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Pyramid

Pyramid

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997 (Reissue 2018, Mental Experience)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Krautrock; Spacerock
Label: Psi-fi
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Tracklist

Disc 1
1. Dawn Defender 33:09
Gesamtlaufzeit33:09


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"Pyramid" von Pyramid. Originally recorded 1975/76, Cologne. Personnel unknown. Engineered by The Mad Twiddler aka Toby Robinson. Hm ... viel mehr Informationen sind dem Begleitmaterial des hier rezensierten Albums nicht zu entnehmen. Erstmals nachweislich auf einem Tonträger veröffentlicht wurde das Material 1997, als PSCD0004 auf dem Acme Unterlabel Psi-fi. Inzwischen gibt es auch, wie bei den meisten der sechs Psi-fi CDs, ein Reissue von Guerssen Records (auf deren Unterlabel Mental Experience). Im Weltweiten Netz ist zudem bisweilen die Behauptung zu finden, dass dieses Album ursprünglich 1976 in winziger Auflage von einem kleinen deutschen Label namens Pyramid (wie passend) als LP veröffentlicht worden ist. Wie bei den ebenfalls diesem Label zugeschriebenen Werken von Cozmic Corridors, Galactic Explorers, Golem und The Nazgûl (siehe auch "Cologne Curiosities") wird aber meistenteils angezweifelt, dass es sich hier wirklich um Mitte der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts in Deutschland entstandene Aufnahmen handelt.

Im Beiheft der Mental-Experience-CD versucht Alan Freeman (siehe "The Crack In The Cosmic Egg"), der einzige Krautrockexperte der offenbar die Authentizität dieser Einspielungen verteidigt, wieder den Leser davon zu überzeugen (hier vermittels eines angeblichen Interviews mit Robinson), dass die hier zu hörende Musik wirklich 1975/76 in Köln aufgenommen wurde, von diversen anonymen Krautrockern, produziert von Robinson (der sich natürlich nicht mehr erinnern kann, wer hier mitgewirkt hat). So ganz sicher ist er allerdings nicht, dass das Material damals wirklich auf LP veröffentlicht wurde. Doch meint er sich zu erinnern, dass man schon damals (wie kürzlich für das Mental-Experience-LP-Reissue) diskutiert hat, wo man denn das lange auf dem Album zu findende Stück in zwei Hälften schneiden soll. Auf der CD läuft "Dawn Defender" ohne Unterbrechung durch.

Ein ausladender, psychedelisch-spacig-krautiger Jam ist auf "Pyramid" zu finden, eingespielt vermittels Hammond, E-Gitarre, Bass, Schlagwerk, Mellotron, Minimoog, E-Piano und Tibetanischen Glocken (das ist im Beiheft erstaunlicherweise angegeben). Eher getragen, kosmisch hallend und psychedelisch wabernd gleitet die Musik gemächlich dahin, bis nach gut 14-einhalb Minuten ein hektisches Schlagzeug dazu kommt, und die Musik in etwas spacig-rockigere Gefilde gerät. Immer wieder spielen sich zudem recht prominent mellotronartige Klänge in den Vordergrund. Gegen Ende beruhigt man sich aber wieder, und das Album dümpelt noch ein wenig elegisch hallend dahin.

Klingt das nach den mittleren 70ern? Jo, passt schon, wobei ich mir beim Mellotron nicht sicher bin, dass es echt ist. Ansonsten klingt das schon wie eine Improvisation, die auch von Amon Düül II hätte stammen können, zumindest die erste Hälfte, die so ein wenig a la "The Marilyn Monroe-Memorial-Church" aus den Boxen schwebt. Der Rest klingt nach einem recht typischen Space-Psych-Jam, wie ihn rezenter z.B. das Øresund Space Collective auf seinen Einspielungen im Angebot hat. Die Dynamik passt hier auch nicht wirklich zu den 70ern (auch nicht die fett brummenden Synthesizer). Eher erinnert das an den britischen Spacerock der Spät-80er und frühen 90er des letzten Jahrhunderts. Damit befänden wir uns dann auch wohl in dem Zeitraum, in dem diese Musik wirklich entstanden ist.

Ein ganz netter (Retro-)Krautrockjam ist somit auf "Pyramid" zu finden, der – wann er nun auch immer aufgenommen wurde – durchaus Spaß macht, so man denn gern Krautig-Spacieges hört, aber auch nicht wirklich vom Hocker haut.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.6.2018
Letzte Änderung: 22.8.2018
Wertung: 8/15

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