Opus; Destroy
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Kissing Spell |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (2 Rezensionen) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Past & Present
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9:23
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| 2. |
Eremite
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9:13
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| 3. |
Alone
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5:20
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| 4. |
Opus; Destroy
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22:36
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| Gesamtlaufzeit | 46:32 |
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Rezensionen

Irmin´s Way war eine deutsch-englische Formation, die 1976 mit "Opus; Destroy" ihr einziges Album aufnahm. Aus der knappen Anmerkung der CD-Veröffentlichung des englischen Labels Kissing Spell geht hervor, dass es der Band zum Zeitpunkt ihres Bestehens leider nicht vergönnt war, ihre Aufnahmen zu veröffentlichen. Auch gilt das Aufnahmedatum nicht als gesichert.
Leider ist auch in den Weiten des Internets kaum eine genauere Information über die Band zu entdecken. Selbst bezüglich des Line-Ups hüllen sich sämtliche Medien in Schweigen. Es entzieht sich auch meiner Kenntnis, weshalb in der Mitte des bescheidenen vierseitigen Booklets ein englischsprachiger Auszug aus Schillers "Die Räuber" abgedruckt wurde.
Wenn man sich jetzt das auf "Opus; Destroy" enthaltene Songmaterial rund 26 Jahre nach seinem ungefähren Entstehungsdatum anhört, so verwundert es doch sehr, dass es seinerzeit nicht einmal ein kleines Label gab, das damals die Aufnahmen für veröffentlichungswürdig hielt.
Die auf "Opus; Destroy" enthaltenen vier Kompositionen bewegen sich stilistisch im Grenzbereich zwischen erdigem Hardrock und symphonischem Progrock. Dabei halten sich schneidende Hardrock-Riffs sowie bombastische Synthies die Waage und gehen dabei eine überaus gelungene Symbiose ein. Stellenweise ist auch der typische trockene Krautrock-Sound erkennbar.
Mir ist kaum eine andere Band aus den Siebzigern bekannt, die es derart perfekt verstanden hat, epischen Bombast mit kernigen Rockpassagen zu vereinen. Nichts wirkt hier wie irgendein Kompromiss oder eine halbherzige Lösung. Auch wenn die bekannten Hardrock-Bands der 70er Jahre bisweilen auch symphonische oder orchestrale Elemente in ihren Sound einfließen ließen, sind Irmin´s Way damit stilistisch kaum vergleichbar. Da in den symphonischen Passagen eine gewisse Nähe zu Eloy besteht, klingen die Aufnahmen beinahe so, als ob die Band um Frank Bornemann eine reinen Hardrock-Gitarristen angeheuert hätte.
Leider fällt der schwachbrüstige Gesang qualitativ doch ein wenig ab und trübt den positiven Gesamteindruck ein wenig. Die instrumentalen Parts überwiegen doch, so dass dieses Manko zu verzeihen ist. Nach mehrmaligen Hördurchgängen setzt sich bei mir sogar die Erkenntnis durch, dass dieses gesangliche Defizit für den gewissen Krautrock-Faktor sorgt und irgendwie zu den Kompositionen passt.
Nachdem die ersten drei Songs mit einer Spielzeit von bis zu 9:23 Minuten aufwarten, holen Irmin´s Way mit dem ganze 22.36 Minuten langen Titeltrack "Opus; Destroy" zum großen symphonischen Wurf aus. Nach behutsamen Beginn steigert sich dieser Titel zu einem Bombastwerk erster Güte.
Diese Wiederentdeckung einer doch reichlich obskuren Band hat sich auf jeden Fall gelohnt und kann jedem Fan, der sich sowohl im traditionellen Hardrock, als auch im symphonischen Progrock der 70er Jahre heimisch fühlt, an´s Herz gelegt werden.
| Anspieltipp(s): |
Past & Present, Opus; Destroy |
| Vergleichbar mit: |
hardrockige Version von Eloy |
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| Veröffentlicht am: |
5.10.2002 |
| Letzte Änderung: |
5.10.2002 |
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Viel ist in der Tat nicht über Irmin's Way und ihr Album "Opus; Destroy" herauszubekommen. Der ursprüngliche Besitzer dieser Aufnahmen hat zudem offenbar ein ziemlich schlechtes Gedächtnis. Weder erinnert er sich wann genau das Material eingespielt wurde (was nach gut 25 vielleicht ganz verständlich ist), noch wie die Musiker hiessen, die hier am jammen sind. Es könnte natürlich auch sein, dass die Beteiligten etwas gegen die Preisgabe ihrer Namen einzuwenden hatten (was ich sogar verstehen könnte).
Hardrock trifft auf Symphoprog schreibt Horst weiter oben. Das kann man so stehen lassen. Wie eine Kreuzung aus der Musik der Scorpions und Eloy klingt das auf "Opus; Destroy" Gebotene: Hart rockende E-Gitarren treffen auf piepsende, fiepende, flächig wogende und quietschende Synthesizer- und Keyboardsounds, ab und zu auch auf eine E-Orgel und ein Piano. Dazu wummert die solide dahintreibende Rhythmusabteilung. Etwas flach klingt das Ganze allerdings, wie eine kaum produzierte Demoaufnahme (worum es sich vermutlich auch handelt). Insbesondere der Tastensound ist ziemlich dünn, konturlos und käsig (eigentlich wäre da ein Vergleich mit Eloy, die zumindest satt und druckvoll ihre diversen Keyboards zum klingen brachten, ziemlich ungerecht denselben gegenüber). Fast hat das - auch wenn ich zugegebenermassen kein grosser Kenner auf dem Gebiet bin - Neoprog-Flair. Wenn man mir versichert hätte, dass diese Aufnahmen anfang der 80er entstanden sind, hätte ich es auch geglaubt.
Der Gesang fällt qualitativ nicht ein wenig ab, er ist schlichtweg furchtbar. Wackelig und kraftlos wird hier gesungen (leider doch ziemlich oft) und man hat den Eindruck, als wäre der gute Mann immer etwas ausser Atem. Das ruiniert für mich dieses Album endgültig, wobei es mich allerdings auch ohne den Gesang nicht sonderlich aus den Socken hauen würde. Die Hardrockkomponente ist zwar durchaus solide gemacht und besonders die E-Gitarre lässt es ab und zu ganz ordentlich krachen. Die dazu erklingende, träge Tastenverkleisterung ist dagegen ziemlich platt und belanglos, erzeugt einen schwachbrüstigen Bombast, der in Verbindung mit dem grausamen Gesang eher lächerlich wirkt.
Kurzum, dieser pappige Sympho-Hardrock ist nicht viel origineller als das, was z.B. Jane zur selben Zeit produziert haben (klingt aber um einiges schlechter). Dass Irmin's Way dafür in der zweiten Hälfte der 70er kein Label gefunden haben, kann ich gut verstehen. Es wäre aber auch nicht nötig gewesen das Versäumte nachzuholen. Diese drittklassige Aufnahme hätte man ruhig weiter in der Schublade belassen können, in der sie 25 Jahre lang dahingestaubt hat.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.10.2006 |
| Letzte Änderung: |
19.10.2006 |
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