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Tyndall

Traumland

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1981 (CD-Reissue 2018, bureau b)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock
Label: Sky Records
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jürgen Krehan Synthesizers, Electronics, Organ, E-Piano
Rudolf Langer Synthesizers, Electronics, Organ, E-Piano

Tracklist

Disc 1
1. Traumland 5:31
2. Unterwegs 5:22
3. Springsteine 6:46
4. Irgendwann 3:45
5. Kreislauvia 4:46
6. Erdbeerkristalle 3:45
7. Echowellen 4:32
8. Milchsee 4:02
Gesamtlaufzeit38:29


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Tyndall zum Zweiten. Man kann sicher nicht behaupten, dass auf dem 1981 erschienenen "Traumland" furchtbar andere Musik als auf dem Erstling des Duos zu finden ist. Gab es auf "Sonnenlicht" impressionistische Klangbetrachtungen über das Wetter zu hören, entführen uns Jürgen Krehan und Rudolf Langer nun in verschiedene surrealer Träume.

Dazu setzten die beiden Wahlberliner im Grunde dasselbe Instrumentarium wie auf ihrem Erstling ein. Etwas dichter gepackt sind die Soundschichten allerdings, und Sequenzer und CR-78 Drumcomputer kommen häufiger zum Einsatz. Ansonsten gibt es durchaus ähnliche Klangbilder zu hören, die wieder eher an die Düsseldorfer Elektronikschule erinnern (z.B. an die zeitgleich erschienen Duo-Werke eines Dieter Moebius), als an die kosmisch-ausladenden Exkursionen die man ansonsten mit Berliner Elektronik assoziiert.

Ein paar mehr Ecken und Kanten sind auf "Traumland" auch auszumachen, diverse geräuschhafte Einlagen, Stellen mit kargen Repetitionen, leicht nervöse Tonmuster, und Momente eher freien Tonbastelns (man höre z.B. "Echowellen"). Trotzdem ist der Charakter des Gebotenen eher ein fröhlicher oder gutgelaunter, gleitet die Musik meist doch recht melodisch, munter und entspannt dahin.

Alles in allem geben sich Tyndall auf "Traumland" etwas moderner und experimentierfreudiger, zudem auch abwechslungsreicher, was die Auswahl der verwendeten Klangfarben anbelangt. Ein gewisser dilettantisch-verspielter, aber sehr sympathischer DIY-Charme hängt dem Ganzen aber immer noch an. Wer krautige Elektronik schätzt, und keine Aversionen gegen primitive Rhythmusmuster und eine gewisse Früh-80er-Atmosphäre hat, der sollte hier auf jeden Fall einmal reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.2.2018
Letzte Änderung: 26.2.2018
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Die zweite Veröffentlichung des Duos aus Rudolf Langer und Jürgen Krehan bewegt sich musikalisch in ganz ähnlichen Gefilden wie das Debüt, dennoch hat sich die stilistische Feinjustierung etwas verändert.

Der Einfluss der Klänge aus dem Weserbergland tritt auf Traumland noch deutlicher hervor, was auch am verstärkten Einsatz der Rhythmusmaschine liegt, während die Sequenzen etwas zurücktreten. Und wo sie doch noch prominenter eingesetzt werden (etwa Springsteine oder Irgendwann - schon die Titel der Stücke erinnern an Cluster), entstehen wunderbare Kombinationen aus Berliner Elektronik und den verspielt-idyllischen Klangskizzen aus dem Hause Moebius/Roedelius.

Dieser verspielte Charakter der Musik ist auch sonst geblieben, wobei diese bisweilen auch mal ins Burleske abdriften kann (Unterwegs). Die Stücke sind dabei noch kürzer geworden, die übliche Länge einer Single wird kaum noch überschritten. Aber auch in kurzen Laufzeiten bringt das Duo mittels originell eingesetzter Klangfarben einiges an Abwechslung.

Insgesamt gefällt mir Traumland noch etwas mehr als das Debüt. Liebhaber elektronischer Musik kommen hiermit voll auf ihrer Kosten, die Ausstattung der CD-Ausgabe ist, wie immer bei Reissues von Bureau B, hochwertig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.3.2018
Letzte Änderung: 17.3.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tyndall

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1980 Sonnenlicht 10.00 2

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