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The Rome Pro(g)ject

III: Exegi Monumentum Aere Perennius

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; RetroProg
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Vinzenzo Ricca Keys
Nick Magnus Piano
Steve Hackett lead Guitar, cl.Guitar
John Hackett Flute
Franck Carducci 12-string acoustic,Bass
Roberto Vitelli el.Bass,Moog Taurus
Daniele Pomo Drums
Paolo Ricca Electric Guitar
David Jackson Winds
David Cross el.violin

Gastmusiker

Franceso di Giacomo voice on 11
Danilo Chiarella el.Bass on 13
Maurizio Mirabelli Drums on 13

Tracklist

Disc 1
1. Proemium 2.05
2. Exegi Monumentum 12.26
3. Once were Romans 5.49
4. Of Myths and Gods 5.02
5. 476 A.C.(Song for Wetton) 5.42
6. Aere Perennius I 1.35
7. Aere Perennius II (Song for Emerson) 4.16
8. Aere Perennius III 4.30
9. Aere Perennius IV 4.28
10. Epilogus 1.16
11. Ab Urbe Condita   (Bonus Track) 2.21
12. Non ominis moriar   (Bonus Track) 2.53
13. Down to the domus Aurea electric demo version   (Bonus Track) 4.35
Gesamtlaufzeit56:58


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Dem ursprünglichen Konzept nach sind wir eine Webseite, die sich in erster Linie dem „klassischen“ Progressive Rock der 70er Jahre widmet. Deshalb versuche ich nach Möglichkeit den mehr oder weniger gelungenen, aktuell entstehenden, aber dennoch rückwärtsgewandten Nachahmungsversuchen wohlwollend gegenüberstehen. Soll heißen, mir ist durchaus klar, dass auch das dritte Album von Rome Pro(g)ject nicht wirklich an die großen Vorbilder aus den 70ern herankommt und nicht als Meisterwerk in die Musikgeschichte eingehen wird.

Also möchte ich vor allem die solide handwerkliche Leistung aller Beteiligten würdigen. Unter den zahlreichen musikalischen Gästen des Albums tauchen auch drei Prog-Veteranen auf, die schon in den 70ern mit dabei waren, als einige der besten Werke des Genres entstanden. Damit sind der ex-King Crimson-Geiger David Cross (hier in vier Stücken zu hören), der ex-Genesis-Gitarrist Steve Hackett (in drei Kompositionen zugegen) und der ex-Van der Graaf Generator-Saxophonist David Jackson gemeint, von denen jeder zum Gelingen des Albums beiträgt. Jackson ist zwar nur in zwei Stücken mit dabei, trotzdem hat er bei mir den prägendsten Eindruck hinterlassen.

Nachdem Billy Sherwood nicht mehr dabei ist, darf daran erinnert werden, dass Rome Pro(G)ject von dem Keyboarder Vincenzo Ricca geleitet wird, der hier als (fast) alleiniger Komponist, Arrangeur und Produzent fungiert. Und ich habe nicht den Eindruck, als würde Ricca sein selbst gestecktes Ziel, den traditionellen Retroprog am Leben zu halten, völlig humorlos nehmen.

Es tauchen nämlich fast wie kleine Zitate wirkende zarte Anspielungen auf, die den aufmerksamen Hörer mal an einen Ausschnitt aus „21st Century Schizoid Man“, mal an ein Fragment aus „Fly on a Windshield“, oder aus „Voyage of the Acolyte“ denken lassen. Es scheint mir augenzwinkernd gemeint zu sein. Manche mögen an dieser Stelle einwenden, dass schon ein Albumtitel wie „Exegi Monumentum Aere Perennius“ nicht besonders selbstironisch anmutet. Dabei soll es sich um einen Satz des römischen Dichters Horaz handeln, der übersetzt "ich habe ein Denkmal errichtet, dauerhafter als Erz" bedeuten soll. Na gut, ich habe es wenigstens versucht, die Stimmung ein wenig aufzulockern. Aber ich hoffe immer noch, dass es auch Vincenzo Ricca klar ist, dass er nichts Neues erfindet, sondern nur erhaltenswerte Traditionen verwaltet.

Eröffnet wird die nostalgische Retroprog-Reise von einem romantischen Piano-Solostück von Nick Magnus, der den meisten durch seine Zusammenarbeit mit Steve Hackett bekannt sein dürfte. Danach übernimmt der symphonische, ohne Gesang auskommende, meistens an die Fans der frühen Genesis, Camel und dergleichen gerichtete Retroprog, der seine Aufgabe, die Traditionen des Genres fortzuführen, ganz solide und durchaus anhörbar erfüllt. Die lyrische Flöte trifft hier öfters auf fragile akustische Gitarren und eine Kirchenorgel erscheint auch ziemlich unverzichtbar.

Die etwas aggressiver agierende elektrische Gitarre (von Paolo Ricca?) sorgt zusammen mit einem funkigen Bass in „Exegi…“ für eine der nicht sonderlich zahlreichen Zuspitzungen. Meistens scheinen die Kompositionen nämlich recht behäbig angelegt zu sein. Ab und zu lässt V. Ricca seine Inspiration durch Keith Emerson sehr eindeutig durchschimmern. Wie beispielsweise in „Song for Emerson“. In „Once were Romans“ ergibt die Emerson’sche Note zusammen mit den Saxophonen und Flöten von David Jackson eine recht bissige, schon mal bei King Crimson anknüpfende Version des Retroprog.

Wer also als bekennender Retroprog-Sympathisant zeigen möchte, dass er selbst den extrem rückwärtsgewandten Alben etwas abgewinnen kann, der darf ruhig zu „III: Exegi Monumentum Aere Perennius“ greifen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.1.2018
Letzte Änderung: 18.1.2018
Wertung: 10/15

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