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OAK (Oscillazioni Alchemico Kreative)

Giordano Bruno

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Folk; RetroProg
Label: Aereoastella
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jerry Cutillo keyboards, acoustic guitars, flute, bass, 12 string mandolin guitar, ebow guitar, tubular bells, time generator, hammond organ, percussions, vocals, orchestral arrangement
Derek Wilson drums (1,6)
Francesco de Renzi grand piano (1,4,8,9,11,14(, hammond organ (12,13)
David Jackson sax (3,5,6,7,13)
Giacomo Pettinelli drums (3,7,9,12,13
Pat Rowbottom additional vocals (3), bass (10)
Sue Llewellyn additional vocals (3)
Daniele Nuzzo additional vocals (3)
Alexa Trinity additional vocals (3)
Anna Maria Manzi vocals (5)
Charles Yossarian drums (5,11)
Fab Santoro bass (5,6,11)
Sonja Kristina vocals (6)
Valentina Ciaffaglione vocals (6)
Mirko Valtulini timpani (6,14)
Richard Sinclair vocals (8), bass (8)
Maart Allcock bass (9)
Gertrude Urner vocals (12)

Tracklist

Disc 1
1. Campo dè Fiori 5.23
2. Viator temporis 1.44
3. Liber in Tiberi 5.50
4. Angeli senza ali 2.16
5. Circe 7.19
6. Diana/Morgana 5.40
7. La cena della beffe 5.46
8. Dreams of Mandragora 4.39
9. Danse macabre 3.20
10. The Globe 4.14
11. Wittenberger Fuchstanz 7.59
12. Un valzer per il Mocenigo 5.32
13. Sandali rossi 8.23
14. Campo dè Fiori (reprise) 3.40
Gesamtlaufzeit71:45


Rezensionen


Von: Marc Colling @


OAK (Oscillazioni Alchemico Kreative) ist ein Soloprojekt des italienischen Musikers Jerry Cutillo, der bereits 1993 sein erstes Album veröffentlichte. Er erzählt hier die Geschichte des Mönches und Lehrbeauftragten Bruno Giordano. Dieser reiste im 16. Jahrhundert durch halb Europa, lehrte kurzzeitig sogar an der Universität Wittenberg und machte in England Bekanntschaft mit William Shakespeare bevor er schlussendlich, nach 8 Jahren Kerker in Venedig, auf dem Scheiterhaufen wegen Ketzerei von der damaligen Inquisition im Jahre 1600 verbrannt wurde. Er wurde somit, wie so viele Gelehrte des finsteren Mittelalters, von der katholischen Kirche zum Schweigen gebracht, weil er deren Lehren und Methoden skeptisch gegenüber stand.

Musikalisch folgt Cutillo der tragischen Geschichte ziemlich präzise, so dass man auch ohne zu 100% die leider nicht abgedruckten Texte zu verstehen zu jedem Moment erkennen kann, wo und in welchem Umfeld er sich gerade befindet. Gesungen wird übrigens in mehreren Sprachen, darunter auch deutsch. Die Instrumentierung ist ungewöhnlich, da die Flöte einen wichtigen Part einnimmt. Doch auch die Liebhaber der Hammondorgel werden voll bedient. Somit erinnert er öfters an Jethro Tull, Genesis und diverse andere Folkprogbands der 70'er. Die Produktion ist allerdings auf der Höhe der Zeit. Der Sound ist knackig, dynamisch und kraftvoll. Dazu kristallklare Aufteilung der einzelnen Instrumente, was eine hervorragende räumliche Aufteilung garantiert. Ich bespreche hier die Do-LP Version, die in einem sehr schönen Gatefold mit beigefügter CD verkauft wird.

Einige Tracks sind folkig mit mittelalterlichem Flair, bieten schöne akustische Momente und manchmal sogar kleine Tanzpassagen. DANSE MACABRE, übrigens der einzige Song der nicht von Cutillo komponiert wurde sondern vom Komponisten Saint-Saens in 1874, ist dafür ein Paradebeispiel. Doch immer wieder brechen schnelle, rockige Tracks diese Komfortzone auf und klingen hektisch/fiebrig wie LA CENA DELLA BEFFE oder LIBER IN TIBERI. Die Saxophonsoli von David Jackson sind dabei meist abgefahren und sorgen somit für die kantigen Töne im ansonsten eher melodischen Klang.

Prog wird meist nur dezent eingesetzt, außer in den wirklich hervorragenden und längeren WITTENBERGER FUCHSTANZ (teils auf deutsch) und SANDALI ROSSI. Dort blitzt die dunkle Seite des Menschen auf und die Musik ist beängstigend. Dennoch sind auch die zugänglicheren Tracks aller Ehren wert und durchgehend interessant, sei es kompositorisch oder durch die Instrumentation. Meistens beidem, wobei auch mal ein Vergleich mit den besten Zeiten von Angelo Branduardi erlaubt sein muss. Der berühmte rote Faden ist stets präsent, man hat keine Mühe die 4 LP-Seiten an einem Stück durch zu hören. Manchmal fühlt man sich wie in einem Theater, wo die Musik und der Gesang dich auf eine wundersame Reise in die Vergangenheit mitnehmen.

Einen Wermutstropfen hab ich aber dennoch. Die beiden Tracks LA CENA DELLA BEFFE und WITTENBERGER FUCHSTANZ werden dermaßen dilettantisch im schönsten Moment ausgeblendet, dass dies ein echtes Ärgernis darstellt. Passt absolut nicht zur ansonsten sehr professionellen Arbeit von Cutillo, aber hier hat er zweimal voll ins Klo gegriffen. Dafür muss ich 1 Punkt abziehen. Ansonsten aber ein schönes Album für alle Freunde des folkigen Prog mit Retrocharakter.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Richtung Jethro Tull und Genesis
Veröffentlicht am: 15.9.2018
Letzte Änderung: 15.9.2018
Wertung: 11/15
schönes Album für entspannende Abende

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