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Sunswitch

Totality

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Postrock; Progmetal; Psychedelic; Spacerock; sonstiges
Label: stickman records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Kristoffer Lo tuba
Trond Frønes bass
Tomas Järmyr drums

Tracklist

Disc 1
1. No Gold In Aqaba 22.39
2. The Cleansing of Summer Rain 14.21
Gesamtlaufzeit37:00


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Sunswitch nennt sich ein Trio aus Trondheim, Norwegen. Bei der Gelegenheit erfahren wir, dass Trondheim kalt, finster und klein ist und der ebenso finsteren Musik des Trios als die wichtigste Inspiration diente. Der Schlagzeuger Tomas Järmyr spielt neulich auch bei Motorpsycho mit.

Die ungewohnte, aus Bass, Schlagzeug und Tuba (!) bestehende Besetzung lässt Hoffnungen auf eine sehr experimentelle Musik aufkommen. Diese gibt es dann durchaus, wenn auch weniger im Aufbau der Stücke, als in den ungewohnten Arrangements. Allerdings hätte ich mehr erkennbare Beiträge seitens eines Tubas noch optimaler gefunden.

Dieses Instrument könnte vielleicht auch als die Klangquelle für einige schwer identifizierbare, weil elektronisch verfremdete Sounds dienen. In den beiden Longtracks gibt es nämlich einige, melodisch orientierte und gleichzeitig schwer identifizierbare Klänge zu hören, die sich zusammen mit der Rhythmustruppe einige spacige Jams liefern. Es gibt also nicht nur die Versuche, Heavy Doom mit Ambient Soundscapes zu vereinigen, sondern auch wirklich temperamentvoll abgehende Jam-Passagen auf die Ohren. Auch die Stilbezeichnungen Postrock und Sludge werden im Bezug auf Sunswitch genannt.

„The Cleansing of Summer Rain“ bietet zu den schweren Bassriffs und dem begleitenden Schlagzeug die Töne von einem Blasinstrument, wie nicht von dieser Welt. Noch ein wenig mehr von dieser Tuba aus der Hölle wäre noch ein Stück unheimlicher. Trondheim, du erscheinst mir immer interessanter, was das hier dein Soundtrack sein soll!

Der offene und verständnisvolle Hörer darf sich also auf zwei nicht gerade leicht zugängliche und lange Instrumentals gefasst machen, die nicht zuletzt die Klänge der Bassgitarre zur Geltung kommen lassen. Die Bassgitarre ist das erste Instrument, das wir auf „Totality“ in einem Intro hören. Und um die Bassgitarre scheint sich sehr vieles auf dem Album zu drehen. Sie steuert die Riffs zwischen schwebend und brachial bei, sie stimmt die repetitiven Bassfiguren an und sorgt für die oft improvisiert wirkenden Soloparts. Und sie dient auch als das Fundament und die Orientierung für die Einsätze anderer Instrumente.

Wer also Lust auf zwei finstere Heavy Doom-, Spacerock-Jam- und Soundscapes-Brocken hat, der sollte „Totality“ besitzen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.2.2018
Letzte Änderung: 12.2.2018
Wertung: 10/15

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