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The Aaron Clift Experiment

If All Goes Wrong

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: HardRock; Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream; RetroProg
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 7.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Aaron Clift vocals, keyboards
Devin North bass, electric guitar, fretless bass, upright bass
Tim Smith drums, percussion

Gastmusiker

Dave North electric guitar (1,6,9), acoustic guitar (1,9), guitar solo (1,6,8,9)
Van Wilks electric guitar (1)
Derek Halfmann electric guitar (2), guitar solo (2)
Dave Sebree guitar solo (3)
Fred Springer classical guitar (3)
Arielle electric guitar (4,5), backing vocals (4), guitar solo (4,5)
Kevin Chin electric guitar (7,8), guitar solo (7)
Jon Blangero mellotron (9)
Milo Hehmsoth piano (10)
Charles Anderson violin (3)
Lana Dziekonski viola (3)
Ellie Prager cello (3)

Tracklist

Disc 1
1. Faith 4.51
2. Last Crash 5.29
3. Absent Lovers 8.15
4. Better Off Before 3.08
5. Castle In The Sky 4.33
6. Savage In A Fancy Suit 4.43
7. Dream Within A Dream 7.58
8. Wild Hunters 2.52
9. If All Goes Wrong 5.34
10. Back To The Water (Bonus Track) 5.01
Gesamtlaufzeit52:24


Rezensionen


Von: Marc Colling @ (Rezension 1 von 2)


Das Trio aus Texas veröffentlicht seinen 3. Longplayer auf 10 Songs die zwischen Rock, Blues, Ballade, Boogie und manchmal Prog hin und her schweben. Manchmal Prog bedeutet das was es heisst, nämlich „manchmal Prog“. Ich musste mich wirklich anstrengen um ihn heraus zu hören. Gelungen ist es mir im Titeltrack IT ALL GOES WRONG oder in ABSENT LOVERS im Mittelteil. Reicht das für eine Besprechung bei den BBS? Nun, die Band ist bereits auf unseren Seiten vertreten was damit zusammen hängt, dass die Band sich selbst PR-mässig dem Prog zugeordnet fühlt.

Ich hab's oft versucht. Versucht, die positiven Aspekte hier zu entdecken. Die Musik besteht nämlich auch mal aus simpel rockigen 4/4 Taktern wie BETTER OFF BEFORE mit seinen nach Queen klingenden Gitarren oder fettem AOR mit Boogie wie in WILD HUNTERS. So was hab ich tausendmal gehört und tausendmal ist nichts passiert. Außer bei Status Quo, die konnten das.

In SAVAGE IN A FANCY SUIT ist es ganz schlimm, weil Aaron Clift denkt, sein Name wäre Chris Farlowe oder Joe Cocker. Bei Deep Purple oder Uriah Heep wäre so ein Track dezent im Mittelteil des Albums verschwunden. Ach ja, bei The Aaron Clift Experiment übrigens auch.....Gute Momente bietet streng genommen nur LAST CRASH mit seinen abgefahrenen Gitarrenläufen und seinem vorwärts treibenden Hardrock, sowie das mitreißende DREAM WITHIN A DREAM. Das hat Klasse.

Im Laufe der Spieldauer merkt man immer wieder, dass einzelne Passagen sehr vertraut nach Tracks aus den 70'ern in anderen Kleidern klingen. So höre ich mehrfach Gesangsmelodien aus „Jesus Christ Superstar“ sowie diverse nach den bereits genannten Queen, aber auch nach etlichen amerikanischen AOR-Bands wie REO Speedwagon klingende Kompositionen. Das ist so weit ganz ok, doch mir fehlen fast immer die unerwarteten Elemente, die den schwächeren Tracks das fehlende Salz gegeben hätten.

So bleibt mir am Ende des Albums ein fader Geschmack im Mund. Eigentlich kein misslungenes Album, aber leider mit einigen Füllern. Die besseren Songs sind wirklich gut, die schwächeren aber auch wirklich schwach.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.5.2018
Letzte Änderung: 11.5.2018
Wertung: 7/15
zwischen Himmel und Hölle

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 2 von 2)


Nein, alles ist auf "If All Goes Wrong" von The Aaron Clift Experiment nicht schiefgelaufen. Was in einem solchen Fall hätte eintreten sollen, werden wir anhand dieses Albums also wohl nicht erfahren. Aber mal der Reihe nach: Geboten wird eine relativ zugängliche Mischung aus Hardrock/AOR und eher leichten Prog-Anteilen, die sich zu ungefähr gleichen Teilen aus den Retro- und Neo-Spielarten speisen und kompositorisch nur selten aus dem Strophe-Bridge-Refrain ausbrechen. Alleine schon anhand dieser Zutatenliste lässt sich erkennen, dass "If All Goes Wrong" nicht unbedingt die Hardcore-Fraktion bedient, dafür aber eben in die mehr oder weniger selbe Kerbe haut wie in den letzten Jahren Bands wie Sons Of Apollo oder HeKz.

Andererseits ist diese Einsortierung aber auch nicht so ganz einfach, denn ein paar Sachen gibt's zu dieser Musik dann doch zu sagen. Auffällig ist zunächst mal der recht souveräne Gesang, der von der Stimmlage her entfernt an Michael Sadler erinnert (zumal auch einige nette Falsett-Momente drin sind), in seinen ruhigeren, "sprechenden" Momenten aber auch an Nick Beggs auf den The-Mute-Gods-Scheiben denken lässt. Damit ergeben sich einige doch recht gelungene eindringliche Momente, gerade auch beispielsweise in der abschließenden Klavierballade "Back To The Water". Das ist auf jeden Fall eine nette Zugabe zum ansonsten ziemlich gediegenen Grundsound aus Saiteninstrumenten, Schlagzeug und den sich überwiegend auf Orgel, Mellotron und begleitende Sphärenklänge beschränkenden Keyboard.

Zum anderen klingen ab und an bekannte Vorbilder an, die in diesem Rahmen vielleicht nicht unbedingt zu erwarten gewesen wären. So erinnert der Refrain von "Last Crash" an mainstreamigere Dream-Theater-Sachen wie "Build Me Up, Break Me Down", "Better Off Before" lässt mit seinem fröhlichen Klavierbeat natürlich - wie schon von Marc erwähnt - Queen anklingen, zumal in der Mitte auch an der Gitarre ein Brian-May-Imitat versucht wird. Angesichts des eher melancholischen Refrains könnte man hier aber auch an die Beatles oder gar an den "A Trick Of The Tail"-Titelsong denken. Queen sind dann nochmals entfernt angesichts des "We Will Rock You"-verdächtigen Stampfrhythmus' in "Savage In A Fancy Suit" zu erahnen, wobei diese Nummer überdies noch einen Uriah-Heep-artigen Instrumentalpart samt dem sattsam bekannten "Easy Livin'"-Beat und einem entsprechenden Hammond-Solo einschiebt.

Schwelgerischer ausgefallen ist wiederum "Absent Lovers", das in einigen Strophenmelodien verdächtig an Crimsos "Islands"-Titelsong erinnert (und hierbei davon profitiert, dass Aaron Clift stimmlich Boz Burrell doch einiges voraus hat). Umgekehrt komme ich aber nicht umhin, bei einigen instrumentalen Wendungen (nämlich diesen aus auf- und absteigenden Tonfolgen bestehenden Phrasen) an das "Pebbles Instrumental" von Ian Andersons "Thick As A Brick 2" zu denken. Daneben stellt "Absent Lovers" allerdings diese bedächtigen Momente neben tänzelnde Parts und überrascht außerdem dadurch, dass zwar einerseits die Strophen mit echten Streichern begleitet werden (siehe Gästeliste), im Outro dagegen aber das gute alte Mellotron diesen Zweck erfüllt. Ebenfalls auf der Retro-Seite zu finden ist "Castle In The Sky", dessen Intro aus hackiger Rhythmik und flächiger Orgel an an alte Gassenhauer der Marke "Yours Is No Disgrace" oder "Watcher Of The Skies" erinnert, später allerdings eher im Kielwasser von Presto Ballet fährt. Und noch mal Crimso: Der Titeltrack hat einen doch recht ähnlich mit Mellotron begleiteten Refrain wie damals jener von "In The Wake Of Poseidon".

Ein gewisses Potenzial wird auf "If All Goes Wrong" also auf jeden Fall demonstriert. Das Problem ist allerdings, dass die Musik auf diesem Album andererseits auch nur selten über dieses Niveau hinauskommt. Es wird meistens passabel und geradlinig gerockt, das aber zumeist auch vergleichsweise kühl und bieder, sodass die echten Höhepunkte fehlen. Was wie angedeutet auch an den Kompositionen liegt: Instrumentalpassagen und kurze B-Abschnitte, diese dann aber jeweils mit Verwantschaft zu Strophe oder Refrain und somit auch nur als kurze Überleitungen zu neuerlichen Durchläufen derselben, sind die einzigen nennenswerten Abwechslungen zu gängigen Songstrukturen. Immerhin: Viel verkehrt machen Aaron Clift und Kollegen eigentlich auch nicht, bis auf wenige rhythmische Ruckler und das eigentümliche Ende des Retroprog-Schwelgers "Dream Within A Dream", an dem bis zum Fadeout nur noch die Gitarre soliert, ist hier eigentlich alles ziemlich "sauber". Aber: Mehr als passabel wird die Musik eben in der Tat nicht.

Anspieltipp(s): Last Crash, Absent Lovers
Vergleichbar mit: Sons Of Apollo oder Presto Ballet mit Retro-Zitaten
Veröffentlicht am: 13.9.2018
Letzte Änderung: 13.9.2018
Wertung: 8/15
Was lehrt uns die Geschichte? Man muss es nicht nur nicht verkehrt machen, sondern optimalerweise eben auch noch gut.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Aaron Clift Experiment

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2015 Outer Light, Inner Darkness 10.00 2

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