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Blackfield

Open Mind - The Best of Blackfield

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018 (VÖ am 28.09.18)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; sonstiges
Label: Kscope
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Steven Wilson vocals, guitar, bass, keyboards
Aviv Geffen vocals, keyboards, piano

Tracklist

Disc 1
1. Blackfield   (Album: Blackfield) 4:06
2. Family Man   (Album: V) 3:37
3. Open Mind   (Album: Blackfield) 3:49
4. 1.000 People   (Album: Blackfield II) 3:54
5. Oxygen   (Album: Welcome to my DNA) 3:04
6. Hello   (Album: Blackfield) 3:09
7. Once   (Album: Blackfield II) 4:03
8. How Was Your Ride?   (Album: V) 3:58
9. Waving   (Album: Welcome to my DNA) 3:56
10. From 44 to 48   (Album: V) 4:31
11. Pain   (Album: Blackfield) 3:47
12. October   (Album: V) 3:31
13. Faking   (Album: IV) 3:33
14. Dissolving With The Night   (Album: Welcome to my DNA) 4:08
15. End Of The World   (Album: Blackfield II) 5:14
Gesamtlaufzeit58:20


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Best Of- und Greatest Hits-Kopplungen sind bei Musiknerds zwar verpönt, aber eine beliebte Karte, die immer dann gezogen wird, wenn Verträge zu erfüllen sind und Zeit oder Kreativität für ein weiteres Studioalbum fehlt (die Alternative sind oftmals lieblos hingehämmerte Livealben). Der Interessierte hat den Vorteil, das Wesentliche auf einem oder zwei Tonträgern zu haben, ohne sich mit oft mittelmäßigem Ballast herumschlagen zu müssen. Wenn die Musiker Glück (oder die entsprechende Zusatzvereinbarung mit dem Label) haben, dürfen sie die Sampler selbst zusammenstellen, bzw. haben ein Mitspracherecht. Für bekannte und in den Charts gelistete Acts hat es sich kommerziell immer gelohnt, ein Album mit ihren beliebtesten Songs herauszubringen. Umsatzmäßig die größten Abräumer sind bislang Queen (Greatest Hits) und die Beatles (One). Diese Alben stellten sich gewissermaßen selbst zusammen. So viel als allgemeine Betrachtung zum Thema.

Steven Wilson und Aviv Geffen hatten bei dieser Zusammenstellung nicht nur ein Mitspracherecht, nein, sie fungierten als „Kuratoren“ (Pressetext) für ihre „The Best Of“ - „Greatest Hits“ wäre ein wenig vermessen gewesen. Welche Hits?

Das britisch/israelische Joint-Venture hat hier bislang polarisiert und nebenbei Fragen aufgeworfen. Ist das überhaupt Progressive Rock? [Nope!]). Soll man sowas besprechen? [Die Mitwirkung Steven Wilsons zwingt wohl dazu. Außerdem setzt man sich ja mit notorischem Gleichmut mit Werken auseinander, die dem Genre noch weitaus weniger zuzurechnen sind]. Also, was soll´s. Wilson ist auch schon weitaus fadenscheiniger aufgetreten ("Storm Corrosion", "Voyage 34"). Für wen sollte eine Best-Of-Compilation nun interessant sein? In erster Linie für Sympathisanten, die keine der sechs bislang erschienenen Veröffentlichungen (einschließlich DVD) besitzen und sich mal einen galanten Überblick verschaffen wollen. Generell ist die Musik dieses Duos etwas für Leute, die zwar Wilsons Kompositionen schätzen, aber denen seine Arrangements unter eigenem Namen bzw. unter Porcupine Tree zu art-rockig sind. Ferner könnte das Angebot dem Bedarf von Neoprogfreunden entsprechen. Denn Blackfield haben hier eine Sammlung gehobener und anspruchsvoll arrangierter Popmusik vorgelegt.

Wieviel ist drauf? Was ist drauf? Der Silberling (bzw. die beiden Vinyldinos) ist einigermaßen voll, man hätte aber anlassgerecht noch drei bis vier Tracks mehr spendieren können. Das Booklet mit einem neuen Cover-Artwork von Hajo Müller enthält die Geschichte der musikalischen Partnerschaft zwischen Wilson und Geffen, dokumentiert von Stephen Humphries, verzichtet aber auf Songtexte. Detaillierte Angaben über beteiligte Musiker/Orchester fehlen ebenfalls. Dafür gibt´s vier Schwarzweißaufnahmen der Künstler. So schlecht ist die Musik aber gar nicht, dass die beiden so mürrisch dreinschauen müssten; besonders den Mann aus Tel Aviv (daher der Vorname) möchte man intuitiv nicht in einer Schlange hinter sich stehen haben. Bilder machen Leute!

Es wurden jeweils vier Auskopplungen vom ersten und vom fünften Studioalbum ausgewählt, drei vom zweiten und dritten, vom vierten nur eine einzige. Nach anfänglicher Begeisterung unserer babyblauen Kritiker (Blackfield 1 steht mit durchschnittlichen 11,6 Punkten für eine Nonprogscheibe recht gut da) ließen sowohl Interesse als auch Gewogenheit von Album zu Album nach, bis schließlich gar keine Wertung mehr abgegeben wurde (kein Prog = keine Wertung, bzw. „das Mäntelchen des Vergessens“, welches drübergebreitet werden sollte).

Der unvoreingenommene Best-Of-Konsument geht (wie auch der Rezensent) natürlich anders an die Sache heran, weil er nach dem Debut keine (störende) Erwartungshaltung aufbauen kann. Qualitativ können zwischen den hier vertretenen Songs von Blackfield 1 (2004) bis Blackfield 5 (2017) keine zunehmenden Defizite ausgemacht werden, vorausgesetzt, man kann mit dieser Art von Musik überhaupt etwas anfangen. Einige Songs (v.a. Blackfield, Family Man, From 44 to 48) weisen die typische Handschrift von Steven Wilson auf und ähneln kompositorisch auffallend Porcupine Tree-Songs aus der Stupid-Dream-Phase. Mit How Was Your Ride und Oxygen hat man zwei „Fremdproduktionen“ dabei - Produzenten sind Alan Parsons und Trevor Horn; das könnte als Qualitätsmerkmal gelten, obwohl man längst weiß, dass Steven das auch alleine hinbekommt. Also alles im grünen Bereich, so weit.

Eine chronologische Reihenfolge der Songs wäre eine gute Alternative gewesen, weil sie eine Entwicklung aufzeigen kann, wenn es denn eine gibt. Der größte Kritikpunkt gilt wohl der Tatsache, dass man die Möglichkeit außer Acht gelassen hat, den Sampler in Form von Bonustracks mit bislang unveröffentlichtem Material oder gar brillanten Neuaufnahmen aufzuwerten, was Newbies erfreut und Sammlern einen tatsächlichen Mehrwert beschert hätte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: To The Bone (Album), Porcupine Tree, Alan Parsons Project, Pink Floyd
Veröffentlicht am: 18.9.2018
Letzte Änderung: 18.9.2018
Wertung: keine milder Mainstream ohne Mehrwert (s.o), aber klasse Klang

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Blackfield

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Blackfield 11.60 5
2007 Blackfield II 8.50 4
2007 NYC (DVD) 10.00 1
2011 Welcome to my DNA 7.00 4
2013 IV 7.00 1
2017 V - 1

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