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The Flaming Lips

Embryonic

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009 (Oktober)
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Moderne Electronica; Psychedelic
Label: Warner Bros.
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Wayne Coyne
Steven Drozd
Michael Ivins
Kliph Scurlock

Tracklist

Disc 1
1. Convinced Of The Hex 3:57
2. The Sparrow Looks Up At The Machine 4:14
3. Evil 5:38
4. Aquarius Sabotage 2:10
5. See The Leaves 4:24
6. If 2:05
7. Gemini Syringes 3:41
8. Your Bats 2:35
9. Powerless 6:57
10. The Ego's Last Stand 5:40
11. I Can Be A Frog 2:14
12. Sagittarius Silver Announcement 3:59
13. Worm Mountain 5:22
14. Scorpio Sword 2:02
15. The Impulse 3:30
16. Silver Trembling Hands 3:59
17. Virgo Self-Esteem Broadcast 3:44
18. Watching The Planets 5:17
Gesamtlaufzeit71:28


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Weiter geht es mit der Erarbeitung der Diskographie von The Flaming Lips. Embryonic erschien im Oktober 2009, nur wenige Wochen, bevor die Band ihre Version von Pink Floyds Dark Side of the Moon herausbrachte.

Über Embryonic ist zu lesen, dass es nach einer Trilogie eher melodisch orientierter Alben wieder stärker in eine experimentelle Richtung ginge. Nun kann ich zu den drei Vorgängern (noch) nicht viel sagen, aber dazu gehört unter anderem Yoshimi Battles The Pink Robots von 2002, das auf diesen Seiten als ihr „zugänglichstes Werk“ bezeichnet wird. Da kann ich mir schon vorstellen, dass Embryonic einen Kontrast dazu darstellt. Andererseits wird der Begriff „experimentell“ mittlerweile schon ein wenig inflationär gebraucht; wirklich „experimentell“ in dem Sinne, dass hier völlig neuartiges musikalisches Terrain erschlossen würde, ist Embryonic sicherlich nicht. „Experimentell“ ist hier wohl eher im Sinne von „klingt irgendwie komisch“ zu verstehen.

Eine Reihe der Songs auf Embryonic ist inspiriert durch den Film „Der Nachtportier“ inspiriert, der von der sadomasochistischen Beziehung einer KZ-Überlebenden mit einem früheren SS-Offizier handelt. In wie weit sich das in den Texten widerspiegelt, habe ich jetzt nicht näher untersucht. Wie allgemein auf den neueren Alben der Flaming Lips findet sich auch auf diesem Album ein hoher Anteil elektronischer Klänge, der allerdings nicht so dominierend ist wie etwa einige Jahre später auf Oczy Mlody. Gitarren spielen hier noch eine viel größere Rolle, setzen immer wieder mal zu - oft leicht dissonanten - Läufen oder Riffs an (Powerless etwa), zu denen Wayne Coynes wieder leicht weltentrückt anmutender Gesang einen hübschen Kontrast bildet.

Die recht kurzen Songs - die meisten bewegen sich im Bereich von drei bis die Minuten - wirken einerseits kompakt und melodisch, sind aber immer wieder von seltsamen Brüchen durchzogen, die die Musik zwar nicht völlig unnahbar machen, sie aber dennoch aus dem üblichen Songformat herausbrechen. Es finden sich aber auch komplett ätherisch schwebende Songs wie Evil, Gemini Syringes oder I Can Be A Frog, in denen die Musik auch mal etwas nach Pink Floyd klingt. Daneben stehen Noise-Attacken wie Aquarius Sabotage, Worm Mountain oder das schon weitgehend formfreie Instrumentalstück Scorpio Sword.

Embryonic ist sicherlich kantiger als die anderen mir bislang bekannten Alben der Flaming Lips (wobei ich derzeit kein älteres als dieses hier kenne), man könnte es grob gesagt als eine Art Kreuzung aus dem Schönklang von Pink Floyd und dem Dekonstruktivismus von Pere Ubu beschreiben. Anderswo zu findende Einstufungen als „düster“ kann ich dabei nicht bestätigen, „skurril“ passt da über weite Strecken schon eher. Auf jeden Fall ein gelungenes Album der Flaming Lips, neben The Terror bislang mein Favorit im Œuvre der Band.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.7.2018
Letzte Änderung: 21.7.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Flaming Lips

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Clouds Taste Metallic 8.00 1
2002 Yoshimi Battles The Pink Robots 10.00 1
2006 At War With The Mystics 9.00 1
2009 The Flaming Lips and Stardeath and White Dwarfs with Henry Rollins and Peaches Doing The Dark Side of the Moon 9.67 3
2013 The Terror 11.00 1
2014 With A Little Help From My Fwends 12.00 2
2016 Oczy Mlody 11.00 2
2017 Onboard the International Space Station Concert for Peace 10.00 1

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