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La Dottrina degli Opposti

Arrivederci sogni

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Fading Records (AltrOck)
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Andrea Lotti Klavier, Keyboards, Gitarre, Mandoline, Akkordeon

Gastmusiker

Frenacesco Ciapica Gesang
Gabriele Guidi Colombo Bass
Paolo Tixi Schlagzeug
Marianna Brondello Violine
Yulia Verbistkaya Violine
Caterina Alifredi Violine
Manuela Morreale Viola
Chiara do Benedetto Cello
Giorgio Boffa Kontrabass
Nadia Khreiwesh Flöte
Luisella Cravero Klarinette
Luca Tarantino Oboe
Michele Danzi Fagott
Marco di Giuseppe Kontra-Altsaxophon
Giuseppe Notabella Trompete
Michele Verra Trompete
Lorenzo Reina Posaune
Filippo Ruà Tuba
Andrea Ternavasio Horn
Valeria Delmastro Harfe
Luca Viotto Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Dove Dio dipinge le Nuvole 3:29
2. Nero, grigio e tu 9:10
3. Equilibrio 2:31
4. Sulla Via del Ritorno 5:42
5. La Riconquista della Posizione Eretta 5:22
6. Quiete 2:36
7. Fra le Dita 11:09
Gesamtlaufzeit39:59


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


La Dottrina degli Opposti (deutsch etwa „Die Lehre von den Gegensätzen“) - ein solcher Name kann doch nur zu einer Retroprog-Band gehören!? Nicht ganz korrekt, genauer gesagt: nur zu 50% korrekt. Na, das mit dem Retroprog stimmt natürlich. Allerdings handelt es sich bei La Dottrina degli Opposti nicht um eine Band, sondern um ein Soloprojekt des Genueser Musikers Andrea Lotti. Dieser gehörte dereinst zur Gründungsbesetzung von La Coscienza di Zeno, war aber schon auf deren zweitem Album nicht mehr dabei.

Im Frühjahr 2018 erschien nun also sein Solodebüt Arrivederci sogni beim Mailänder Label AltrOck bzw. dessen Sublabel Fading Records, das für die Retro-Schiene zuständig ist. Andrea Lotti spielt darauf diverse Tasteninstrumente vornehmlich analoger Art (meist Klavier), Gitarre, Mandoline und Akkordeon, hat außerdem alles komponiert. Dazu kommen fast zwei Dutzend Gastmusiker, hauptsächlich an klassischen Instrumenten: Streicher, Holz- und Blechbläser, aber auch GItarre, Bass und Schlagzeug, sowie ein Sänger (Francesco di Ciapica von Il Tempio delle Clessidre).

Die Musik ist klar im schwelgerischen symphonischen Italoprog der 70er verwurzelt. Die Fokussierung auf die klassischen Instrumente erzeugt freilich ein ganz eigenes Klangbild, das deutlich von romantisierenden Klassikelementen geprägt ist. Erfreulicherweise sind die Arrangements trotz der großen Anzahl von Musikern recht schlank gehalten, wirken luftig und leicht, manchmal geradezu pastellfarben, mit nur wenigen (und dezenten) Ausflügen in Gefilde symphonischen Bombasts. Rockige Elemente treten nur selten stärker hervor, etwa wenn die Gitarre mal zu einem kleinen Solo ansetzt und Andrea Lotti dazu die Synthies jaulen lässt.

Sänger Francesco di Ciapica hat die für italienischen Retroprog typische Stimme zwischen Herzensbrecher und Reibeisen, gelegentlich übertreibt er es allerdings ein wenig mit der Inbrunst; dann verfällt er in eine Theatralik, die die Musik gefährlich nahe an Italo-Pop-/Italo-Schlager-Gefilde führt; nur für Momente zwar, die reichen aber schon, um leichtes Zahnweh auszulösen. Geht aber schnell vorbei. Und schließlich gibt es nicht nur ausgedehnte instrumentale Passagen (besonders schön im abschließenden Fra le dita), sondern auch gänzlich instrumental gehaltene Stücke, in denen das Album folglich seine Höhepunkte erreicht; etwa das mal zarte, mal gemäßigt bombastische Sulla via del ritorno.

Arrividerci sogni ist eindeutig ein Album aus dem Bereich des Wohlfühl-Prog. An sich ist Musik mit einem derart hohen Wohlfühlfaktor nicht so mein Fall, dank der farbigen und dabei nie überladenen Arrangements und dem kompositorischen Geschick Andrea Lottis kann ich auch mal eine solche Überdosis Harmonieseligkeit goutieren.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.4.2018
Letzte Änderung: 10.4.2018
Wertung: 10/15

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