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Lesoir

Latitude

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Melodic Rock / AOR; New Artrock; Progmetal; sonstiges
Label: Soulfood
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Maartje Meessen Gesang,Flöte,Piano
Ingo Dassen Gitarre
Eleen Bartholomeus Gesang,Gitarre,Keyboards
Ingo Jetten Bass
Bob van Heumen Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Modern Goddess 4.32
2. In the Game 5.28
3. Icon 4.02
4. In their Eyes 7.25
5. Gone and Forgotten 5.31
6. Eden's Garden 6.46
7. Zeroes and Ones 4.11
8. Kissed by Sunlight 4.58
9. Cheap Trade 3.11
10. Comforting Rain 4.17
11. Latitude 3.40
12. Faith is 6.21
13. Cradle Song 1.55
Gesamtlaufzeit62:17


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


„Latitude“, die vierte Scheibe von Lesoir ist eine Art Konzeptwerk über die Probleme dieser Welt, wie der Klimawandel, der Terrorismus usw. usf. Deswegen möglicherweise der Titel „Latitude“ (zu Deutsch: geographische Breite).

Laut dem Werbetext „durchstößt (das Album) die Grenze zu einer ganz neuen Dimension der Musik“. Ich hoffe, damit ist die Entwicklung der Band gemeint (bezogen auf die gesamte Musik, wäre das nämlich ein wenig übertrieben), da „Latitude“ von den Bandmitgliedern als bisher das progressivste Werk von Lesoir angesehen wird.

Insgesamt bin ich aber doch sehr angenehm überrascht, wie ausgereift, teilweise fast schon mitreißend viele Stücke des Albums auf mich wirken. An erster Stelle sind die brillanten, mitunter auch unaufdringlich orchestralen Arrangements zu nennen, die die kurzweiligen Kompositionen zwischen hymnisch, melancholisch, lyrisch, balladesk und rockig-kraftvoll optimal zur Geltung bringen. Die melancholischen Passagen vermitteln einen Hauch von Postrock. Es wird zwischen lyrischen akustischen, melodisch solierenden und hart rockenden Gitarren gewechselt. Dies alles wird natürlich von dem kraftvollen Gesang von Maartje Meessen gekrönt.

Und dann gibt es wiederholt noch die ebenso zauberhaften wie kurzen Momente, wie diese für Streicher und Vibraphon in dem Titelstück, die für die akustische Gitarre und Gesang in "Eden's Garden", oder diese für die flirrenden Gitarren und die Flöte in „Faith is“. Teile von „In the Game“ erinnern durch die orchestralen Arrangements und die Gesangsparts eher an ein Musical, oder eine Rockoper, als etwa an Artrock.

Für den optimalen Klang sorgten hier der erstklassige Produzent John Cornfield und der erstklassige, gelegentlich als Produzent arbeitende Musiker Bruce Soord, der einigen durch The Pineapple Thief bekannt ist.

Inzwischen kann ich die (hoffentlich ehrlich gemeinte) Euphorie des unbekannten Werbetexters also etwas besser nachvollziehen. Wäre „Latitude“ etwa zum Hype-Objekt auserkoren worden, könnten die zuständigen Medien die Scheibe höchstwahrscheinlich als ein Modern Prog-Meisterwerk abfeiern, ohne dass die Qualität des Albums dem im Wege stünde. Als ein Zwischending aus Motorpsycho und Pain of Salvation vielleicht. Mit der musikalischen Tiefe ausgestattet, nach der The Gathering schon immer gesucht haben.

Aber so bleibt es halt zu hoffen, dass „Latitude“ die gebührende Anerkennung irgendwann mal erfährt und dass die überragende Klasse des Albums nicht nur die Einbildung eines einzelnen Rezensenten ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.12.2017
Letzte Änderung: 6.12.2017
Wertung: 12/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Meine erste Begegnung mit dieser niederländischen Band fiel komplizierter aus als erwartet. Insgesamt 13 Tracks sorgen zwar für Abwechslung, aber auch für unverständliche Momente. Am meisten leidet das Album unter dem berühmten roten Faden, den ich einfach nicht finden konnte.

Schubladen sind gefährlich, besonders wenn man sich nicht entscheiden kann, welche denn nun die passende ist. Als Hilfe hat man zwar meist einige Infos, doch sehen Künstler ihre Arbeit oft differenzierter als der Hörer. Aber immerhin hat John Cornfield das Album aufgenommen. Bekannt durch erfolgreiche Arbeiten mit Oasis, Supergrass, Muse und Robert Plant konnte die Band ihn von ihren Qualitäten überzeugen. Aber das waren alles keine Progbands. Als Co-Produzent dann Bruce Soord, Kopf von The Pineapple Thief. Ja, und nach dieser Band klingen Lesoir auch schon mal, so wie in ICON. Doch ansonsten fehlen ihnen zu oft die Einfälle der Ananasdiebe.

Neben atmenden und luftig-ruhigen Momenten gibt es auch mal krachende Ausbrüche. Dann scheint auch mal Get Well Soon alias Konstantin Gropper durch wie im Song IN THE GAME. Das ist schon ziemlich dreist geklaut bei der Gesangslinie, verfehlt aber nicht seine Wirkung. Die 2. LP-Seite bringt dann eher durchschnittlichen Prog und eigentlich ist hier nur EDEN'S GARDEN erwähnenswert, das komplex und kreativ klingt.

Der Einsatz von weiblichen Gesangsstimmen ist zwar neben den harten Gitarren ein interessanter Gegenpart, doch nicht immer ist der Gesang dem Song auch förderlich. Manchmal wünsche ich mir längere Instrumentalpassagen, was normalerweise nicht der Fall bei mir ist da ich Gesang mag. Doch scheinen mir die Stimmen oft aufgesetzt und die Gesangslinien zu einfach. Da wird krampfhaft nach einer Melodie gesucht um das Ganze zusammen zu halten, doch diese fallen den Musikern nicht immer in der nötigen Qualität ein. Die 3. Seite zeigt das deutlich auf: keiner der 3 Songs ist wirklich top, CHEAP TRADE sogar peinlich-rockig in seiner simplen Art. ZEROS AND ONES beginnt ganz ordentlich, wird dann aber auch regelrecht totgeprügelt. Die Musik windet sich zwischen klassischen, progressiven und sinfonischen Momenten hin und her, lässt aber seltsamerweise zu oft jegliche Energie vermissen.

So kommt mir das Album im Laufe seiner über 60 Minuten immer mehr vor wie ein Abend in einer künstlichen, sterilen Molekularküche. Alles wird auf Niedrigtemperatur gegart und die Moleküle untereinander vermischt. Dadurch entstehen zwar neue Geschmacksrichtungen die auf den ersten Hör noch beeindrucken, sich aber schnell totlaufen. Die Musik packt mich nicht, der Gesang ist so lala. Einzig und allein die Produktion ist Klasse. Perfekter Sound, gute Dynamik, leicht unterkühlt wirkend. Das allein reicht aber nicht für ein gutes Album.

Ich kann unseren Lesern nur raten, sich das Album vor dem Kauf anzuhören. Mag sein, dass mein Kopf das Herz besiegt hat, denn die Band probiert zumindest etwas Neues. Da das Klappcover schön gestaltet und im Mittelteil die Texte abgebildet sind stimmt zumindest die Verpackung. Das lohnt sich für Leser die sich mit der Musik anfreunden können.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.12.2017
Letzte Änderung: 11.12.2017
Wertung: 7/15
vielleicht liegt es an meinen Erwartungen, aber das ist nix für mich

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Lesoir

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Luctor Et Emergo 10.00 1

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