SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
15.8.2018
Fabio Frizzi - Manhattan Baby
Goad - Landor
14.8.2018
The Muffins - Secret Signals 2
Node - Node Live
Anubis - Different Stories
13.8.2018
Visitor 2035 - Visitor 2035
12.8.2018
Thunkfish - Renegades
11.8.2018
Malady - Toinen toista
Douze Alfonso - Under
The Muffins - Secret Signals 1
Eugen Mihăescu - Guitaromania Part Two
10.8.2018
Influence X - Quantum Reality
Arena - Double Vision
Gargle - Wading in Shallow Waters
Time Collider - Travel Conspiracy
Michael Romeo - War of the Worlds, Part I
9.8.2018
Ring Van Möbius - Past The Evening Sun
8.8.2018
Gazpacho - Soyuz
ARCHIV
STATISTIK
24837 Rezensionen zu 17012 Alben von 6632 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Colin Edwin/Robert Jürjendal

Another World

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Jazzrock / Fusion; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: Hard World
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Robert Jürjendal Gretch,U8 Touch Guitar,Ebow,Roland Vg8
Colin Edwin Fretted and fretless Basses,Ebow,Programming

Gastmusiker

Ian Dixon Trumpet and FX tracks on 1,3,5,6,8,9
Isak Nygaard Electronic Programming,sampling,keyboards on 1,5,9

Tracklist

Disc 1
1. Blue Mint 5.21
2. Sancho Panza 3.58
3. Memories of Sand 4.54
4. Another World 5.23
5. Hybrid Horizons 6.07
6. Frozen Fields 6.00
7. Dance of Kaia (Earth) 6.18
8. Tightrope Walk 6.39
9. My Island 8.19
Gesamtlaufzeit52:59


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der estnische Gitarrist Robert Jürjendal studierte klassische Gitarre und Komposition in Tallinn und ist seit 30 Jahren künstlerisch aktiv.

Eine der möglicherweise prägendsten Stationen seiner Laufbahn war die Teilnahme an Robert Fripps Guitar Craft-Seminaren zwischen 1992 und 1997. Darauf könnte unter anderem die Tatsache hindeuten, dass sein Soloalbum Source of Joy bei dem Label Unsung Records erschienen ist, das bekanntlich einige Musiker aus dem King Crimson-Umfeld betreut. Was wiederum Rückschlüsse von dem Label auf die dort veröffentlichte Musik ermöglicht. Die musikalischen Interessen von Jürjendal reichen von elektronischen Soundscapes und Minimal Music, über Klassik, Progressive Rock, Ambient Jazz, bis hin zur Kirchenmusik.

Der Bassist Colin Edwin ist einigen Artrock-Fans vor allem als ehemaliges Mitglied von Porcupine Tree bekannt. Den Freunden von experimentellem Prog ist er in den letzten Jahren dagegen durch seine Mitarbeit an Projekten wie O.R.k., Obake und Metallic Taste of Blood aufgefallen.

Selbst wenn es ein wenig paradox klingt: für ihr erstes Album als Duo Edwin/Jürjendal haben die beiden Projektchefs den australischen Trompeter Ian Dixon verpflichten können, der auf sechs von neun Tracks das Klangbild wesentlich mitprägt und das eigentliche Duo-Projekt damit zum Trio macht.

Das eröffnende „Blue Mint“ deutet nicht nur die stilistische Ausrichtung einiger Stücke des Albums an, sondern offenbart auch noch eine beachtliche Ähnlichkeit mit den entspannt-sphärischen Ethno-Jazz-Ambient-Kreationen von Jon Hassell, der schon mal eine vergleichbar klingende Trompete wie Ian Dixon spielt. Die Bassgitarre von Colin Edwin groovt hier derart eindringlich – wenn sie nicht gerade die melodischen Linien anstimmt – dass die Aufnahme mitunter wie leicht übersteuert wirken kann. Die lyrisch-melodische Gitarre von Robert Jürgendal vervollständigt das Klangbild.

In den drei unter der Beteiligung von Isak Nygaard entstandenen Instrumentals gibt es zahlreiche elektronische Effekte, die wohl erst unter dem Kopfhörer ihre volle Wirkung entfalten. Natürlich steckt so ein Album voller elektronischer Effekte, die die Frage nach ihrem Ursprung aufkommen lassen. Wie zum Beispiel die geheimnisvolle Klangquelle, die in „Sancho Panza“ unisono mit der Gitarre spielt.

Stücke wie „Memories of Sand“ und „Another World“, die mit scheinbar durch Fripp beeinflussten Gitarre und einer lässig groovenden Rhythmustruppe aufwarten, offenbaren gleichermaßen Anklänge an jazzig angehauchten Postrock, wie an den funkigen Modern Prog aus dem King Crimson-Umfeld.

Auf „Another World“ wird zwar nicht unbedingt musikalisches Neuland entdeckt, auf der anderen Seite gibt es bisher wohl nicht allzu viele Alben, die Elemente von Ambient, Jazz, Modern Prog und Weltmusik auf überzeugende Weise miteinander verbinden. „Another World“ gehört meines Erachtens zu der überzeugenden Sorte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.3.2018
Letzte Änderung: 12.3.2018
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum