SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
10.3.2010
Watzlawick - Prologue
Barbara Rubin - Under The Ice
The Barstool Philosophers - Sparrows
Jackie-O Motherfucker - Flags of the Sacred Harp
Kaipa - In the Wake of Evolution
Maxwell's Demon - Diablo
9.3.2010
Finnegans Wake - The Bird and the Sky Above
The Hirsch Effekt - Holon : Hiberno
8.3.2010
Peter Gabriel - Plays Live
Peter Gabriel - IV
Circle - TAANTUMUS
Sven Grünberg - OM
Peter Gabriel - III
7.3.2010
A Silver Mt. Zion - 'this is our punk-rock,' thee rusted satellites gather+sing
Jaga Jazzist - One-Armed Bandit
Rishloo - Terras Fames
Maxwell's Demon - Diablo
6.3.2010
Redemption - Snowfall On Judgment Day
ARCHIV
STATISTIK
16289 Rezensionen zu 10364 Alben von 3874 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Barclay James Harvest

Barclay James Harvest

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1970
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Rock / Pop / Mainstream
Label: Harvest
Durchschnittswertung: 6.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

John Lees Guitar, Vocals
Les Holroyd Bass, Vocals
Mel Pritchard Drums
Stewart Wooly Wolstenholme Keyboards, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Taking Some Time On 5.31
2. Mother Dear 3.20
3. The Sun Will Never Shine 5.07
4. When the World Was Woken 5.50
5. Good Love Child 5.10
6. The Iron Maiden 2.43
7. Dark Now My Sky 12.02
Gesamtlaufzeit39:43


Rezensionen


Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 1 von 2)


BJH wurden 1967 gegründet und bekamen nach ihrem Single-Debut 1968 einen Plattenvertrag bei EMIs neu gegründeten Progressive-Label Harvest. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll gar das Label nach der Band benannt worden sein!

Produziert wurde die Platte von Norman "Hurricane" Smith, der auch schon die frühen Pink Floyd-Werke produzierte und bei den Beatles seine Finger im Spiel hatte. Das "Barclay James Harvest Orchester" wurde geleitet von Robert Godfrey, der auch die Orchesterstellen arrangierte. Dieser sollte später "The Enid" gründen.

Die Platte beginnt mit einem simplen Rocksong, "Taking Some Time On", der psychedelisch sein will, dessen Gitarre aber irgendwann nur noch nervt. Das anschließende "Mother Dear" ist da schon wesentlich ruhiger gehalten, Streicher untermalen eine akustische Gitarre. Nett anzuhören.

"The Sun Will Never Shine" handelt davon, daß die Sonne irgendwann die graue Wolkendecke nicht mehr durchdringen kann (BJH sind übrigens Engländer ;-)). Für solch ein "düsteres" Motiv ist der Song aber recht fröhlich angelegt.
"When The World Was Woken", der einzige Song aus der Feder von Les Holroyd, ist mit großem Orchester unterlegt.
"Good Love Child", ein simpler Rocksong, kann nicht überzeugen und nervt recht schnell.
"The Iron Maiden" ist eine kleine melancholische Nummer, die von Mellotron und der Basslinie getragen wird.

Das abschließende "Dark Now My Sky" stellt das Magnum Opus der frühen BJH dar, mit dem sie ihre Liveshows zu Beginn der 70er immer abschlossen. Dieses theatralische Werk beginnt mit einem gesprochenen Intro und ist ausladend orchestriert. John Lees ließ sich dabei von einem Buch über Umweltzerstörung beeinflussen. Es stellt sicherlich das Highlight der Platte dar.

Lassen wir Woolly Wolstenholme zum Schluß zu Wort kommen: "Insgesamt war das Album nicht so erfolgreich wie es hätte sein können - es war eher überblasen. Es schien eher ein Präventivschlag, eine Übung für das Wahre."
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Anspieltipp(s): Dark Now My Sky
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.6.2003
Letzte Änderung: 1.6.2003
Wertung: 7/15

Zum Seitenanfang

Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Die gute Nachricht zuerst: Seit 2002 gibt es die remasterte Ausgabe des Debuts. Das Besondere ist, dass diese Ausgabe reichlich Bonus-Tracks für den an der psychedelischen Frühphase der Band interessierten Hörer enthält. Es gibt Singles und Raritäten der Jahre 1968 und 1969 (sechs Stück, inkl. der ersten, noch irgendwie naiven Single Early Morning) sowie sieben Stücke der BBC-Sessions vom 30. Juli 1968. Weder Singles noch BBC-Sessions sind musikalisch bemerkenswert, sondern stellen typischen End-60er, anpsychedelisierten, leicht folkigen Pop dar. Nett, leicht verdaulich, aber auch nicht weiter der Rede wert.

Das Mitte 1970 erschienene Debut selbst wirkt noch ziemlich unausgegoren und leidet unter der damals in progressiven Kreisen angesagten Orchestrierung, die bei Barclay James Harvest einige Alben lang Masche war. Während Kollegen wie Deep Purple, Pink Floyd oder selbst die Moody Blues noch leidlich Interessantes bei ihren Experimenten produzierten, ist hier vorwiegend schwülstiger Bombast die Folge. Die dezent gehaltenen Stücke Mother Dear und The Iron Maiden lassen sich hier noch am ehesten hören. Es wird ansonsten der Grundstein für den unguten Spitznamen der Band gelegt: Poor Man's Moody Blues (man höre nur mal The Sun will never shine oder When the World was woken).

Bei dem pathetischen Dark now my Sky kommt der orchestrale Einsatz hingegen gar nicht schlecht. Die Wechselwirkung von hymnischen Momenten und fragilem Gesang, der allein von einem sacht pulsierenden Bass begleitet wird, zeigt, dass BJH dabei sind, einen eigenen Stil zu entwickeln.

Bemerkenswert ist sonst noch der für die späteren BJH allerdings untypische, flotte Opener Taking Some Time on mit seiner lockeren folkig-psychedelischen Atmosphäre, die noch die Inspiration durch die Beatles ahnen lässt.

Anspieltipp(s): Taking Some Time, When the World was woken, Dark now my Sky
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.11.2009
Letzte Änderung: 6.11.2009
Wertung: 6/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Barclay James Harvest

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Once Again 11.00 1
1972 Barclay James Harvest & Other Short Stories 9.50 2
1972 Baby James Harvest 9.00 2
1974 Everyone Is Everybody Else 10.50 2
1974 Live 12.33 3
1975 Time honoured ghosts 11.50 2
1976 Octoberon 11.00 2
1977 Gone To Earth 9.00 2
1978 XII 8.20 5
1978 Live tapes 10.50 2
1979 Eyes of the Universe 6.67 3
1981 Turn of the Tide 5.00 1
1982 Berlin - A concert for the people 10.00 2
1983 Ring of Changes 6.50 2
1984 Victims of Circumstance 4.00 1
1991 Best of Barclay James Harvest - 1
1993 Caught In The Light 7.00 1
1997 River of Dreams 8.00 1
2000 Revival 9.00 1
2002 ...BBC Live in concert 1972 10.00 1
2002 Caught Live (DVD) 10.00 1
2005 All is safely gathered in - An anthology 1967-1997 11.50 2
2007 Legacy - Live at The Shepherd´s Bush Empire (DVD) 12.00 1
2007 Legacy - Live at The Shepherd´s Bush Empire 8.00 1
2008 After the day - The Radio Broadcasts 1974-1976 10.00 1
2009 Sea of Tranquility. The Polydor Years 1974-1997 11.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2009; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
Design: Ralf Damaschke - Webmaster: Udo Gerhards
RSS 2.0 - Klip - Sidebar
Impressum