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Tori Amos

Unrepentant Geraldines

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: Mercury Classics
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tori Amos vocals, piano, hammond organ

Gastmusiker

Mac Aladdin all guitars
Mark Hawley additional instrumentation
Natashya Hawley vocals on "Promise"

Tracklist

Disc 1
1. America 4:12
2. Trouble's Lament 3:44
3. Wild Way 2:55
4. Wedding Day 3:45
5. Weatherman 4:41
6. 16 Shades Of Blue 3:52
7. Maids Of Elfen-Mere 2:53
8. Promise 4:05
9. Giant's Rolling Pin 4:11
10. Selkie 4:05
11. Unrepentant Geraldines 6:57
12. Oysters 5:14
13. Rose Dover 3:56
14. Invisible Boy 4:58
Gesamtlaufzeit59:28


Rezensionen


Von: Markus Peltner @


„Unrepentant Geraldines” ist das bereits vierzehnte Studio-Album der amerikanischen Pianistin und Songwriterin Tori Amos. Der Titel bedeutet dabei „uneinsichtige“ oder „reuelose“ Geraldines. Wobei der Frauenname Geraldine hier für die Frauen allgemein steht, die sich nicht für irgendeine Tat oder ein Ereignis entschuldigen möchten. Nun, dass Männer bei Tori Amos nicht immer unbedingt gut wegkommen, ist seit dem Album „Boys For Pele“ sowieso kein Geheimnis mehr.

Die letzten beiden Alben der Tori Amos waren so ganz anders. Auf „Night Of Hunters“ aus dem Jahr 2011, ließ sich Tori Amos von klassischen Komponisten inspirieren, die Musik wurde entsprechend auch mit einem klassischen Orchester eingespielt. „Gold Dust“ veröffentlicht die Sängerin 2012. Diese Platte enthält Stücke aus der Feder der Tori Amos, die nun jedoch neu arrangiert wurden – eingespielt wieder mit einem klassischen Orchester. Aber „Unrepentant Geraldines” ist nun erneut anders, ganz anders sogar. Obwohl dies nur in Bezug auf die letzten Veröffentlichungen der Tori Amos gilt, denn „Unrepentant Geraldines” klingt wie ein Schritt zurück in die Anfangsjahre ihrer Karriere. Die Musik auf diesem Album klingt stilistisch wie jene, die Tori Amos bereits in den 90ern des letzten Jahrhunderts veröffentlicht hat. Nicht schlimm, denn die Lieder wirken.

Das Piano und die Stimme der Sängerin stehen wieder ganz klar im Zentrum aller Titel. Und wer die Musik der Amerikanerin in den 90ern liebte, die oder der wird von „Unrepentant Geraldines” zumindest angetan sein. Hier gibt es sie nun wieder, diese wunderbar leichten, feinen, perlenden und manchmal über allem zu schweben scheinenden Pianoklänge, verbunden mit der Stimme der Sängerin. Vieles wirkt ein wenig zerbrechlich, schwelgt immer in Harmonie und ist angefüllt mit Melodiösität. Ein hauptsächlich sanftes Album zum Augenschließen und Träumen. Atmosphärisch bewegen sich die einzelnen Titel zumeist zwischen Melancholie, einer gewissen Traurigkeit und einer nicht zu überhörenden Sentimentalität. Dabei wirkt diese Art des Pop überaus weiblich. Und wenn einmal das Genre „Female Pop“ definiert werden würde, dann würde die Musik der Tori Amos auf „Unrepentant Geraldines” dafür beispielhaft stehen.

Vom Songmaterial her befinden sich die überzeugenderen Stücke gerade am Anfang der Platte. „America“, „Trouble's Lament”, „Wedding Day” oder aber „Weatherman” stellen alles Nummern zum Eintauchen dar, die man am besten an seinem Lieblingsplatz ganz entspannt genießt. Und auch wenn die Lieder in der zweiten Hälfte des Albums nicht mehr ganz die Qualität der ersten Titel erreichen, so lohnt sich das Durchhören zweifelsohne. Nichtsdestotrotz klingen die Lieder gegen Ende der Platte etwas selbstverliebter, Tori Amos lässt hier häufig ihre Stimme doppeln oder gleich chorartig verbreitern. Ein Effekt, der dosiert eingesetzt wirkt, im übertriebenen Einsatz jedoch eher langweilig klingt oder sich gar störend anhört.

Fazit: Ein insgesamt schönes und sehr melodiöses Album ist „Unrepentant Geraldines” geworden. Meist sehr sanfte Musik zum Träumen und Augenschließen gibt es hier zu hören. Ein Wiederaufleben der Tori Amos der 90er Jahre ohne, dass dies in irgendeiner Art und Weise störend wäre. Einfach irgendwie eine Erweiterung.

Anspieltipp(s): America, Wedding Day
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.1.2018
Letzte Änderung: 17.1.2018
Wertung: 9/15
Back To The 90ies

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tori Amos

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Little Earthquakes 13.00 3
1994 Under The Pink 12.50 2
1996 Boys for Pele 13.50 2
1998 From The Choirgirl Hotel 11.00 1
1999 To Venus And Back 9.00 1
2001 Strange little girls 9.00 1
2002 Scarlet's Walk 6.00 1
2005 The Beekeeper 8.00 1
2007 American Doll Posse 11.00 1
2009 Abnormally Attracted To Sin 10.00 2
2009 Midwinter Graces 6.00 1
2011 Night Of Hunters 10.00 1
2017 Native Invader 11.00 1

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