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Karfagen

Messages from Afar: First Contact

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Neoprog; RetroProg; sonstiges
Label: Caerllysi Music
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Antony Kalugin keys,vox,percussion
Max Velychko guitars
Kostya Shepelenko drums
Oleg Prokhorov bass
Olha Rostovska vox,keys
Michail Sodorenko alto saxophone

Tracklist

Disc 1
1. Message I: First Contact 7.14
2. Message I: Foreign Land 7.23
3. Message I: Curious Talk 3.30
4. Message II: Volcano Rabbit & The Frog 5.33
5. Message II: Faces in the Clouds 3.08
6. Message II: Vale of Dreams 2.15
7. Message II: Golden Fields of Rye 2.15
8. Message II: Riding on a Rainbow 2.53
9. Message III: Constant Flow 15.45
Gesamtlaufzeit49:56


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Wenn schon auf dem „Infozettel“ zu lesen ist, dass es sich bei „Messages from Afar: First Contact“ um ein neues Meisterwerk(!) des enorm produktiven Keyboarders Antony Kalugin handelt, dann ist zumindest bei mir sofort Skepsis angesagt.

Das Album ist der erste Teil eines Konzeptwerkes, dessen Fortsetzung 2018 unter dem Projektnamen Sunchild folgen soll. Wir erinnern uns (hoffentlich): bei Karfagen wird weitgehend instrumentale Musik geboten, während man bei Sunchild verstärkt Songorientiertes erwarten sollte. Zu dem Album hat Igor Sokolskiy ein surrealistisch buntes Bild gemalt, das zusammen mit dem Albumtitel offenbar das Thema der Konzeptgeschichte wiedergeben soll. Einer Geschichte, die sich wohl um die ersten Kontakte mit einer fremden Zivilisation dreht.

Im Rahmen dieser Geschichte beginnt das Album mit den im Stil der späten Pink Floyd erfolgenden, von Kalugin gesungenen Grüßen an die Sonne, an den Himmel und an den Wind. Das Ganze erinnert wohl auch ein wenig an Eloy, trägt den Titel „First Contact“ und wird in der englischen Sprache zu den epischen Instrumentalparts gesungen. Zum Abschluss des Stückes gibt es noch ätherische Damengesänge und Dudelsack-ähnliche Klänge, die offenbar zu den per Keyboard abrufbaren Samples gehören. Danach geht es ausschließlich ohne Gesang weiter. Auch „Foreign Land“ wird vor allem den Pink Floyd-Freunden zusagen, die gerne Werke über die dunklen Seiten des Mondes hören.

Danach geht es mit dem bunten, allerdings nicht immer durch Pink Floyd beeinflussten Retroprog weiter, der meistens jedoch sehr harmonisch und melodieselig ausfällt. Oder ist das - durch die fast schon aufdringlich wirkende hymnische Leichtigkeit - eher schon Neo- als Retroprog? In „Volcano Rabbit“ geht es dann zur Abwechslung ein wenig schräg und theatralisch zu. Einige Themen von „Constant Flow“ zeigen sogar, dass Kalugin manchmal auch etwas einfällt, was über das episch-hymnische Prog-Wohlgefühl hinausgeht. Aber ansonsten bekommt der verständnisvolle Musikfreund eine Art von farbenfroh und optimistisch wirkendem Retroprog auf die Ohren, der zugleich auf eine oberflächliche Art unterhaltsam und weitgehend unverbindlich wirken kann. Und wenn dann noch (wie beispielsweise in „Vale of Dreams“) leichtfüßige Saxsolos hinzukommen, glaube ich fast einer seltsamen Verschmelzung von US-Retroprog, AOR-Pop-Prog und gefälligem Jazz-Rock-Fusion-Sound zu lauschen.

Offiziell werden Camel, Pink Floyd, Genesis, Happy the Man und Yes als Einflüsse genannt. Diese Künstler wussten allerdings meistens, wie man Spannung aufbaut, um diese dann wieder aufzulösen. Auf diesem Album von Kartagen klingt für meine Begriffe fast alles nur nach einem nicht enden wollenden Spannungsabbau. (Es ist fast, als würde man eine Stunde lang die letzte Minute von „Supper’s Ready“ aufmerksam verfolgen müssen. Wobei man Genesis mit einem solchen Vergleich vielleicht ein wenig Unrecht tut).

Das alles soll in dem Fall des vorliegenden Albums wohl heißen, dass der erste Kontakt mit den Außerirdischen ein einziges reibungsloses Vergnügen ohne Höhepunkte war. Im Gegensatz zu den großen Vorbildern kann ich bei Karfagen auf diesem Album aber nur seltenst etwas ausmachen, was über eine Ansammlung von netten und gefälligen Retroprog-Klischees hinausgehen würde. Die clever abgerufenen Klischees müssten an sich nicht unbedingt langweilig sein, aber bei Karfagen scheinen diese ganz besonders unverbindlich und verwässert daherzukommen.

„Messages from Afar: First Contact“ eignet sich bestens zum Autofahren, oder als Untermalung für andere Tätigkeiten, die unsere Hauptaufmerksamkeit erfordern. Aber es scheint über weite Strecken etwas zu fehlen, was – wie vielleicht Teile von „First Contact“ und „Volcano Rabbit“ – die ungeteilte Aufmerksamkeit des Hörers auf sich ziehen würde.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.6.2018
Letzte Änderung: 21.6.2018
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Karfagen

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 Continium 8.00 1
2007 The Space Between Us 6.00 2
2010 Solitary Sandpiper Journey 9.00 1
2011 Lost Symphony 10.00 1
2013 Aleatorica 11.00 1
2014 Magician's Theater 11.00 1
2015 7 9.00 2
2016 Spektra 8.00 2

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