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Strawberry Girls

American Graffiti

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Mathrock; Melodic Rock / AOR; Postrock; sonstiges
Label: Tragic Hero Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Zac Garren guitars
Ben Rosett drums
Ian Jennings basses

Gastmusiker

Joey Lancaster vocals on "Gospel"
Johnny O´Hagen vocals on "Buddha"
Sarah Glass vocals on "Volcano Worship"
Kurt Travis vocals on "Overrated"

Tracklist

Disc 1
1. American Graffiti 4:17
2. Violent Night 3:50
3. Spanish Bay 3:39
4. Egypt 3:51
5. Simon Vandetta 4:13
6. Gospel 6:35
7. Betelguese 5:34
8. Harby 1975 6:10
9. Buddha 6:33
10. Antiquation 4:08
11. South America Eclipse 4:22
12. Volcano Worship 5:17
13. Overrated 4:26
Gesamtlaufzeit62:55


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Strawberry Girls! Was´n das? Sowas wie die Spice Girls, nur mit Erdbeermund? Da stellt sich ja sofort eine Abwendungsmotivation ein!

„Machen wir mal was mit „Strawberry“, das geht immer!“

Ist das Prog, oder kann das weg? Tja, never judge a book by it´s cover - oder war das umgekehrt? Egal. Das Cover, eine Gouache-Zeichnung, vielleicht ist´s auch Polychromos, sieht schon mal ganz gut aus, nach Haight Ashbury, San Francisco, Summer of Love.

Nö, ganz anders! Die machen gar keinen Psychedelic. Keine Blumenkinder.

Scharf auf „etwas andere“ Musik?

„American Graffiti“ (vermutlich nach dem Film von George Lucas benannt, obwohl sich dafür keine Hinweise finden ließen - auch da geht´s nicht um Blumen, sondern um Rock ´n´ Roll) ist der Nachfolger von „French Ghetto“. Die Kalifornier, nicht aus SF, sondern aus dem 110 Meilen entfernten Salinas, verfolgen weiterhin ihr Konzept von Instrumentalmusik mit experimentellen Elementen irgendwo an der Schnittstelle zwischen gemäßigtem Post-Hardcore und Progressive Rock bei etwas gedrosseltem Tempo („French Ghetto“ ist ein Beat-Per-Minute-Monster), wobei auf vier Stücken wieder Gastsänger integriert werden, die diesmal neben Stimmen auch gelegentlich Texte beisteuern. Aber die sind wohl nicht so wichtig. Es geht streckenweise noch ziemlich rasant zur Sache (Spanish Bay, Simon Vandetta, Buddha). Die Girls spielen schnell in die Schnittstelle!

Der verkopfte Musikstil - als Pate wird auch Math-Rock genannt - versucht die Schnelligkeit und Härte des Hardcore mit ungewöhnlichen, ambientartigen Klangstrukturen zu verbinden; eine genaue musikalische Einordnung ist natürlich wieder mal schwierig, die einzelnen Stücke sind einigermaßen kohärent und bleiben dabei durchweg spannend (wenn auch der letzte Song als Vehikel für Gastsänger Kurt Travis da nicht mitspielt und als Popnummer ab- und rausfällt, Travis ist da echt overrated).

Durch plausible Melodien und harmonisch einfache Strukturen, die durch Variationen und im positiven Sinn aggressive Grooves aufgelockert werden, sind die Stücke sehr zugänglich und abwechslungsreich. Gleich beim ersten Track (American Graffiti) wird das deutlich: Die Erdbeermädchen stehen auf Melodie, sind aber auch evil und tough, mögen hartes Riffing mit variabler Rhythmik. Das Soundscaping wird definiert durch glasklare Gitarren mit verschiedenen Reverb- und Delayeffekten, druckvolle Bässe und eine explosive, präzise Schlagzeugarbeit mit vielen Breaks - der Drummer ist überdurchschnittlich präsent. Dabei ist das Instrumentarium so dicht arrangiert, dass sich das Fehlen von Keyboards nicht störend auswirkt - im Gegenteil, sie wären hier zu viel des Guten, die goldene Himbeere unter all den Erdbeeren.

Nein, Simon Vandetta ähnelt nicht Bill Wither´s Just the Two of Us, wie ein amerikanischer Kritiker vorschlägt, auch der Vergleich zu Isn´t She Lovely (Stevie Wonder) ist ziemlich weit hergeholt, den ganzen Weg aus Salinas, CA. Eine Ähnlichkeit, wenn man unbedingt will, währt ganze 25 Sekunden. Das reicht nicht für eine Plagiatsklage. Der Titel ist einer der neun hektisch/vertrackten Instrumentals, bei denen der Drummer von der Leine gelassen wird.

Die Instrumentalstücke auf diesem definitiven Reinhörtip ließen sich durch ihre mysteriöse Atmosphäre gut als Filmscores verwenden, zum Beispiel wären sie geeignet für die Vertonung ambivalenter Neo-Noir-Thriller, allerdings wohl weniger für straighte Epen wie „American Graffiti“.

Anspieltipp(s): Spanish Bay, American Graffiti, South American Eclipspe
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.5.2018
Letzte Änderung: 11.5.2018
Wertung: 11/15
Ohne den Rausschmeißer wären´s 12

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2017 Italian Ghosts 5.00 1

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