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Pentangle

Open The Door

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1985
Besonderheiten/Stil: Folk; Jazz
Label: Spindrift
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Terry Cox Schlagzeug, Gesang
Bert Jansch Akustische Gitarre, Gesang
Jacqui McShee Gesang
Mike Piggott Violine, Gitarre
Danny Thompson Kontrabass

Tracklist

Disc 1
1. Open the Door 4:17
2. Dragonfly 3:10
3. Mother Earth 2:36
4. Child of the Winter 5:04
5. The Dolphin 2:39
6. lost Love 3:40
7. Sad Lady 3:43
8. Taste of Love 4:05
9. Yarrow 4:34
10. Street Songs 5:26
Gesamtlaufzeit39:14


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Im Jahr nach Erscheinen ihres fünften Albums Solomon’s Seal, 1973, hatten Pentangle sich aufgelöst. Genau genommen war es der Neujahrstag jenes Jahres, an dem Bert Jansch seinen Ausstieg aus der Band erklärte und damit deren Ende einläutete; „Pentangle Split“ war die Schlagzeile der ersten Ausgabe der Zeitschrift Melody Maker von 1973.

Ein Jahrzehnt später, zu Beginn der 80er, gaben Pentangle dann wieder einzelne Konzerte, wieder in gleicher Besetzung, und daraus entstanden schließlich Pläne für ein neues Album. Vorher aber verließ John Renbourn die Band, um sich einem Studium klassischer Musik zu widmen. Für ihn kam Mike Piggott, der neben der Gitarre gleich noch die Violine bediente. In dieser Besetzung entstand Open The Door, das im Juli 1985 veröffentlicht wurde.

Die Band setzt hierauf wieder verstärkt auf Eigenkompositionen, nur zwei Songs sind Traditionals: der Titelsong sowie Yarrow. Dazu kommt mit Mother Earth die Bearbeitung eines Stücks des brasilianischen Liedermachers Milton Nascimento.

Musikalisch setzt die Band den alten Stil weitgehend fort. Zwar ist der Blues weitgehehnd verschwunden (in Lost Love klingt er noch etwas nach), aber der spielte schon im Lauf der frühen Phase eine immer geringere Rolle. Geblieben ist der jazzige Anteil, der sich in den filigran swingenden Gitarren (meist akustisch, gelegentlich auch elektrisch) und dem knarzig hüpfenden Kontrabass zeigt, und der dem folkigen Grundgerüst der Songs sein spezielles Gepräge verleiht. Neuzugang Mike Piggott setzt dazu einige Akzente an der Violine, der er bisweilen einige durchaus schräg-kratzige Töne entlockt. Jacqui McShees Stimme hat nichts von ihrer Brillanz verloren, und der Kontrast zu Bert Janschs nach verrauchter Kneipe klingendem Organ ist wieder reizvoll, speziell, wenn die beiden im Duett singen (Titelsong z.B.). Dennoch ist nicht alles eitel Sonnenschein auf diesem Reunion-Album, denn stellenweise macht sich eine Tendenz zur Seichtheit bemerkbar; Songs wie The Dolphin oder Taste of Love klingen doch arg nach entspannter Berieselungsmusik - eine Tendenz, die sich in späteren Jahren noch verstärken sollte.

Open The Door erreicht somit nicht ganz die Klasse der klassischen Pentangle-Alben, bietet dennoch genug Abwechslung und spielerische Klasse, um den Liebhaber anspruchsvoller Klänge zufriedenzustellen. Man muss freilich auch wieder konstatieren, dass die Bezeichnung „Rock“ für diese Musik nur sehr bedingt angebracht ist.

In Deutschland erschien Open The Door beim Label pläne mit dem unteren der beiden abgebildeten Cover. Das Booklet dieser Ausgabe enthält neben einem deutschen Begleittext noch die deutschen Übersetzungen der Songexte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.6.2018
Letzte Änderung: 23.6.2018
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pentangle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1968 Pentangle 12.00 1
1968 Sweet Child 12.00 1
1969 Basket of Light 11.33 3
1971 Reflection 10.00 1
1991 Think of Tomorrow 6.00 1
1999 Pass avant 11.00 1
2016 Finale 11.00 1
2017 The Albums 1968-1972 12.00 1

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