Song For America
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Kirshner / Sony Music |
| Durchschnittswertung: |
12.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Phil Ehart |
drums |
| Dave Hope |
bass, backing vocals |
| Kerry Livgren |
guitars, keyboards, backing vocals |
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| Robbie Steinhardt |
lead vocals, violin |
| Steve Walsh |
lead vocals, keyboards |
| Rich Williams |
lead guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Down The Road
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3:43
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| 2. |
Song For America
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9:59
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| 3. |
Lamplight Symphony
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8:11
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| 4. |
Lonely Street
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5:43
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| 5. |
The Devil Game
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5:03
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| 6. |
Incomudro - Hymn To The Atman
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12:12
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| Gesamtlaufzeit | 44:51 |
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Rezensionen

"Song For America" aus dem Jahr 1975 zählt zu den progressivsten Werken von Kansas und enthält mit dem Titelsong, "Lamplight Symphony" und "Icomudro - Hymn To The Atman" gleich drei symphonische Highlights im Repertoire der Amerikaner. Demgegenüber stehen mit "Down The Road", "Lonely Street" und "Devil Game" auch wieder kompakte Rocksongs auf dem Programm, wo die amerikanische Rocktradition zum Vorschein kommt. Diese hardrockigen Titel sind aber an Energie kaum zu überbieten und leben von frenetischem Gitarren- und Geigenspiel. Somit gehören auch diese von Power bestimmten Songs genauso zu Kansas wie auch die epische und bombastische Ausrichtung der Prog-Songs. Mit diesem stilistischen Kontrastprogramm wird die Einzigartigkeit der Band um die beiden kreativen Köpfe Kerry Livgren und Steve Walsh nur noch untermauert.
Auf jeden Fall ist Kansas mit "Song For America" eine weitere Steigerung gelungen und eigentlich vermag nur "Leftoverture" diesen Qualitätsstandard noch zu übertreffen. Somit gehört das zweite Kansas-Album zu den progressivsten Veröffentlichungen im Programm der Amerikaner. Allein schon das ausufernde Keyboardspiel im Mittelteil von "Icomudro - Hymn To The Atman" ist fast schon die Anschaffung dieser CD Wert und lässt die Herzen aller Moog-Fans höher schlagen. Genial!
| Anspieltipp(s): |
Song For America, Icomudro - Hymn To The Atman |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
23.5.2003 |
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Der Hauptgrunde, warum ich Prog-Bands aus Amiland (sofern sie nicht der Avant-Szene angehören) skeptisch gegenüberstehe, ist die Neigung zum überproduzierten lautsprecherverkleisternden Breitwand-AOR-Sound. Erschwerend hinzu kommen häufig die bombastischen mehrstimmigen Gesangsarrangements. Entsprechend habe ich Kansas bisher links liegen lassen. Ein Fehler!
Zumindest auf ihren frühen Alben vermeiden sie die genannten Unarten. Die Musik ist kraftvoll, aber nie zu bombastisch; auch zurückhaltend instrumentierte Passagen sind erlaubt, es wird nicht ständig die volle Breitseite aufgefahren. Eine gelungene Kombination von melodischem Hardrock und komplexeren Strukturen, bei der naturgemäß die "epischen" Stücke hervorstechen. Und selbst einfachere Rocksongs wie Down the Road werden durch das virtuose Fiedeln aufgepeppt (lediglich The Devil Game ist mir zu simpel gestrickt).
Die Remaster-Ausgabe des Albums enthält noch zwei Bonustitel, zum einen die arg verstümmelte Single-Version des Titelstücks, zum anderen eine furiose Liveaufnahme von Down the Road mit noch heftigeren Attacken von Violine, Gitarre und Orgel als es die Studiofassung zu bieten hat.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.8.2007 |
| Letzte Änderung: |
30.8.2007 |
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Kansas' Zweitwerk "Song For America" macht vieles ähnlich wie das sebstbetitelte Debüt, das aber von Anfang an wesentlich besser. Der formale Aufbau ist mit drei kurzen und drei langen Stücken ungefährt vergleichbar, wobei die Longtracks, insbesondere "Incomudro", hier noch länger ausfallen. Die Grundsubstanz des Sounds ist weiterhin (und daran wird sich auch bis 1980 nichts ändern) massiv klingender amerikanischer Hardrock mit Gesangsharmonien. Die Prog-Ausflüge werden durch virtuoses Band-Zusammenspiel zwischen Rhythmusgruppe, Gitarre, Geige und Keyboards in Form von ausladenden Instrumentalteilen und einigen krummen Rhythmen zelebriert. Beachtlich ist wie immer, dass die Band dabei eben stets von ihrem souveränen, bodenständigen Hardrock-Fundament aus agiert. Im Vergleich mit britischen Bands der Zeit klingt die Musik damit zwar weniger eklektisch, jedoch stets originell und bodenständig.
Gegenüber "Can I Tell You" und "Bringing It Back" setzt der Opener "Down The Road" Ausrufezeichen beispielsweise durch geschickt eingebaute Frickelparts auf der einen und noch konsequentere Härte auf der anderen Seite. Auch das von mir am Debüt bemängelte Zusammenspiel hat die Band hier optimiert, wie schon in den ersten paar Takten zu hören ist. Auch der Aufbau ist eher ungewöhnlich, ganz konkret haben wir es hier also mit einer verkappten Prognummer im US-Hardrock-Single-Gewand zu tun. Die übrigen kurzen Songs sind nicht weniger bemerkenswert: "Lonely Street" demonstriert trotz spärlicher Instrumentierung eine Art Prog-Heavy-Blues mit herausragendem Gesang. "The Devil Game" klingt dagegen mit seiner Fokussierung auf den Rhythmus, konkret das gemeinsame Riffing von Gitarre, Keyboard und Geige, wie der Prototyp späterer Bands wie etwa Symphony X.
Mit Sicherheit gibt es Leute, die Kansas für ihre kurzen Songs schätzen. Die Longtracks von "Song For America" sind allerdings auch klasse. Der Titelsong kontrastiert treibende, von einem walzenden Bass unterlegte Parts mit ruhigeren Passagen zwischen romantischer Keyboardarbeit und Einflüssen aus dem Jazz. Die Geistergeschichte "Lamplight Symphony" knausert mit solchen Power-Parts eher, ist jedoch herrlich dramatisch angelegt und schwelgt überwiegend in perlenden Pianoläufen und Streicherbombast. Obendrein setzt der zuckersüße Gesang dem Lied noch die Krone auf. Den Vogel schießt allerdings das abschließende "Incomudro - Hymn To The Atman" ab. Die Nummer startet ruhig und romantisch, um sich dann in orgiastische Soli von Keyboard und Geige zu steigern. Zur Mitte gibt's nach einem für manche Zeitgenossen wohl schwer zu ertragenden Schlagzeugsolo mit einer Ruhepause noch mal etwas Suspense, ehe die Nummer nach einem Gitarrensolo mit jubilierenden Keyboard-Arpeggi endet. 12 Minuten Höchstspannung und durchaus in der gleichen Liga wie Tony Banks respektive Genesis in "The Cinema Show"!
Alles in Allem ist "Song For America" der erste große Kansas-Klassiker. Ein zusammenfassendes Fazit kann man hier eigentlich gar nicht geben, dafür sprechen die in sich ziemlich kompakten Nummern schon viel zu sehr für sich. Einige Leute mögen sich am Blues von "Lonely Street" oder dem Schlagzeugsolo in "Incomudro" stören, aber für mich ist das Alben eine absolut runde, um nicht zu sagen: perfekte Sache, zu dem diese Bestandteile unverzichtbar dazugehören.
| Anspieltipp(s): |
Song For America, The Devil Game, der Rest kommt dann von alleine. |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.9.2011 |
| Letzte Änderung: |
6.9.2011 |
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