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Nem-Q

Fault Lines (Subduction Zone)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016 (EP, später auf dem "Fault Lines"-Album wiederveröffentlicht)
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Progmetal
Label: RVPrecords
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Paul Sieben Gesang, Gitarre
Mark Reijven Gitarre
Dennis Renders Keyboards, Gesang
Maarten Meeuws Bass
Twan Bakker Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Inner Struggle 6:21
2. Shooting Stars 4:58
3. Vanity 7:02
4. Desaturate 2:26
Gesamtlaufzeit20:47


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Wie bereits von Kollege Marc zu "Fault Lines" ausgeführt, haben Nem-Q ihr entsprechend benanntes Album aus zwei EP-Hälften zusammengesetzt. "Subduction Zone", übrigens schon Ende 2016 veröffentlicht, war die erste davon, und da mir das komplette Werk nicht vorliegt, sondern eben lediglich diese EP, eröffnet das mal wieder die Frage: Wie wirkt diese Hälfte denn so für sich genommen? Weckt "Subduction Zone" in mir das Verlangen, auch noch "Terranes" zu hören? Oder merkt man hier, dass noch etwas fehlt?

Schauen wir mal: "Inner Struggle" beginnt vergleichsweise hart und rockig, mit trocken produzierten Widerhaken-Riffs und Orgelbegleitung, aber auch mit Groove drunter. Der Gesang macht unterdessen erst unkonventionelle Pausen, geriert sich in der Strophe dann aber konsequenter. Auf einen Refrain scheint man zu verzichten, stattdessen gibt's erst mal eine ruhigere Passage mit Spieldosen-Sounds und Mellotron-Flöten, wobei allerdings die Harmonien aus der Strophe weitergeführt werden. Danach kehren Hauptriff und Gesang in variierter Form zurück, und zum Ende wird die zu etwas langsamerem Riffing schwerer, härter und stimmungsvoller. Hingegen ist "Shooting Stars" mit A-Gitarre, kreiselnden Keyboards, Klavierbegleitung und Streichern wesentlich leichter ausgefallen, und die melancholische Stimmung sowie der durchaus engagierte, hier klar im Mittelpunkt stehende Gesang wären natürlich Punkte für die auch von Marc benannten Steven -Wilson-Referenzen.

"Vanity" wiederum als längstes Stück der EP schunkelt erst mal zu einem leicht nervösen 6/8-Riff, das trotzdem eher aggressive Schlagzeug und harmonische Ambiguitäten sind aber spannend. Das war aber wohl nur ein Vorspiel, denn Strophe und Gesang steuern alsbald auf einen eher lau beginnenden, sich dann aber interessant entwickelnden und mit Chorgesang in Szene gesetzten Refrain zu. Ein anschließender Instrumentalpart mit außergewöhnlicher Dynamik fällt leider etwas zu kurz aus, danach führen Nem-Q die aus Strophe und Refrain bekannten Melodien in einem mittelschweren Arrangement fort. Bis zum Ende kommt allerdings nix neues mehr, als Ausklang gibt's dann den Refrain noch einmal in einer Fassung mit ausschließlicher Streicher-Begleitung. "Desaturat" schließlich bildet als Instrumental den Abschluss der EP und zehrt von rhythmisch wendungsreichen Läufen auf der Klargitarre, kratzigen Mellotron-Streichern und hinreichender Variation in der Mitte durch Klavier und pulsierende Soundeffekte. Ganz nett, aber an sich auch eher ein Zwischen- als ein Endstück.

Man ahnt also, dass es nach "Desaturate" eigentlich noch weitergehen sollte, und alleine das dürfte die Motivation sein, sich auch noch nach "Terranes" umzusehen. Bis hierhin hat man von Nem-Q vergleichsweise abwechslungsreichen modernen Rock mit ein paar Verweisen auf Alternative-Progmetal, Neoprog und New Artrock in gutklassiger Aufmachung zu hören bekommen, was insgesamt in Ordnung geht. Allerdings schmeicheln Nem-Q mit "Subduction Zone" unterm Strich aber wie so viele andere Bands auch wohl eher dem Ohr als dem Kopf des Hörers, denn kompositorisch hapert es leicht. Zu nennen wäre da neben dem eher simpel aufgebauten "Shooting Stars" die Tatsache, dass "Inner Struggle" aus seiner Energie nichts macht und hinten raus ohne angesteuerten Höhepunkt ziellos wirkt. Und auch "Vanity" hat sich nach etwas mehr als der Hälfte weitestgehend auserzählt - in dieser Hinsicht wirken die genannten Songs ein bisschen wie leere Versprechungen. Na ja, ganz so arg ist "Subduction Zone" insgesamt ja nicht ausgefallen. Eine gewisse Durchschnittlichkeit ist aber hörbar.

Anspieltipp(s): Inner Struggle
Vergleichbar mit: den normaleren Momenten von Pain Of Salvation und eben Steven Wilson
Veröffentlicht am: 23.2.2018
Letzte Änderung: 23.2.2018
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nem-Q

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 301.81 9.00 1
2017 Fault Lines 9.00 1

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