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Cracked Machine

I, Cosmonaut

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018 (LP/CD (2017-Download))
Besonderheiten/Stil: Psychedelic; Spacerock
Label: PsyKa Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bill Denton guitar
Chris Sutton bass
Clive Noyes keys, vocals
Blazej Gradziel drums

Tracklist

Disc 1
1. Twin Suns Rising 7.13
2. New Vostok 6.57
3. Baikonur Cosmodrome 7.50
4. I,Cosmonaut 6.44
5. Svetlana 6.26
6. Transorbital 10.40
Gesamtlaufzeit45:50


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Cracked Machine nennt sich ein britisches Quartett, dessen Gründungsjahr mit 2015 angegeben wird. Ansonsten sind aber kaum Infos zu Cracked Machine aufzutreiben. Glaubt man dem Internet, wurde das Album mit dem Titel „I Cosmonaut“ bereits 2017 als Download veröffentlicht.

Im Jahr darauf hat das Karlsruher Label PsyKA Records das Album als eine Langspielplatte (wahlweise in schwarzem, oder in blauem Vinyl) und als CD veröffentlicht.

Mit der vielversprechenden Einladung „Come with us on a journey through time and space...“ darf man in die Musik eintauchen, die von der Plattenfirma als Space Rock und Heavy Psych bezeichnet wird.

Dabei fällt mir das originelle Artwork auf, das einen von einer Wiese aus startenden Astronauten zeigt. Das Ungewöhnliche daran ist, dass das Raumschiff aus einem scheinbar zufällig rausgesprengten Stück Felsen besteht, das nur mit einem runden Fenster ausgestattet ist und sonst keine technischen Einrichtungen aufweist. Der darin gefangene Astronaut (oder ist es vielleicht doch ein Kosmonaut?) scheint nicht unbedingt der menschlichen Rasse anzugehören.

So bizarr wie das Coverbild ist die Musik von Cracked Machine aber dann doch nicht. Vielmehr begibt sich das Quartett auf eine eher traditionsbewusst anmutende Reise durch bluesrockig-spacigen, psychedelisch eingefärbten Jam-Rock, bei dem die ausgedehnten Gitarrensolos von einer kompetenten Rhythmussektion begleitet werden und der Keyboarder meistens nur für ergänzende Farbtupfer, oder zarte Klangwolken sorgen darf.

In „Baikonur Cosmodrome“ soliert der Bassist zur Abwechslung mal lang und ausgiebig. Und überhaupt, nach dem Stück von Cracked Machine zu urteilen ist die Lage am Baikonur Cosmodrome doch ziemlich entspannt. Im ersten Teil von „Transorbital“ gibt man sich noch ein Stück verträumter und relaxter. Das ist wohl eher soft psych, als heavy psych.

In „I, Cosmonaut“, dem Stück, erklingt zu den Gitarrenriffs eine Art vom spacigen Sprechgesang. Ausgesprochen spacig sogar, weil sich der Sprechgesang in den Weiten des Weltalls zu verlieren scheint und eher wie ein begleitendes Instrument wirkt. Hier soliert mal nicht nur der Gitarrist, es kommt auch ein Synthesizer zu seinem Recht auf kurze Solos.

„I, Cosmonaut“ könnte stellenweise vielleicht etwas mehr Temperament vertragen. Aber wenn die künstlerische Eingebung nach entspannteren Klängen verlangt, dann muss ihr wohl gefolgt werden. Insgesamt aber eine nette Scheibe aus dem Bereich von ausgedehnten spacigen Jams und Space Rock-Exkursionen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.5.2018
Letzte Änderung: 20.5.2018
Wertung: 9/15

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