Barclay James Harvest
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Harvest |
| Durchschnittswertung: |
6.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| John Lees |
Guitar, Vocals |
| Les Holroyd |
Bass, Vocals |
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| Mel Pritchard |
Drums |
| Stewart Wooly Wolstenholme |
Keyboards, Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Taking Some Time On
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5.31
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| 2. |
Mother Dear
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3.20
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| 3. |
The Sun Will Never Shine
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5.07
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| 4. |
When the World Was Woken
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5.50
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| 5. |
Good Love Child
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5.10
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| 6. |
The Iron Maiden
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2.43
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| 7. |
Dark Now My Sky
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12.02
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| Gesamtlaufzeit | 39:43 |
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Rezensionen

BJH wurden 1967 gegründet und bekamen nach ihrem Single-Debut 1968 einen Plattenvertrag bei EMIs neu gegründeten Progressive-Label Harvest. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll gar das Label nach der Band benannt worden sein!
Produziert wurde die Platte von Norman "Hurricane" Smith, der auch schon die frühen Pink Floyd-Werke produzierte und bei den Beatles seine Finger im Spiel hatte. Das "Barclay James Harvest Orchester" wurde geleitet von Robert Godfrey, der auch die Orchesterstellen arrangierte. Dieser sollte später "The Enid" gründen.
Die Platte beginnt mit einem simplen Rocksong, "Taking Some Time On", der psychedelisch sein will, dessen Gitarre aber irgendwann nur noch nervt. Das anschließende "Mother Dear" ist da schon wesentlich ruhiger gehalten, Streicher untermalen eine akustische Gitarre. Nett anzuhören.
"The Sun Will Never Shine" handelt davon, daß die Sonne irgendwann die graue Wolkendecke nicht mehr durchdringen kann (BJH sind übrigens Engländer ;-)). Für solch ein "düsteres" Motiv ist der Song aber recht fröhlich angelegt. "When The World Was Woken", der einzige Song aus der Feder von Les Holroyd, ist mit großem Orchester unterlegt. "Good Love Child", ein simpler Rocksong, kann nicht überzeugen und nervt recht schnell. "The Iron Maiden" ist eine kleine melancholische Nummer, die von Mellotron und der Basslinie getragen wird.
Das abschließende "Dark Now My Sky" stellt das Magnum Opus der frühen BJH dar, mit dem sie ihre Liveshows zu Beginn der 70er immer abschlossen. Dieses theatralische Werk beginnt mit einem gesprochenen Intro und ist ausladend orchestriert. John Lees ließ sich dabei von einem Buch über Umweltzerstörung beeinflussen. Es stellt sicherlich das Highlight der Platte dar.
Lassen wir Woolly Wolstenholme zum Schluß zu Wort kommen: "Insgesamt war das Album nicht so erfolgreich wie es hätte sein können - es war eher überblasen. Es schien eher ein Präventivschlag, eine Übung für das Wahre." Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
| Anspieltipp(s): |
Dark Now My Sky |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
1.6.2003 |
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Die gute Nachricht zuerst: Seit 2002 gibt es die remasterte Ausgabe des Debuts. Das Besondere ist, dass diese Ausgabe reichlich Bonus-Tracks für den an der psychedelischen Frühphase der Band interessierten Hörer enthält. Es gibt Singles und Raritäten der Jahre 1968 und 1969 (sechs Stück, inkl. der ersten, noch irgendwie naiven Single Early Morning) sowie sieben Stücke der BBC-Sessions vom 30. Juli 1968. Weder Singles noch BBC-Sessions sind musikalisch bemerkenswert, sondern stellen typischen End-60er, anpsychedelisierten, leicht folkigen Pop dar. Nett, leicht verdaulich, aber auch nicht weiter der Rede wert.
Das Mitte 1970 erschienene Debut selbst wirkt noch ziemlich unausgegoren und leidet unter der damals in progressiven Kreisen angesagten Orchestrierung, die bei Barclay James Harvest einige Alben lang Masche war. Während Kollegen wie Deep Purple, Pink Floyd oder selbst die Moody Blues noch leidlich Interessantes bei ihren Experimenten produzierten, ist hier vorwiegend schwülstiger Bombast die Folge. Die dezent gehaltenen Stücke Mother Dear und The Iron Maiden lassen sich hier noch am ehesten hören. Es wird ansonsten der Grundstein für den unguten Spitznamen der Band gelegt: Poor Man's Moody Blues (man höre nur mal The Sun will never shine oder When the World was woken).
Bei dem pathetischen Dark now my Sky kommt der orchestrale Einsatz hingegen gar nicht schlecht. Die Wechselwirkung von hymnischen Momenten und fragilem Gesang, der allein von einem sacht pulsierenden Bass begleitet wird, zeigt, dass BJH dabei sind, einen eigenen Stil zu entwickeln.
Bemerkenswert ist sonst noch der für die späteren BJH allerdings untypische, flotte Opener Taking Some Time on mit seiner lockeren folkig-psychedelischen Atmosphäre, die noch die Inspiration durch die Beatles ahnen lässt.
| Anspieltipp(s): |
Taking Some Time, When the World was woken, Dark now my Sky |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.11.2009 |
| Letzte Änderung: |
6.11.2009 |
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