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Kino

Radio Voltaire

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018 (erscheint am 25.3.2018)
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Insideout Music
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

John Mitchell vocals, guitars
Pete Trewavas bass, synths
Craig Blundell drums

Gastmusiker

John Beck keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Radio Voltaire 7:06
2. The Dead Club 4:12
3. Idlewild 6:03
4. I Don`t Know Why 5:25
5. I Won`t Break So Easily Any More 5:30
6. Temple Tudor 4:32
7. Out Of Time 6:22
8. Warmth Of The Sun 1:50
9. Grey Shapes On Concrete Fields 4:42
10. Keep The Faith 5:38
11. The Silent Fighter Pilot 4:50
Gesamtlaufzeit56:10


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @


Dreizehn Jahre sind seit Kinos Debutalbum Picture ins Land gegangen. Und weil damals bereits zwei der vier ehemaligen It Bites-Mitglieder bei Kino mit von der Partie waren, entschloss man sich alsbald zu einer Reunion der Band. Mitchell ersetzte dabei Francis Dunnery, mit dem man sich bereits Anfang der 90er Jahre zerstritten hatte. Durch das Revival von It Bites wurde Kino überflüssig; Pete Trewavas hatte vermutlich mit Marillion und Transatlantic eh genug zu tun.

It Bites veröffentlichten in der Folge zwei Alben mit eingängigem AOR-Melodic-Rock, der geprägt war durch Mitchells Stimme und Gitarrenarbeit und der Kino stilistisch näher war, als den alten It Bites-Alben.

Es folgte Mitchells Soloproject Lonely Robot, bei welchem ihm Musiker wie Steve Hogarth (Marillion), Jem Godfrey (Frost), Nik Kershaw und Peter Cox (Go West) zur Seite standen und mit denen er zwei Alben einspielte. Auch hier fand sich typische Mitchell/It Bites/Kino-Musik, vielleicht eine Spur härter in der Gitarrenarbeit als mit seinen anderen Bands.

Nun folgt also nach langen 13 Jahren das zweite Album von Kino. Warum? Eigentlich wollte Mitchell ein drittes Lonely Robot-Album machen. Offenbar meinte jemand, dass dies nach dem erst letzten Frühling veröffentlichten Zweitling etwas zu früh käme. Dann schlug Insideout vor, er solle doch ein zweites Kino-Album veröffentlichen. Worauf Mitchell sich mit Trewavas besprach, den er an dessen Marillion-Konzert in der Royal Albert Hall traf. Dieser fand die Idee gut und man begann mit dem Schreiben der Stücke. Dieser Prozess war relativ kurz. Sowohl Mitchell (das Gros) als auch Trewavas (drei Stücke) steuerten ein paar Ideen bei und innerhalb von rund zwei Monaten hatte man ein knappes Dutzend Titel beisammen. John Beck war im Gegensatz zum Debütalbum dieses Mal nicht in den Kompositionsprozess mit eingebunden und ist daher als Gastmusiker aufgeführt, Craig Blundell, der Chris Maitland am Schlagzeug ersetzt, wird als festes Bandmitglied aufgeführt.

Aufgenommen wurden die Stücke im November und Dezember 2017, produziert wurde das Album von Mitchell. Gemäss Mitchell liegt dem Album kein spezielles Konzept zugrunde. Sie haben einfach gespielt, worauf sie Lust hatten, frei von irgendwelchen Zwängen. Das Resultat sei aber stilistisch nicht weit von Picture entfernt. Radio Voltaire sei eine Ansammlung von Pop-Hits, an denen sie ein wenig rumexperimentiert und rumgebastelt hätten.

Überraschungen erleben wir keine auf Radio Voltaire. Berücksichtigt man die Tatsache, dass Mitchell eigentlich ein Lonely Robot-Album machen wollte und nun offenbar das Gros der Titel beisteuerte, dann hat man hier tatsächlich am ehesten ein weiteres Lonely Robot-Album vorliegen. Natürlich erkennt man auch Kino wieder, allein: Kino ist Lonely Robot ist Mitchell.

Auf Radio Voltaire steht die oft verzerrte und hart riffende Gitarre im Vordergrund, auch der Bass hat seine Momente, die Keyboards sind bis auf einige Farbtupfer hie und da eher Beigemüse. Kompositorisch liefert man solide Ware ab, kommt aber an das Debütalbum nach meinem Dafürhalten nicht heran. Dort war man etwas innovativer, was Melodieführung und Harmonien anbelangte. Zudem haute Mitchell dort einige wirklich tolle Soli raus, was ihm hier weniger überzeugend gelingt.

Insgesamt ist Radio Voltaire eine logische Fortsetzung der letzten Mitchell-Alben. Dass man das Album aufnahm, weil es halt irgendwie mal wieder Zeit für ein Kino-Album war, und dass die Stücke nicht organisch gewachsen, sondern in relativ kurzer Zeit komponiert worden sind, hört man dem Album irgendwie an. Nett, aber auch nicht mehr.

Anspieltipp(s): I Won`t Break So Easily Anymore
Vergleichbar mit: Lonely Robot, It Bites
Veröffentlicht am: 16.3.2018
Letzte Änderung: 15.3.2018
Wertung: 8/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Picture 9.67 3
2005 Cutting Room Floor - 1

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