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Dark Radish

Dark Radish

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (EP)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Jazz; Postrock; RIO / Avant
Label: atypeek music
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Manuel Adnot 8 string guitar
Joachim Florent upright bass
Yann Joussein drums

Tracklist

Disc 1
1. 7 Colossus 6.23
2. Touareg 2.55
3. Shanks 4.10
4. White Lily 6.08
5. Eikan do 3.48
Gesamtlaufzeit23:24


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das Trio Dark Radish (zu Deutsch: finsteres Radieschen) besteht aus den Mitgliedern von April Fishes, Sidony Box, Jean Louis, Bribes 4 und Coax Collective. Die sind wahrscheinlich nur den wenigsten bekannt, selbst wenn Jean Louis und April Fishes auf unseren wunderschönen Seiten zu finden sind. Es handelt sich bei den oben genannten vorwiegend um Avant-Prog- und experimentelle Jazz-Projekte. Die Musik des Finsteren Radieschens sehe ich ganz zufällig auch irgendwo dazwischen.

Yann Joussein (Schlagzeug), Joachim Florent (Kontrabass) und Manuel Adnot (achtsaitige Gitarre) sind der Ansicht, Dark Radish spielt eine Verschmelzung von freier Musik und Postrock.

Im ersten Teil des die Debüt-EP eröffnenden Stückes „7 Colossus“ wird der verständnisvolle Musikfreund einer orgiastisch-anarchistischen Trio-Performance ausgesetzt, in der die tief dröhnenden, vermutlich vom Bass stammenden Klänge am eindringlichsten rüberkommen. Im ersten Teil trifft also die freie Musik auf entfesselten Avant-Prog, um dann im zweiten Teil den eher traditionellen Klängen der groovenden Kontrabass/Schlagzeug-Rhythmussektion und der postrockig-jazzig flirrenden Gitarre zu weichen.

„Touareg“ schöpft aus den rhythmischen und melodischen Strukturen der afrikanischen Musik. Die dichten, zunächst von Gitarre und Bass unisono gespielten Avant-Prog-Motive stehen in „Shanks“ neben freien und dennoch diszipliniert anmutenden Improvisationen. Das balladesk-epische „White Lily“ präsentiert die zwischen jazzig und postrockig wechselnde Gitarre und den vielseitig eingesetzten Kontrabass, der mal gestrichen Melodielinien beiträgt, mal die Solos beisteuern darf. In „Eikan do“ treffen entspannt-melancholische Postrock-Stimmungen auf jazzige Akzente.

Wer eine eher seltene Mischung aus Avant-Prog, Postrock und Jazz hören will, der möge sich der Debüt-EP von Dark Radish zuwenden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.2.2018
Letzte Änderung: 6.2.2018
Wertung: 10/15

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