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Auburn Lull

Begin Civil Twilight

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Ambient; Postrock
Label: Darla Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Sean Heenan Gitarre, Gesang
Jason Kolb Gitarre, Bass
Eli Wekenman Gitarre, Bass
Jason Wiesinger Schlagzeug, Klavier

Gastmusiker

Ron Gibbs Gitarre (4)
Elsa Heenan Gesang (3,9)
Lorraine Lelis Gesang (5,6)
Ulrich Schnauss Sounds (9)
Jason Shaffer Cello (6,12)

Tracklist

Disc 1
1. Light Through the Canopy 5:18
2. Dub 1 3:29
3. Broken Heroes 4:31
4. Grange Arcade 5:44
5. Civil Twilight 5:11
6. Axis Nears 3:46
7. November's Long Shadows 4:27
8. Stanfield Echo 4:07
9. Coasts 4:38
10. Geneva 1:54
11. Arc of an Outsider 3:58
12. Hidden3 9:55
Gesamtlaufzeit56:58


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Auburn Lull wurden 1994 in Lansing im US-Bundesstaat Michigan gegründet. Ihr Debütalbum Alone I Admire erschien 1999, bis heute (2018) folgten drei weitere Alben, von denen das hier behandelte Begin Civil Twilight aus dem Jahre 2008 die Nr. 3 ist.

Die Band spielt hier im Kern als Quartett mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Klavier, wobei das Klavier „nebenbei“ vom Schlagzeuger mit übernommen wird. Liest man diese Besetzungsangaben, so ist man einigermaßen überrascht, dass die meisten Stücke auf Begin Civil Twilight einen sehr elektronischen Klang haben. Erst weiter unten in den Credits ist zu lesen, dass alle vier u.a. noch diverse Tasteninstrumente und solche Dinge wie „analog sources“ beitragen.

Es dominieren also sanfte Klangflächen synthetischer Natur, die meist formlos umherwogen und wabern und der Musik ein deutliches Ambient-Gepräge verleihen. Dazu kommen in Postrock-Manier filigran flirrende Gitarren, sanftes Schlagzeug, sowie der dazu passend weltentrückt anmutende Gesang von Sean Heenan, der oft mehr ein Flüstern oder weit entferntes Raunen ist.

Die Songs kommen in stark reduziertem Tempo aus den Boxen gepufft, schweben wie zarte, weitgehend statische und bisweilen abstrakte Gebilde im Raum, um sich nach einiger Zeit aufzulösen. Sozusagen Klang gewordene Entschleunigung. Dabei wird gerne auch mal ordentlich melancholisiert (November’s Long Shadows). Nein, Liebhaber von High-Speed-Frickelattacken werden hiermit nicht viel anfangen können. Man kann auch nicht gerade behaupten, dass diese Musik eine besondere Herausforderung darstellt, aber wer etwa die Ambient-Werke von David Sylvian zu goutieren vermag, oder die in ganz ähnlichen Gefilden tätigen (bzw, tätig gewesenen) Labradford, wird sicher auch an Auburn Lull Gefallen finden. Für kalte Wintertage ist Begin Civil Twilight jedenfalls eine schöne Untermalung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.1.2018
Letzte Änderung: 9.1.2018
Wertung: 9/15

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