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Pixie Ninja

Ultrasound

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; RetroProg
Label: Apollon Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Marius Leirånes Bass, Percussion, Electronics
Jostein Haugen Guitars, Keyboards, Electronics
Mattias Olsson Drums, Mellotron
Johan Hals Jorgensen Keyboards, Organ

Gastmusiker

Ketil Vestrum Einarsen Flute

Tracklist

Disc 1
1. Auditroy Hallucinations 9:16
2. Elusive The Wind Vane 6:45
3. Une Promenade 2:37
4. Polysomnographic 5:31
5. Personal Improvement Cult 11:21
6. Utltrasound 2:57
Gesamtlaufzeit38:27


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Pixie Ninja sind wohl vornehmlich die Norweger Jostein Haugen und Marius Leirånes, die seit dem Jahre 2008 gemeinsam in verschiedenen Projekten musizieren. Im Dezember 2015 begannen die beiden dann als Pixie Ninja an einem Album zu arbeiteten. Wenig später gewann man Mattias Olsson (Necromonkey, ex-Änglagård) als Produzenten und Schlagzeuger. Mit dem Keyboarder Johan Hals Jørgensen wurde das Lineup schließlich vervollständigt. Jene vier Musiker sind auch auf dem 2017 erschienenen Erstling der Formation zu hören. Dazu kommt noch Ketil Vestrum Einarsen (Weserbergeland, White Willow, Wobbler, Motorpsycho) als flötender Gast.

Nach den oben erwähnten Bands einiger der hier Beteiligten, und nach den sonst beim Norwegischen Label Apollon Records veröffentlichten Alben zu schließen (von z.B. Weserbergland, Ring Van Möbius und Arabs in Aspic), würde man vermuten, dass auf "Ultrasound" Retroprog zu finden ist. Damit läge man auch einigermaßen richtig. Allerdings ist auf "Ultrasound" kein typischer skandinavischer Retroprog zu hören.

Haugen und Leirånes sind Klangbastler, die offenhörlich, neben einer Vorliebe für klassischen Prog der 70er, auch eine starke Ader für Elektronisches haben, klassisch-krautig Elektronisches vor allem, aber auch moderneren elektronischen Klangformen ist man nicht abgeneigt. Tastensounds und allerlei elektronische Tongewebe bestimmen daher das Klangbild, dazu kommen jaulende und schleifende Gitarren, etwas Bass und bisweilen Olssons Schlagwerk, bzw. (seltener) von ihm programmierter elektronischer Ersatz (vor allem gegen Ende des langen "Auditroy Hallucinations"). Das klangliche Ergebnis ist ein recht eigener elektronischer Retroprog, versehen bisweilen mit modernen Einfärbungen, und recht viel Ecken und Knten, der sehr farbig, dynamisch und klangvoll durch die Gehörgänge strömt.

Weserbergland, bzw. deren Album "Sehr Kosmisch, Ganz Progisch", ist hier nicht so weit weg, doch wirkt die Musik von Pixie Ninja elektronischer, aber auch symphonischer bzw. sphärischer, streckenweise fast hymnisch und kinematographisch. Bisweilen erinnert "Ultrsound" daher an den Horror-Prog aus der Goblin-Frizzi-Ecke, bzw. an die Werke rezenterer Protagonisten des Genres (Zombi, The Night Terrors, Zoltan, Nightsatan, Oscillotron und Voyag3r seien als Beispiele genannt). Insbesondere "Polysomnographic" bewegt sich stark in diese Richtung, und bietet ein ausgesprochen dichtes Gemenge an "angestaubten", aber voluminös dahin treibenden Elektronikklängen, satten Melltorneinlagen und dynamischem Geprogge. Das lange "Personal Improvement Cult" frönt dagegen eher typischen Retroprogmustern (wobei es in der zweiten Hälfte auch in Horror-Prog-Gefilde gerät), und schreitet erhaben, später angeschrägt hallend bzw. giftiger rockend, mit freieren Elektronikmustern und knurrenden Gitarrenmustern angereichert, voran. In der Mitte des Albums ist mit "Une Promenade" dagegen eine impressionistisch angehauchte Pianonummer zu finden. Ein- bzw. ausgeleitet wird das Album dagegen von dichten, rein elektronischen Tongeweben.

"Ultrasound" ist eine starke Scheibe mit einem retromodernem Instrumentalprog, der mal elektronisch schwebend, mal geheimnisvoll wabernd, mal schräg und mächtig rockend, selten sogar elektronica-artig pulsierend aus den Boxen fliest, sehr abwechslungsreich, aufwändig instrumentiert und druckvoll produziert. Macht viel Spaß, vor allem wenn man die Musik der weiter oben angeführten Horror-Pragger schätzt. Offenbar plant man in Zukunft auch live aufzutreten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.7.2018
Letzte Änderung: 18.7.2018
Wertung: 12/15

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