SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
21.5.2018
M.A.L. - My Sixteen Little Planets
Alan Simon - Big Bang
20.5.2018
cosmic ground - cosmic ground IV
Tyndall - Durch die Zeiten
19.5.2018
Senogul - III
Tyndall - Reflexionen
Cracked Machine - I, Cosmonaut
Eldberg - Eldberg
Frequency Drift - Letters To Maro
18.5.2018
Laura Meade - Remedium
art of illusion - Cold War Of Solipsism
17.5.2018
Kai Rüffer Fractal Band - I
Mata - Atam
Spock's Beard - Noise Floor
16.5.2018
Dennis Young - Synthesis
The Fierce and The Dead - The Euphoric
Anna von Hausswolff - Dead Magic
15.5.2018
Enob - La Fosse Aux Débiles
ARCHIV
STATISTIK
24635 Rezensionen zu 16856 Alben von 6563 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

The Infinite Trip

Trips Volume 1

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018 (Das Beste aus den Alben Brain Blossom und All Aboard the Mothership)
Besonderheiten/Stil: Psychedelic; Spacerock
Label: Clostridium Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Peter Coultas
Jules

Tracklist

Disc 1
1. Enigma Vibration 7.43
2. Who is it? 7.45
3. Children of Infinity 7.56
4. The Mothership 8.10
5. The Illustrated Man 8.14
6. Brain Blossom 8.06
7. Tomorrow's World 8.33
8. Quarters of the Moon 8.31
9. Freedom Above All 8.50
Gesamtlaufzeit73:48


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das britische Projekt The Infinite Trip begann langsam Gestalt anzunehmen, als Anfang der 60er Jahre (des zwanzigsten Jahrhunderts) zwei Schulfreunde beschlossen gemeinsam Musik zu machen. Wahrscheinlich hieß das Projekt damals noch nicht The Infinite Trip, weil das Psychedelische noch nicht erfunden war. Im Laufe der Zeit ließen sich die beiden von vielen Arten der psychedelischen Musik begeistern. Und später noch von Krautrock, Progrock und Space Rock. Auch den aktuellsten Einflüssen wie Stoner Rock, Space Dub und Psybient möchte sich das Duo nicht verschließen.

Seitdem befinden sich die beiden auf einem scheinbar ewigen psychedelischen Trip, der für sie die Beschäftigung mit den Themen wie die Natur und die menschliche Psyche in ihrer ganzen Vielfalt bedeutet. Dazu gehören auch die moderne Psychologie sowie die Kreationen des menschlichen Geistes, die von ihm generierten Träume, Mythen und Legenden.

The Infinite Trip agiert aktuell unter der Leitung von Peter Coultas. Sein Bandkollege wird in der Öffentlichkeit des Internets nur Jules genannt, ohne einen echten, oder erfundenen Familiennamen dazu. Wer von den beiden was spielt wird nirgends angegeben.

Aber es werden auf jeden Fall die dünnen und die bassigen Gitarrensaiten gezupft, es wird auf dem Schlagzeug getrommelt und es wird dem Gesangsmikrofon der etwas launische Sprechgesang zugeführt. Und selbstverständlich wird alles, was nur geht bei The Infinite Trip möglichst psychedelisch und mit viel Studio-Hall arrangiert. Mellotronstreicher gibt es leider selten zu hören, am schönsten in „The Illustrated Man“.

Wiederholt stimmt eine elektrische Gitarre ein längeres, das Gebotene in Richtung Space-Jams führendes Solo ein. Die ebenfalls vorhandenen Solos, oder Melodielinien seitens einer elektronischen Orgel (oder einer gesampelten Version davon) und von einem Synthesizer (oder einer gesampelten Version davon) fallen in der Regel kürzer aus. Gelegentlich ertönen seltsame Stimmen wie aus der Ferne, oder die geheimnisvollen, wortlosen Gesänge verlangen kurz nach Aufmerksamkeit.

In den psychedelischen Kompositionen scheinen die Texte ziemlich lang (und ziemlich gehaltvoll) zu sein, soweit man das ohne die schriftliche Form der Songtexte beurteilen kann. Der charakteristische Sprechgesang nimmt nach meinem Eindruck die meiste Zeit in Anspruch, beziehungsweise er führt durch die verträumt, nachdenklich, etwas monoton (oder vielleicht nur leicht bekifft) wirkenden Songs. Deshalb mein Eindruck, dass man der geliebten psychedelischen Musik die Elemente von Singer-/Songwritertum und Neokrautrock beigemengt hat. Als würden Pink Floyd auf Nick Cave treffen. Einiges an der Melodieführung von „Children of Infinity“ erinnert schon mal an „Set the controls for the heart of the sun“ von Pink Floyd.

Aber es gibt natürlich auch ein wenig Abwechslung, nicht zuletzt rhythmischer Art, für diejenigen, die so etwas brauchen. Statt bedächtig, trancig oder schleppend gibt sich die Rhythmussektion in „Tomorrow’s World“ und „Who is it?“ auch mal ziemlich groovend. An „Brain Blossom“ fallen mir vor allem die zahlreichen Rhythmuswechsel auf. Mitunter werden auf klangmalerische Art elektronisch eingefärbte Instrumentalpassagen geboten, allerdings meistens von der unermüdlichen Rhythmussektion begleitet.

Zunächst erschien mir diese Zusammenstellung etwas zu eintönig, aber mit der Zeit konnte ich viele Feinheiten darin entdecken. Und das sogar ganz ohne die Substanzen, die angeblich die Wahrnehmung von psychedelischer Musik erleichtern.

„Trips Volume 1“ ist eine von dem Label Clostridium Records veröffentlichte Zusammenstellung der Stücke aus den Alben „Brain Blossom“ (2017) und „All Aboard the Mothership“ (2016). Wer spacigen Neokrautrock, oder krautig-psychedelischen Spacerock mag, der sollte dem Scheibchen mal eine Chance geben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.2.2018
Letzte Änderung: 6.2.2018
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum