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White Mountain

The Delta Sessions

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Metal; Rock / Pop / Mainstream; Progmetal; sonstiges
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mirko Ertmer All Instruments,Programming,Vocals
Oliver Schmidt Additional Strings,Bass & Solo Guitar
Jochen Miller Vocals
Nina Jiers Vocals
Christian Eden Solo guitar
Celina di Stefano Vocals and Lyrics
Marc Warnke Guitar solo
Nicolas Ciezki Vocals & Lyrics on The Sadness
Jonathan Schnitzspan Additional Solo Guitar
Diebys Artigas Vocals and lyrics on A Way to stay alive
Henning Buck Additional solo guitar
Sven Tasch Piano
Lorenza Vand Vocals & Lyrics

Tracklist

Disc 1
1. Bellicose Wolf 2.53
2. Make a Wish 4.39
3. Trail of the Snake 4.58
4. Happiness by Chance 5.31
5. My Winds 5.18
6. The Sadness of your Chains 5.29
7. Northern Soul 2.24
8. A Way to stay alive 4.41
9. Real Life 4.30
10. Constant Chaos 3.32
11. Drowning 3.08
12. Like above so below 4.34
13. The Link 1.53
14. We don't care 5.01
15. The Creature 12.33
Gesamtlaufzeit71:04


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


White Mountain nennt sich ein Soloprojekt des in Hamburg ansässigen Multiinstrumentalisten, Studio-Ingenieurs und Produzenten Mirko Ertmer.

Ertmer hat in der Regel die meisten Instrumentalspuren (programmiertes Schlagzeug inklusive) selbst eingespielt. Acht Sänger und Sängerinnen vervollständigen neben den Gastmusikern an Tasten- und Saiteninstrumenten (vorwiegend Gitarren) die umfangreiche Besetzung von „The Delta Sessions“.

Das Album ist in fünf Kapitel unterteilt. Diese stehen für die fünf Lebensabschnitte, die nach Ansicht des Komponisten jeder in seinem Leben durchlaufen muss: „Desires“, „Arise“, „Climax“, „Fall“ und „Healing“.

Die musikalischen Einflüsse von Ertmer sind vergleichsweise breit gefächert und umfassen im wesentlichen Metal, Rock, Elektronisches, Ambient, Experimentelles, Pop und Prog. Vieles davon findet in der Musik seinen Niederschlag.

Bei einem Album mit dem Titel wie „The Delta Sessions“ würde ich kaum an songorientierte Rockmusik denken. Aber genau diese ist für das Gesamtbild des Albums bestimmend.

Schon die extrem hallend abgemischten Gitarren in dem balladesken „Bellicose Wolf“ könnte man vielleicht auf die Schwäche von Ertmer für Drone- und Ambient-Musik zurückführen.

Die unisono von einer Gitarre und einem Sequencer gespielten Motive eröffnen die treibende Metal-Nummer „Make A Wish“, die durch ihre bombastisch eingefärbten Arrangements und die mächtige Gitarrenwand wie eine Mischung aus Devin Townsend und Nightwish anmutet. Die orchestralen Arrangements und die mehrstimmigen Gesänge in „Trail of the Snake“ könnten glatt auch von Arjen Lucassen stammen. „My Winds“ halte für eine abwechslungsreiche ArtPop-Rock-Nummer, während „The Sadness…“ nach einem World Music-Intro zu einer symphonischen Progmetal-Komposition mutiert.

Das instrumentale „Northern Soul“ wurde nur für akustische Gitarren und Field Recordings in der Art einer entspannten Ambient-Americana-Session arrangiert. „A Way to stay Alive“ ist eine erstklassige Progmetal-Komposition, die bei einer Begegnung zwischen Dream Theater und Vanden Plas hätte herauskommen können. In „Real Life“ ist es beispielhaft gelungen, vielschichtig arrangierten Prog unter Verwendung von Ambient-, Artpop- und Metal-Elementen zu kreieren. Die industrial und aggressiv anmutenden Synthesizerklänge eröffnen das instrumentale „Constand Chaos“, das sich anschließend der Speed-Metal- und Djent-Elemente bedient.

Das Konzeptwerk „The Delta Sessions“ wurde schon mal als Soundtrack zum nicht existenten Film bezeichnet. So gesehen ist das orchestrale und bombastische Progmetal-Instrumental „Happiness by Chance“ gut als das Hauptthema des Soundtracks geeignet.

„Drowning“ wird von einer sphärischen Musik zwischen Ambient und Elektronik bestimmt, angereichert von weiblichen Gesangstimmen. Aber schon mit „Like Above so Below“ wird die Rückkehr zum beinahe traditionell zu nennenden und nichtdestoweniger erstklassig dargebotenem Progmetal gefeiert. In dem instrumentalen „The Link“ treffen elektronische Rhythmen, donnernde Bassgitarre, eine riffende Gitarre und orchestrale Begleitung aufeinander. Mit Rhythmen zwischen trancig, treibend und technoid versehen und zwischen Art-, Hardrock und Metal wechselnd, würde vermutlich am besten als die Beschreibung für „We don’t care“ passen. Bis zu der ca. einminütigen Pause bilden die ersten fünf Minuten von „The Creature“ eine White Mountain-typische, vielseitig orientierte Rocknummer, formidabel von Jackie Koopmann gesungen. Nach der Pause erklingt dann eine fragile elektronische Musik, ein wenig im Geiste der Berliner Schule.

Insgesamt überwiegt auf „The Delta Sessions“ eine prächtig, farbenfroh und mitunter bombastisch arrangierte Musik zwischen Metal und Progmetal, bei der die zahlreichen, weiter oben beschriebenen Exkursionen für zusätzliche Farbtupfer sorgen. Das Ganze ist vor allem wohl den Sympathisanten von Devin Townsend, Dream Theater und Arjen Lucassen’s Ayreon zu empfehlen, wenn auch stilistisch doch um einiges breiter gefächert, als es diese Namen vermuten lassen würden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.12.2017
Letzte Änderung: 15.12.2017
Wertung: 11/15

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