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Yasuaki Shimizu

Kakashi

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982 (CD-Reissue 2017, Palto Flats/WRWTFWWR Records)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Elektronische Musik; Folk; Jazz; sonstiges
Label: Better Days
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Yasuaki Shimizu Sax, Clarinets, Flute, Trumpet, Piano, Percussion, Electronics, Tapes, Sounds, Voice

Gastmusiker

Video Yamaki Drums, Percussion
Mario Watanabe Bass, Engawa
Takayuki Hijikata Guitar
Masanori Sasaji Marimba
Aki Ikuta Bass, Guitar
Donpei Kanezaki Trumpet
Koje Yamagushi French Horn
Mitsuru Orikasa Cello
Tokio Yajima Cello

Tracklist

Disc 1
1. Suiren 4:37
2. Kakashi 4:45
3. Kono Yoni Yomeri (sono 1) 2:59
4. Semi Tori No Hi 4:35
5. Kono Yoni Yomeri (sono 2) 2:24
6. Hume Dewa 4:49
7. Uni No Ue Kara 8:19
8. Utsukushiki Tennen 4:45
Gesamtlaufzeit37:13


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Yasuaki Shimizu ist Saxophonist, Komponist und Produzent, und seit den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts in der Japanischen Musikszene unterwegs. Bekannter wurde er (zumindest in Japan) Ende des Jahrzehnts als Mitglied der Pop-Artrock-Formation Mariah, die sich 1983 nach 5 Alben wieder auflösten, deren Musik mitunter auch dem Prog zugeordnet wird. Aufmerksamkeit auch im Rest der Welt erregte Shimizu in den späten 90ern, als er Bachs Cellosuiten mit seinem Tenorsax interpretierte.

Seit den späten 70er-Jahren veröffentlicht Shimizu auch Soloalben, von denen vor allem das 1982 erschienene, hier rezensierte "Kakashi" in progressiv-rockiger Hinsicht von Interesse ist. Das Album wurde schon einige Male auf LP und CD wieder veröffentlicht, allerdings nur in Fernost. Seit dem Jahre 2017 gibt es aber auch eine westliche Neuauflage (als CD oder LP).

Ein recht eigenes Gemenge aus Artpop, Jazzigem, Elektronik, Experimentellem und Rock ist auf "Kakashi" zu finden (was wohl Vogelscheuche bedeutet – so hässlich ist die Katze auf dem Cover allerdings gar nicht). Shimizus Sax steht recht prominent im Mix, oder auch seine Klarinette. Dazu kommt allerlei Elektronisches, Bass und Perkussion, ergänzt um klangfärbende Einlagen von weiteren Bläsern, E-Gitarre, und Streichern. Bisweilen wird auch gesungen (auf Japanisch).

Das einleitende "Suiren" wirkt erst einmal wie ein munterer Popsong, fast wie die Einleitungsmelodie einer Kinderserie, wären da nicht die krummen Rohrblatteinwürfe und die kantige Perkussion. Die Nummer definiert gut die auf diesem Album vorherrschende Atmosphäre. Die Musik gleitet luftig und gutgelaunt voran, wirkt aber gleichzeitig seltsam schräg und eigenartig. Das Sax verbreitet jazziges Flair (was bisweilen durch die blechblasenden Gäste verstärkt wird), während Marimba und Streicher für kammermusikalisches Gepräge sorgen, und die Klänge in Richtung Minimalmusic bewegen (man höre das lange "Umi No Ue Kara"). Ansonsten wird auch einmal freier Klanggebastelt (wie in den beiden Nummern namens "Kono Yoni Yomeri"), gleitet Ska-Artiges durchs Klangbild, wird kantig-jazzig-waveartig gerockt ("Yume Dewa"), oder arbeitet sich Japanisch-Folkiges in den Vordergrund (zumindest im abschließenden "Utukushiki Tennen").

Das klangliche Ergebnis ist ein sehr farbiges, kaum stilistisch einordbares Album mit progressiver Musik. Eine leichte Verwandtschaft (zumindest im Geiste) könnte man vielleicht zu den frühen Solowerken Holger Czukays sehen, zu den etwas pop-lastigeren Nummern der späten Can, verquirlt mit etwas Roxy Music, Steve Reich und traditionellen japanischen Liedmustern. Wer sich eine solche Mischung vorstellen kann, bzw. dass ihr/ihm eine solche zusagt, der sollte "Kakashi" auf keinen Fall verpassen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.7.2018
Letzte Änderung: 27.7.2018
Wertung: 12/15

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