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Syndone

Mysoginia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Konzeptalbum; RetroProg
Label: Ma.Ra.Cash
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Nik Comoglio Orgel, Synthesizer
Riccardo Ruggieri Gesang
Gigi Rivetti Klavier, Clavinet, Minimoog
Marta Caldara Vibraphon, Xylophon, Percussion
Marino Dellacqua Bass
Martino Malacrida Schlagzeug

Gastmusiker

Vittorio de Scalzi Flöte (3,5)
Viola Nocenzi Gesang (5)
Gigi Venegoni E-Gitarre (8)
Cecilia Bacci Violine (8,9)
Luigi Finetto Oboe (3)
Luigi Picatto Klarinette (3)
Coro dei Piccoli Cantori di Torino
Budapest Scoring Symphonic Orchestra

Tracklist

Disc 1
1. Medea 3:38
2. Red Shoes 4:00
3. Caterina 6:38
4. 12 Minuti 6:00
5. Evelyn 4:22
6. Mysoginia 2:58
7. Women 3:49
8. No Sin 6:33
9. Amalia 5:58
Gesamtlaufzeit43:56


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Nach zwei Jahren erschien im Herbst 2018 mit Mysoginia mal wieder ein neues Album der Turiner Formation Syndone. Es handelt sich wieder um ein Konzeptalbum, Thema ist diesmal die Misogynie, also die Ansicht der geringeren Wertigkeit von Frauen - eine Vorstellung, die sich keinesfalls nur bei Männern findet.

Die Stammbesetzung ist die gleiche wie auf dem Vorgänger Eros & Thanatos, wobei man sich wieder um einige Gastmusiker verstärkt hat. Dazu kommt ein Orchester, dirigiert von keinem geringeren als Francesco Zago.

Nach einer instrumentalen Einleitung wird das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet. Da geht es um die Vorstellung der Erbsünde (No Sin), um die Kunstinstallation „Zapatos rojos“, die Gewalt gegen Frauen thematisierte (Red Shoes), aber auch um konkrete Personen: Caterina de Medici, die 1617 in Mailand als Hexe hingerichtet wurde, die Serienmörderin Leonarda Cianciulli, die sich damit brüstete, die Körper ihrer (weiblichen) Opfer in nur zwölf Minuten zerstückeln zu können, oder um Evelyn McHale, die sich vom 86. Stock des Empire State Buildings stürzte.

Zur Musik! Die bewegt sich prinzipiell in ganz ähnlichen Gefilden wie auf den beiden vorangegangen Syndone-Alben. Allerdings sind die jazzigen Einlagen noch weiter in den Hintergrund getreten (deutlicher zu hören etwa noch in No Sin). Mysoginia ist somit über weite Strecken praktisch ein reines Retroprog-Album. Aber Syndone bieten keinen Standard-Retroprog, ihre Musik hat nach wie vor eine ganz eigene Note. Dafür sorgt nicht zuletzt Marta Caldara mit ihren Einsätzen an Vibraphon und Xylophon, die der Musik dann doch immer mal einen Hauch von Jazz verleihen. Ansonsten steht wieder ein umfangreiches Arsenal analoger Tasteninstrumente im Zentrum der Musik, wobei neben Nik Comoglios schönen Moog-Soli immer wieder Gigi Rivetti mit klassisch anmutendem Klavier hervortritt (sehr schön etwa in Evelyn). Das Orchester agiert meist recht zurückhaltend, untermalt die Musik mehr als eigene Akzente zu setzen.

Die Songs sind mit einem kräftigen Schuss Theatralik gewürzt, wechseln gerne zwischen lyrischen, romantisierenden Passagen und kräftiger Dynamik. Gelegentlich kann die Musik sogar etwas heftiger rocken, was nicht etwa von wild bratzenden Gitarren, sondern mittels leicht angeschrägter Synthie-Sounds bewerkstelligt wird. Auf elektrische Gitarren wird nämlich wieder weitgehend verzichtet, lediglich in No Sin tritt ein Gastmusiker an der E-Gitarre in Aktion.

Dazu kommt wieder der expressive Gesang von Riccardo Ruggeri, in allen Variationen zu schmachtend bis schreiend. Auf dem Vorgänger hatte er es mit letzterem gelegentlich ein wenig übertrieben; hier hält er sich diesbezüglich wieder etwas zurück, ohne dass der Gesang an Expressivität eingebüßt hätte. Wie allerdings einige Songtitel schon andeuten, singt er auf Mysoginia gelegentlich Englisch, und das passt meiner Ansicht nach zu dieser so typisch italienischen Musik nicht so recht. Immerhin ist sein Englisch relativ akzentfrei, dennoch hätte ich durchgehend italienischen Gesang bevorzugt.

Mit Mysoginia ist der Turiner Formation erneut ein unterhaltsames und ansprechendes Retroprog-Album mit dezenten Jazz-Einlagen gelungen, das Liebhabern des Genres zusagen sollte, sofern diese keine Probleme mit expressivem Gesang haben. Nächstes Mal darf es aber gerne wieder jazziger sein!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.10.2018
Letzte Änderung: 4.10.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Syndone

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Melapesante 10.00 2
2012 La Bella è la Bestia 11.00 1
2014 Odysséas 9.50 2
2016 Eros & Thanatos 10.50 2

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