Levitation
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Bronze Records |
| Durchschnittswertung: |
13/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Dave Brock |
Vocals, Guitar |
| Huw Lloyd-Langton |
Guitar, Vocals |
| Tim Blake |
Keyboards |
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| Harvey Bainbridge |
Bass |
| Ginger Baker |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Levitation
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5.48
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| 2. |
Motorway City
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6.45
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| 3. |
Psychosis
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2.22
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| 4. |
World of Tiers
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3.17
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| 5. |
Prelude
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1.41
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| 6. |
Who's gonna win the War
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4.43
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| 7. |
Space Chase
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3.08
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| 8. |
The 5th Second of Forever
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3.27
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| 9. |
Dust of Time
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6.19
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| Gesamtlaufzeit | 37:30 |
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Rezensionen

Levitation ist eines der besten, wenn nicht das beste Studioalbum von Hawkwind. Fast alle Songs auf diesem Album sind Klassiker der Band oder hätten zumindestens das Zeug dazu gehabt.
Seit der letzten Studioplatte (dazwischen gabs noch die sehr gute "Live'79") wurde nicht nur das Label gewechselt sondern auch das komplete Line-Up (bis natürlich auf Brock) ausgetauscht. Und die neue Crew des Spaceship Hawkwind hatte es in sich. Huw Lloyd Langton war wieder an Bord (er spielte auf dem ersten Album der Band!), zudem war mit Tim Blake der ex-Keyboarder von Gong (Hi T'Moonweed) dazu gestoßen, der hier deutlich macht warum er als 'the Crystal Machine' bekannt wurde.
Prominentester Zugang war natürlich die Rocklegende Ginger Baker (Cream,Airforce etc.) an den Drums. Levitation sollte jedoch Bakers einziges Album mit Hawkwind bleiben.
Songs wie der Knaller Levitation, das wunderschöne Motorway City oder der instrumentale Weltraumtrip Space Chase gehen immer wieder gut ins Ohr und bereiten dabei jedesmal Freude.
Levitation dürfte für den Hawkwind unerfahrenen zu den Platten gehören, mit dem der Einstieg in die Welt der Spacerocker am leichtesten gelingen sollte. Die keyboardlastigen durchgehend hervorragenden Songs, von erstklassigen Musikern vorgetragen solten auch den hartnäckigen Proggie von Hawkwind überzeugen können.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.9.2002 |
| Letzte Änderung: |
28.9.2002 |
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"Levitation" ist ohne Zweifel ein ganz besonderes Album in der Diskografie von Hawkwind. Die Besetzung war so musikalisch wie nie zuvor, was nicht nur am groovigen Ginger Baker und dem futuristischen Tim Blake liegt, sondern vor allem wohl am äußerst geschmackvoll agierenden Huw Lloyd-Langton. Dieser ist in seiner ein paar Jahre währenden Abwesenheit seit dem Debütalbum offenbar zu einem echten Leadgitarristen gereift, was somit ein absolutes Novum für Hawkwind darstellt. Die Folge dieser Umbesetzung ist, dass die gebotenen Songs unfassbar locker und wie aus dem Handgelenk geschüttelt klingen. Der Sound hier ist glasklar, stimmungsvoll und neigt in instrumentaler Hinsicht stellenweise zur Virtuosität.
Dabei lässt sich dennoch beim Großteil des Materials erkennen, dass die Songs auch wesentlich "typischer" hätten inszeniert werden können. Genug Stampfer-Potenzial im Stile der Songs von "Doremi Fasol Latido" hätten "Levitation" oder "Motorway City" allemal gehabt. Anstatt hier aber wiedermal Synthie-Geblubber zu Dave Brocks Minimal-Riffs vom Stapel zu lassen, wird die "alte" Masche durchgehend vermieden. Bereits im Opener und Titeltrack unterlegt Huw Lloyd-Langton das Hauptriff des Stückes in recht spielerischer Weise, was schön anzuhören ist und dem Stück eine selten gekannte Tiefe verleiht. Ginger Bakers variables Drumming, das ebenso meilenweit vom Uffta-Uffta alter Zeiten entfernt ist, tut ein Übriges dazu, wie insbesondere im folgenden "Motorway City" zu hören ist, sabotiert er doch den eigentlich ultrasimplen 4/4-Rhythmus andauernd mit synkopischen Einwürfen. Zugleich sorgt die gelungene Soloarbeit an Keyboard und Gitarre dafür, dass auch der lange Instrumentalteil kaum langweilig wird.
Hingegen zeigen sich die Nummern in der zweiten Hälfte des Albums auch kompositorisch emanzipierter: "Who's Gonna Win The War" ist eine schöne Science-Fiction-Fantasie, die von einem markanten Bassmotiv getragen wird und in Form des marsch-artig betonten Refrains sowie der Instrumentalarbeit immer wieder eruptive Ausrufezeichen setzt. "The Fifth Second Of Forever" verbreitet mit seiner Abfolge von akustischen und eher spartanischen rockigen Passagen ein wenig von dieser typischen New-Wave-Melancholie, ohne sich an dieses Genre anzubiedern. Zum Abschluss geht das beschwingte "Dust Of Time" noch etwas in die jüngere Schule von "Reefer Madness" oder "Spirit Of The Age", wenngleich dieser Nummer natürlich der Gesang von Robert Calvert abgeht. Was aber auch der einzige kleinere Mangel an "Levitation" ist, denn Brock und Lloyd-Langton sind natürlich kaum ein Ersatz für diesen.
Das volle musikalische Programm können Hawkwind indes in den auf "Levitation" zahlreich vorhandenen Instrumentals ("World Of Tiers", "Prelude", "Space Chase") ausleben. Hier zeigt sich auch nochmals, was seinerzeit in den entsprechenden Nummern beispielsweise auf "Astounding Sounds, Amazing Music" ("Hunky Dorky", "City Of Lagoon") schief gelaufen ist: Alles war recht jam-artig und ist in weitestgehender Abwesenheit einer Entwicklung nicht so recht auf den Punkt gekommen. Hingegen demonstrieren Hawkwind insbesondere in "World Of Tiers" und "Space Chase" gelungenes Zusammenspiel samt Zuspitzungen, das immer wieder gut anzuhören ist. Das rhythmisch vertrackte "Space Chase" könnte dagegen gar dem zeitgenössischen "echten" Prog gut zu Gesicht stehen, wobei an dieser Stelle einfach mal auf die "Cygnus X-1"-Teile von Rush verwiesen sei.
Zusammenzufassen ist also, dass "Levitation" wie eingangs geschildert das musikalischste Album von Hawkwind ist. Wie es eben kaum anders laufen könnte bei den bewährten Musikern, die für dieses Werk zusammengekommen sind. Möglicherweise liegt hier bei all den Futurismen und der musikalischen Kompetenz sogar ein im platonischen Sinne "richtiges" Spacerock-Album vor. Da stört es auch kaum, dass im Vergleich zu den vorigen Alben ein bisschen die liebgewonnene Nebligkeit des bisherigen Sounds fehlt und es somit ein wenig "untypisch" wirkt. Größter Nachteil von "Levitation" ist aber ohnehin, dass es für diese Besetzung bloß bei diesem einen Album geblieben ist. Das trägt aber ebenso zur Einzigartigkeit von "Levitation" bei, wie es eben auch dessen Qualität tut.
| Anspieltipp(s): |
Levitation, World Of Tiers, Who's Gonna Win The War |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.6.2012 |
| Letzte Änderung: |
29.6.2012 |
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