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Alan Simon

Big Bang

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: mit Orchester
Label: Cherry Red Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alan Simon flute,harmonica,percussions,glasses,guimbarde,acoustic guitar
Alan Stivell Lead Vocals,Celtic Harp
Roberto Tiranti/Labyrinth Lead Vocals
Michael Sadler/Saga Lead Vocals on Fools
John Helliwell saxophones & Clarinet
Marco Canepa Keyboards & programmation
Guido Carli Drums
Massimo Palermo Bass
Marco Fadda Percussion
Paolo Ballardini Guitar electric
Choir
Kids Choir on Fools
CZ Symphonic Orchestra
Lee Holdridge symphonic arrangements

Tracklist

Disc 1
1. Prologue of the First Day 3.38
2. Chaos 5.51
3. Alpha Centauri 3.28
4. Seven Moons in the Sky 4.49
5. Interstellar 3.09
6. Solarius 4.49
7. The Soul of the Stars 5.19
8. Starlight 3.00
9. Moon 3.48
10. Andromeda 3.08
11. Space Time 3.52
12. The Journey 5.01
13. Fools 4.25
14. The Waltz of the Universe 3.22
Gesamtlaufzeit57:39


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der französische Komponist Alan Simon dürfte den meisten als Alleinverantwortlicher für die „keltische Rockoper“ namens „Excalibur“ aufgefallen sein, deren vier durchaus progressiv angehauchten Teile die Beiträge zahlreicher Prog-Musiker zu bieten haben.

Das mit „Big Bang“ betitelte Album von Alan Simon ist dann weniger eine Rockoper, als vielmehr ein Konzeptwerk über die Ursprünge des Universums und die Rolle der Erde und der Menschheit darin. Na wenn es weiter nichts ist…

Das Album ist in Zusammenarbeit mit NASA unter Verwendung der Sound-Bibliothek dieser Einrichtung entstanden. Das bedeutet im Falle des vorliegenden Albums vermutlich sowohl die Klänge des Universums, als auch die Stimmen der Astronauten. Für das CD-Heft und das Artwork wurden zudem zahlreiche NASA-Bilder des Universums genutzt.

Es sollen 120 Musiker ihren Beitrag zum Werk geleistet und Herr Simon soll bis zu 200 Spuren pro Titel verwendet haben. Die Mühe, alle Musiker im CD-Heft aufzuzählen wollte glücklicherweise niemand auf sich nehmen. Den enormen Aufwand kann ich allerdings nicht in jedem Stück erkennen. Zu beinahe jedem Stück hat Simon nicht nur ein passendes NASA-Photo, sondern auch ein passendes Zitat einer mehr oder minder bekannten Persönlichkeit, oder eines Autors ausgesucht.

Stücke mit Songstrukturen gibt es auf „Big Bang“ nur selten. Sehr oft werden nur sehr kurze Texte wiederholt, oder in die Musik eingebunden. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Musik als Soundtrack für den in Toulouse liegenden Themenpark „City of Space“ komponiert wurde. Ein „Big Bang“-Konzert ist dort für 2019 geplant.

Aber bis dahin muss man sich mit der Tonkonserve begnügen, auf der man, wie bereits angedeutet, aufnahmetechnisch aufs Ganze geht. Eher rockig orientierten Instrumentalstücke stehen auf dem Album gleichberechtigt neben den für ein Orchester arrangierten. „The Journey“ bietet ausnahmsweise mal – wieso auch immer – einen kleinen Ausflug in die Disco-Musik.Diesmal sind nur wenige bekannte Gäste beteiligt gewesen. Darunter Michael Sadler, Robert Tiranti, Alan Stivell und John Helliwell.

Mitunter tauchen auch mehr oder weniger erkennbare Songstrukturen, wie die wenigen gesungenen Zeilen in „Solarius“, oder ein kompletter Song in „Fools“. Letztgenanntes überzeugend von Michael Sadler gesungen, dem Frontmenschen von Saga. In „Seven Moons in the Sky“ werden auch einige wenige Textzeilen wiederholt gesungen, was mich in Verbindung mit dem progressiv-rockigen Arrangement entfernt an Yes erinnert.

Die meisten weiteren Stücke, darunter auch „Interstellar“, bewegen sich als progressive Musik für ein Orchester womöglich in den ähnlichen Gefilden wie die einst durch The Enid aufgezeigten. Und das sogar ziemlich geschmackvoll, wie mir mein subjektiver Eindruck gerade verrät. Zur maximalen Abwechslung werden immer wieder einzelne Instrumente hervorgehoben. So kommt zu den symphonischen Klängen mal eine „floydige“ Gitarre, oder ein Saxophon hinzu.

In dem eröffnenden „Prologue of the First Day“ erklingt zum Orchester auch noch ein Chor, so dass die erwähnten 120 Spuren locker belegt werden konnten. Soundtrack-Bombast ohne Ende.

„Chaos“ überzeugt mich durch die vielschichtigen Arrangements, die, unter Verwendung der Rhythmussektion, die elektronischen, prog-rockigen und symphonischen Elemente miteinander vereinen. Ein Saxophon trägt auch zu dem melodieorientierten Geschehen bei. In einigen Instrumentals (wie zum Beispiel in „Starlight“) halten sich die orchestralen und die prog-rockigen Ausdrucksmittel die Waage.

Wie viele Stücke auf „Big Bang“ beginnt auch „Alpha Centauri“ mit Ambient-artigen Geräuschen, die auch beispielsweise die kosmischen Magnetstürme darstellen könnten. Die für ein Orchester arrangierten Strukturen des Stückes könnte man in ihrer Komplexität auch als mit symphonischen Ausdrucksmitteln vermittelte progressive Musik bezeichnen.

Man merkt an „Big Bang“, dass Alan Simon sein Handwerk als Komponist vorzüglich beherrscht, was in Verbindung mit den orchestralen Arrangements von Lee Holdridge zu hörenswerten Ergebnissen führt. Den beiden ist es gelungen, ein Werk zwischen Filmmusik, Pop und den progressiven Anklängen überzeugend zu gestalten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.5.2018
Letzte Änderung: 21.5.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Alan Simon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2017 Songwriter - 1
2017 Excalibur IV - The Dark Age of the Dragon 10.00 1

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