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Svin

Virgin Cuts

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant; Worldmusic / Ethno
Label: Mom Eat Dad Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Henrik Pultz Melbye
Lars Bech Pilgaard
Thomas Eiler

Gastmusiker

Mija Milovic
Rasmus Kjær
Nils Gröndahl

Tracklist

Disc 1
1. Cuts 4.56
2. Ringgajen 5.29
3. Tropisk 5.09
4. Coral 1 6.14
5. Midori 6.09
6. Jomon 1.44
7. Altiplano 4.36
8. Moss 1.55
9. Baby 6.04
Gesamtlaufzeit42:16


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der Keyboarder Adi Zukanovic hat Svin nach „Missionær“ verlassen. Für das Nachfolgewerk „Virgin Cuts“ hat das verbliebene Trio offenbar keinen festen Ersatz gebraucht. Stattdessen hat man drei Gäste eingeladen, die gelegentlich Gesang, Geige und die Tasteninstrumente beisteuern.

Das ehemalige, zum Trio geschrumpfte Quartett hat die neue Sachlage nach eigener Aussage als Chance aufgefasst, eklektischer, freier und offener als bisher zu musizieren.

Die ausgeprägten postrockigen Stimmungen auf „Missionær“ haben vereinzelt unter den Hardcore-Avant-Prog-Fans schon für ein wenig Gemecker gesorgt. Wie intensiv und originell diese inzwischen vergangene Postrock-Version von Svin teilweise war, scheint diesen ungeduldigen Musikfreunden leider entgangen zu sein.

Auf „Virgin Cuts“ konnte ich gerade mal ein postrockig angehauchtes Fragment entdecken. Spätestens ab dem apokalyptischen, brachialen und hektischen „Ringgajen“ werden wohl die meisten Avant-Prog-Freaks in wilde Tänze ausbrechen und „Svin sind wieder da!!“ brüllen. Ein wunderbarer Krach, ein vorzüglicher Noise-Avant-Prog ist das, falls man musikalisch angemessen das Ende der Welt, oder ähnliche Ereignisse feiern möchte! Allerdings wird es erst in „Altiplano“ ähnlich unheimlich, apokalyptisch und abgefahren. „Altiplano“ klingt für mich nach einem finsteren Avant-Prog-Ritual im vergessenen Winkel der Welt, das fernöstliche Einflüsse absorbieren konnte. Bis „Altiplano“ werden jedoch ganz andere Töne angestimmt.

Der melancholisch-sphärische Anfang von „Tropisk“ kann schon als Postrock-Referenzen ausgelegt werden. Bereits nach 90 Sekunden kommen allerdings ein Gitarrenriff, Perkussion und die entrückten Saxsolos hinzu, was zusammen wohl die Svin-Version von tropischen Gefilden ergibt. Zumal die Gitarre und das Saxophon anschließend die repetitiven Motive anstimmen, die der afrikanischen Musik entliehen sind. Das titelgebende Baby muss von eher abschreckender Gestalt gewesen sein, denn das dem Baby gewidmete Stück erinnert wieder mal an ein avantgardistisches schamanisches Ritual, das vermutlich kein gutes Ende genommen hat.

Die hängenden und dissonanten Synthie-Töne von „Coral 1“ erzeugen zusammen mit den theatralischen weiblichen Sprechgesängen und vereinzelten rhythmischen Akzenten ein äußerst verstörendes Horror-Szenario, das im Laufe des Stückes noch intensiver wird.

„Midori“ klingt dagegen nach einem entspannten Weltmusik-Jam, bei dem nur die Marimba-ähnlichen Klänge ein repetitives Motiv vorgeben, während das Schlagzeug, die Perkussion und die Synthesizer eher ungezwungen agieren.

Blasinstrumente sind auf „Virgin Cuts“ nicht mehr so oft zu hören. Viele Einfälle wurden mit Hilfe der Tasteninstrumente umgesetzt. Der mehrmalige Sequencer-Einsatz verleiht dem Gebotenen öfter einen elektronischen Anstrich. Es ist zwar kein Postrock mehr dabei, eher Zuwendung in Richtung Weltmusik und Elektronik. Letzteres wird ganz besonders auf „Jomon“ deutlich. Leider, leider, die Avant-Prog-Hardcore-Fans müssen sich vermutlich mal wieder zusammenreißen, um an der teilweise neuen Ausrichtung von Svin durchgehend Gefallen zu finden. Tracks wie „Cuts“, „Ringgajen“, „Coral 1“ und „Altiplano“ könnten allerdings der strengsten Avant-Prog-Hardcore-Fan-Prüfung standhalten.

Ich kann mich problemlos an der interessanten und mitunter sehr verstörend und intensiv ausgefallenen Verschmelzung der Elemente von Avant-Prog, Weltmusik und Elektronik erfreuen, selbst wenn es dazwischen immer mal wieder Entspannteres zu hören gibt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.9.2018
Letzte Änderung: 19.9.2018
Wertung: 12/15

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2016 Missionær 12.00 2

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