instrumentale Seite gerne stärker zur Geltung kommen dürfte, so schafft es "The Static And The Noise" doch, das Niveau von "Karma Sown" mühelos zu halten.

Anspieltipp(s): Like Glass, Taking Back The Fall
Vergleichbar mit: zwischen Haken, Fates Warning und Hemina
Veröffentlicht am: 19.1.2018
Letzte Änderung: 19.1.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Iris Divine

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Karma Sown 10.50 2

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