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Starfish64

The Future in Reverse

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: New Artrock
Label: Eigenpressung
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dieter Hoffmann Voice,Keyboards,Guitars
Henrik Kropp Drums
Dominik Suhl Guitars,Keyboards,Mandolin
Martin Pownall Guitar,Bass

Gastmusiker

Kass Moody Voice,Bass
Jan Thiede Guitars,Flute
Julie Pownall Voice
Simon Triebel Guitars,Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Yesterdays Favourite Smile 4.46
2. Tomorrow in Dark Water 6.49
3. Determination

1. Mankind
2. At Lightspeed
3. Infinite Space

12.35
4. Molehills 4.02
5. Charting an Abyss

1. Recurring Dreams
2. Framework
3. Dominoes
4. At Peace

18.17
Gesamtlaufzeit46:29


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Es folgt eine gute Nachricht für Freunde des entspannt-atmosphärischen Artrock, bei dem die Grenzen zum Artpop fließend erscheinen. Dieter Hoffmann, bzw. sein Projekt Starfish64 hat ein neues Album am Start. Ähnlich ausgerichtete Stücke kennt man auch schon von unter anderem Porcupine Tree und Marillion mit H, aber ein Album von Starfish64 ist sozusagen wie aus einem Guss, ohne etwaige Abstecher ins Metallische, oder ins Temperamentvolle und damit wohl mit einem vorhersehbaren und netten, manchmal etwas melancholischen Tagtraum vergleichbar. Einem Tagtraum allerdings, in dem es textlich eher um die Sachen wie die Gravitation und Antimatterie geht, statt etwa um die Märchen mit den Magiern in den Hauptrollen.

Während einige hektisch veranlagte Gemüter bei Alben wie „The Future in Reverse“ mangelnde Abwechslung und fehlende Überraschungen beklagen könnten, kann man es genauso gut damit versuchen, sich auf die elegant vor sich hinschwebende Klangwelt einzulassen. Die atmosphärischen, aus ethnisch angehauchten Rhythmen, federleichten Tasteinstrumenten und kraftvoll-sanftem Bass bestehenden Arrangements in Teilen von „Tomorrow in Dark Water“ habe ich ähnlich schon bei Peter Gabriel gehört. Der Vergleich würde fast stimmen, wenn da nicht die sanften Mellotron-Flöten, oder etwas danach Klingendes, da wären.

In den meisten Stücken glaube ich doch die delikaten Spuren der Herren Gilmour und Wright zu entdecken. Dank der geschmackvollen Verwertung dieser Einflüsse durch Dieter Hoffmann und seine Kollegen wird es einem erst klar, dass in solcher Ausführung von Artrock immer noch einiges an Potential steckt, solange es von begabten Musikern angegangen wird. Da werden mir nicht einmal die Longtracks wie „Charting An Abyss“ langweilig.

Aber es sind manchmal auch die eigenen Töne von Starfish64 auf dem Album zu finden, die man nicht diesem einen übermächtigen Floyd-Einfluss zuschieben kann. Da wären zum Beispiel die stark elektronisch eingefärbten Passagen von „Determination“, oder die zauberhaften Motive für die Glocken-ähnlichen Klänge in „Charting an Abyss“. Oder die Mandoline in dem zuletzt genannten Longtrack. David Gilmour zum Beispiel scheint für die Mandoline als solche nicht sehr viel übrig zu haben.

Textlich handelt „Determination“ von den physikalischen Kräften des Universums und von den Gedanken, die einen beim Blick in den Sternenhimmel ereilen können. Diese eher wissenschaftliche Betrachtungsweise passt zum Artwork des Albums, das offenbar eine wissenschaftliche Einrichtung von einer mir näher unbekannten Bestimmung zeigt.

Unter den Bands und Projekten, die die üblicherweise zuerst mit Pink Floyd assoziierte behäbige und entspannte Version des Artrock kreativ umsetzen konnten, ist Dieter Hoffmann mit seinem Projekt Starfish 64 sicherlich ganz vorne.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.9.2018
Letzte Änderung: 13.9.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Starfish64

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Refugees 10.00 1
2016 An Altered State Of Joy 11.00 1

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