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Cavern Of Anti-Matter

Blood-Drums

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013 (CD-Reissue 2017, Duophonic)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock
Label: Grautag Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

The Visitation Roland SH5, MC4 MicroComposer, Systems 104 Sequencer, CR8000 Drum Machine, RS 505 String Machine
sound magic Guitars, Korg MS20, Korg Polysix, Time Modulator
CoA-M Bass, Arp Odyssey, Space Station, Flanger
Joe Dilworth Drums
Holger Zapf Technical Advisor, Sequencer (Track 12)

Tracklist

Disc 1
1. You're an art soul 4:41
2. Solar diamond 4:12
3. Invocation melodie in C 3:45
4. Hot electric insect 3:02
5. Irradiated dream mouth 2:19
6. Silver dust 2:25
7. Sound-Magic's death ray destroys the vortex and has union with infinity 3:50
8. Rotation and particle density in D 3:08
9. Blood-drums machine 3:47
10. Adventures in one octave 3:25
11. Movie' on static 3:27
12. Dystopian shopping mall 5:35
13. Strawberry dust 2:43
14. Acid death picnic 6:54
15. Kool boy narcosis 2:55
16. Lament for cement 4:17
Gesamtlaufzeit60:25


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Cavern of Anti-Matter hausen derzeit offenbar in Berlin, fanden 2012 zusammen, und sind ein Trio bestehend aus dem Elektronikbastler Holger Zapf und den beiden Engländer Tim Gane und Joe Dilworth. Letztere beiden waren vorher in der Indie-Pop-Formation Stereolab tätig. Indie-Pop gibt es auf dem Erstling von Cavern of Anti-Matter, dem 2013 erschienenen "Blood-Drums", allerdings keinen zu hören.

Tim Gane hat offenbar schon seit langem ein Faible für Elektronisches und Krautrock (was er auch schon in den Sound von Stereolab einbrachte). So hat er im Jahre 2014 z.B. für bureau b unter dem Titel "Sky Records" eine Kollektion mit Krautelektronik zusammen gestellt, die einstmals auf nämlichem deutschen Label veröffentlicht wurde. Dementsprechend widmen sich er und seine beiden Kollegen bei Cavern of Anti-Matter nun klanglich ganz ähnlich gelagerter Musik.

Das spartanisch aufgemachte CD-Reissue (ursprünglich erschien das Album ausschließlich als 2xLP mit dem oberen Cover; die CD-Version ziert das untere) ist nicht so genau zu entnehmen wer hier was spielt (bis auf Dilworth - der bedient das Schlagzeug ... so es denn eines zu hören gibt). Eine Trackliste gibt es auch nicht. Allerlei Elektronisches kommt aber aus den Boxen, meist rhythmisch gefügt, hektisch pulsierend bzw. vom Schlagwerk oder einer Rhythmusmaschine voran getrieben. Dazu kommen bisweilen verzerrte Sounds von einer E-Gitarre bzw. ein Bass. Offenbar hat Gane den Großteil der Klänge erzeugt, und verbirgt sich hinter The Visitation, sound magic und CoA-M. Zapf taucht dagegen nur als Technical Advisor auf (und als Sequencerbediener im 12. Track). Live ist man allerdings als Trio aufgetreten.

Elektronischen Retro-Krautrock im modernen Soundgewand gibt es auf "Blood-Drums" zu hören. Die auf dem Sky-Label in der zweiten Hälfte der 70er und Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts erschienene Musik ist da durchaus ein guter vergleichender Ansatzpunkt. Cluster und die Solo- bzw. Seitenprojekt-Produktionen von Dieter Moebius und Hans-Joachim Roedelius kommen dem Krautelektronikkenner in den Sinn, versehen allerdings mit mehr Rhythmus und Perkussion. Zumindest ist man ebenso farbig, verspielt und kurzweilig zu Gange wie die Cluster-Musiker; allerdings deutlich sperriger. Einiges hier klingt daher wie Heavy-Weserbergland (man höre z.B. "Irradiated dream mouth"). Ansonsten gibt es noch minimalistische Ausflüge ("Hot electric insect" sei als Beispiel genannt), oder Nummern, die eher an irgendwelche Filmmusik aus den späten 60ern gemahnen, so eine Art Beat-Elektronik mit Soundtrackcharakter darstellen, aber gleichzeitig tanzbar sind (man lausche einmal "Movin' on static"). Anderes gemahnt eher an Synth-Space-Pop, entspannt groovend ("Dystopian shopping mall"), oder deftiger voran treibend, wie z.B. in "Adventures in one octave" (das wie eine Haevy-Version von Magic Fly klingt). Bisweilen wird auch ganz frei, kosmisch-schwebend in Klang gemalt ("Solar diamond" und "Silver dust" seien als Beispiel genannt).

"Blood-Drums" ist alles in allem eine sehr unterhaltsame und meistenteils originelle Sammlung an retrolastiger Krautelektronik, die meistenteils sehr dynamisch, kantig und rhythmisch pulsierend aus den Boxen kommt. Erfrischend!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.5.2018
Letzte Änderung: 25.5.2018
Wertung: 11/15

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