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Irmler/Oesterhelt

Formen

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: instrumental; Krautrock; Moderne Klassik
Label: Klangbad
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Hans-Joachim Irmler Orgel, Analog Synthesizer
Carl Friedrich Oesterhelt Piano, Analog-Synthesizer, Hammond-Orgel, Wurlitzer E-Piano, Schlagwerk
Jörg Widmoser Violine
Winfried Zrenner Violine
Andreas Höricht Viola
Jost-H. Hecker Violoncello
Stefan Schreiber Klarinette, Saxophon
Salewski Schlagwerk, Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Randbemerkung über das Zählen Nr. 1 2:27
2. Ethiopian Suite 17:44
3. Randbemerkung über das Zählen Nr. 2 2:39
4. Endenich 3:01
5. Persian Suite 13:46
6. 29 12:47
7. Deutsche Romantik 3:53
8. Tristesse d'ete 2:01
9. Arcueil 4:49
10. Impression, soleil levant 2:00
11. Traunkirchen 4:48
12. Watercolour 8:49
Gesamtlaufzeit78:44


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Formen. erschien 2016 als erste Zusammenarbeit des Faust-Elektronikers Hans-Joachim Irmler mit dem Münchner Komponisten Carl Friedrich Oesterhelt. Beide tragen hauptsächlich Tasteninstrumente bei, unterstützt werden sie dazu vom Modern String Quartet, einem Holzbläser und einem Schlagwerker. Schlagwerker, nicht Schlagzeuger, denn der Herr, der sich hier schlicht Salewski nennt, spielt meist nicht das in der Rockmusik übliche Schlagzeug, sondern eher die orchestralen Schlaginstrumente.

Entsprechend der „unrockigen“ Instrumentierung hat auch die Musik über weite Strecken nicht viel mit dem zu tun, was man üblicherweise unter Rockmusik, auch unter progressiver Rockmusik versteht. Denn ebenso wie der Nachfolger Die Gesänge des Maldoror sind diese Klänge in den Gefilden der Klassik angesiedelt. Nicht etwa jedoch der übliche spätromantische Orchesterbombast, sondern hier werden modernere Töne angeschlagen. Sprich, ein gewisses Faible für Neue Musik sollte man mitbringen, um Formen zu goutieren, auch wenn die Musik nicht völlig fern von dem ist, was man landläufig als melodische Struktur beschreibt.

Die Streicher kratzen jedenfalls schon gerne mal im kräftigen Stakkato oder mäandern in eigenartig verqueren Linien umher, das Klavier wird oft perkussiv eingesetzt. Wenn dann noch die Klarinette dazu erklingt, könnte man bisweilen glatt an Univers Zéro denken - bis Irmler in die Tasten der Orgel haut und selbiger krautig-versponnene Klangschleifen entlockt, denen manchmal noch mittels Verzerrer ein dreckig-aggressiver Touch verliehen wird. Also doch zumindest ab und an eine rockige Komponente!

Gelegentlich sind Irmler und Oesterhelt auch ohne die Streicher in Aktion, wie in dem Stück mit dem eigenartigen Titel 29. Darin wechseln sich krautige Klangschleifen der Orgel, die etwas an eine kantigere Version der „Kosmischen Musik“ erinnern, mit wildem Gehämmere auf Klavier und Schlagwerk ab. Krass. Was man als Zusammenfassung auch für das ganze Album stehenlassen könnte, das sich kantig, kompromisslos, aber dennoch nicht völlig unnahbar zeigt. Starke Musik für Grenzgänger zwischen moderner Klassik und Krautrock.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.2.2018
Letzte Änderung: 4.2.2018
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Irmler/Oesterhelt

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2017 Die Gesänge des Maldoror 11.00 1

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