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Pell Mell

Moldau

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1981 (CD-Ausgabe 2013 innerhalb der Box „The Entire Collection“)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Klassikrock / Adaptionen; Klassischer Prog
Label: CAIN
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Thomas Schmitt

Gastmusiker

Klaus Nass Schlagzeug (1-4)
Ralf Fricke Gitarre (4)

Tracklist

Disc 1
1. Moldau Part One 5:00
2. The Farmers Wedding 3:05
3. The Nymph Dance 2:59
4. Moldau Part Two 6:53
5. Gliding 2:45
6. Dark Valley Part One 3:40
7. Dark Valley Part Two 2:30
8. Dark Valley Part Three 4:32
9. Dark Valley Part Four 4:37
Gesamtlaufzeit36:01


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Eigentlich hatten Pell Mell sich 1979 aufgelöst. Bandgründer Thomas Schmitt hegte seit einiger Zeit den Wunsch, amerikanische Westcoastmusik zu machen, wofür er eine neue Band namens Skyrider zusammenstellte. Deren erstes Album, an dem auch einige frühere Musiker von Pell Mell mitwirkten, erschien im Frühjahr 1980.

Daneben beschäftigte Thomas Schmitt sich mit dem Erlernen weiterer Instrumente und baute auch sein eigenes Tonstudio auf. Dabei entdeckte er die Möglichkeiten einer 24-Spurenmaschine, und dies erweckte den Wunsch, in Mike-Oldfield-Manier Musik im Alleingang aufzunehmen. Da ihm die Skyrider-Musik dafür unpassend erschien, griff er wieder auf ein klassisches Werk zurück, und zwar eines, das schon auf dem Debüt von Pell Mell bearbeitet wurde: Friedrich Smetanas „Moldau“. Folgerichtig erschien das Album, obwohl faktisch ein Soloalbum von Thomas Schmitt, 1981 unter dem Namen Pell Mell.

Eine neue Bearbeitung von Smetanas Komposition füllte die erste Seite des neuen Albums, während die zweite Eigenkompositionen enthielt. Thomas Schmitt spielt neben der Violine - die hier gar keine so große Rolle mehr spielt - hauptsächlich diverse Tasteninstrumente (meist Synthie), etwas Gitarre (elektrisch und akustisch) und ein wenig Schlagzeug. An einigen Stellen meine ich auch eine Blockflöte zu vernehmen. Auf der ersten Seite wird er noch von zwei seiner Skyrider-Kollegen an Gitarre und Schlagzeug verstärkt.

Im Gegensatz zur ersten Moldau-Version auf Marburg, wo nur ein Teil des Stücks bearbeitet wurde, folgt diese hier ganz dem Original. Und so hört man neben dem bekannten Hauptmotiv in dieser Fassung auch die Jagdgesellschaft, den Hochzeitstanz und den Nymphenreigen. Wie schon erwähnt, stehen bei der Instrumentierung synthetische Klänge im Vordergrund, und da diese schon etwas nach den berüchtigten 80er-Plastik klingen, ergibt sich leider ein etwas steriles Klangbild.

Ab Nr. 5 folgen dann Eigenkompositionen von Thomas Schmitt, das kurze Gliding und die vierteilige Suite Dark Valley. Die Stücke sind zwar recht aufwändig arrangiert, wenn man bedenkt, dass sie nur von einer Person eingespielt wurden, sind teils auch recht stimmungsvoll, wirken aber auch etwas glattpoliert, bisweilen auch in Seichte abdriftend. Es fehlt der raue Charme speziell der ersten drei Alben von Pell Mell mit ihrer krautrockigen Experimentierlust.

Mit diesem Album war nicht nur die Geschichte von Pell Mell zu Ende, sondern auch die musikalische Laufbahn von Thomas Schmitt. Zwar spielte er noch ein zweites Album mit Skyrider ein, dieses wurde jedoch damals nicht veröffentlicht. Mittlerweile musste er die Violine aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

Als CD ist Moldau nur innerhalb der Box The Entire Collection erhältlich, die neben den Alben von Pell Mell auch noch die beiden von Skyrider enthält.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.1.2018
Letzte Änderung: 19.1.2018
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pell Mell

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Marburg 9.50 2
1973 From The New World 8.50 2
1976 Rhapsody 11.50 2
1978 Only A Star 8.00 2
2013 The Entire Collection 9.00 1

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