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Barclay James Harvest

Barclay James Harvest & Other Short Stories

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Rock / Pop / Mainstream
Label: Harvest
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

John Lees Guitar, Vocals
Les Holroyd Bass, Vocals
Mel Pritchard Drums
Stewart Wooly Wolstenholme Keyboards, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Medicine Man 3.49
2. Someone There You Know 3.50
3. Harry's Song 3.55
4. Ursula (The Swansea Song) 2.55
5. Little Lapwing 4.59
6. Song With No Meaning 4.23
7. Blue John's Blues 6.51
8. The Poet 4.18
9. After The Day 5.18
Gesamtlaufzeit40:18


Rezensionen


Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 1 von 2)


Nach ihrem durchaus vielversprechenden Zweitling schoben BJH wiederum gerade einmal neun Monate später ihren dritten Output nach. Dabei wechselten sie den Produzenten (Wally Allen) sowie den Arrangeur der Orchesterparts (Toni Cooke und Martyn Ford). An der Ausrichtung des Gesamtsounds änderte dies indes herzlich wenig. Allein die Stücke sind hier kürzer gehalten.

Zum einen gibt es wieder mit großem Orchester untermalte Stücke ("Medicine Man", "Little Lapwing"), aber auch simple Rocker ("Blue John's Blues", "Harry's Song" - eine Ode an einen toten Papagei) sowie ein paar ruhige, leicht melancholische Stücke ("Ursula").
Besonders hervorzuheben sind "The Poet", das mit Streichern, Holzbläsern sowie einem Horn unterlegt ist. Woolly singt dazu über die Allüren des Künstlers mit Wohnsitz Elfenbeinturm. Der Song wird orchestral übergeleitet zu "After The Day", der noch einmal alles auffährt, was BJH zu bieten haben: Harmoniegesang, ein düsteres Mellotron, ein aggressives Gitarrensolo; er endet mit einem Knalleffekt.

Eine Weiterentwicklung ihres Sounds kann man BJH auf ihrem dritten Werk wohl nicht attestieren. Die Ausrichtung auf kürzere, songorientierte Stücke darf zumindest in dieser Phase der Bandgeschichte als Irrweg ausgelegt werden.

Anspieltipp(s): The Poet, After The Day
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.6.2003
Letzte Änderung: 10.6.2003
Wertung: 9/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Bei den Short Stories handelt es sich um eine Sammlung z.T. recht unterschiedlicher Stücke. Ich habe mich – nach dem überzeugenden Konzept, das Once Again nach dem dürftigen Debut präsentierte – mit dieser Songsammlung etwas schwer getan. Aber das Einhören lohnt!

Vom wegweisenden Vorgängeralbum ist die Hinwendung zum progressiven Softrock erhalten geblieben, wie sie besonders deutlich etwa bei Someone there you know oder im zweiten Teil von Blue John's Blues zum Ausdruck kommt. Sinfonische Elemente fügen sich natürlich auch wieder ins Bild. Erhöht wurde der folkige Anteil mit Stücken wie Harry's Song, Ursula oder auch Teilen von Little Lapwing und Blue John's Blues. Hierzu gehört auch, dass Song with no Meaning schwer nach Crosby Stills & Nash klingt.

Kammermusikalisch kommt hingegen The Poet rüber und setzt kurz vor Schluss noch einen neuen fragil-melancholischen Akzent. Das ist überzeugend gemacht, wie Klassik hier eingebunden wird – wenn man vom schwülstigen Ende absieht, das nahtlos in das bombastische, moodybluesige After the Day übergeht. Geblieben ist allenthalben die sichere Hand für gut ins Ohr gehende Melodien.

Das Schöne an der remasterten Ausgabe ist, dass die neun regulären Titel des Albums durch sechs Bonus-Tracks, größtenteils aus unveröffentlichten BBC-Sessions aus dem Jahr 1971 ergänzt werden.

Medicine Man ist dabei unter den Bonus-Tracks ein Extrem, das gleichwohl besonderer Beachtung wert ist. Die Originalversion hat der Band selbst nicht gefallen. Man vergleiche also die Version von Medicine Man, die das Album eröffnet, und die Version der BBC-Aufnahme vom 15. März 1972 (15. Song der remasterten Ausgabe und übrigens nicht identisch mit der Version auf BBC Live in Concert vom 16. November 1972). 1971 im Studio wird mit Orchesterklängen alles zugekleistert; das klingt lasch, überzuckert, wie ein schwüles Relikt aus den 60ern. Hingegen die hochdynamische, druckvolle Version ein Jahr später: Da hört man geradezu die Stammestrommeln schlagen! Satte Mellotronsounds stehen an Stelle süßlicher Streicher- und pompöser Bläserklänge. Nicht alle Bonustracks haben diese Qualität, sind aber allesamt hörenswert.

Anspieltipp(s): Medicine Man, Harry's Song, The Poet
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.11.2009
Letzte Änderung: 12.11.2009
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Barclay James Harvest

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Barclay James Harvest 6.50 2
1971 Once Again 11.00 1
1972 Baby James Harvest 9.00 2
1974 Everyone Is Everybody Else 10.50 2
1974 Live 12.33 3
1975 Time honoured ghosts 11.50 2
1976 Octoberon 11.00 2
1977 Gone To Earth 9.00 2
1978 XII 8.20 5
1978 Live tapes 10.50 2
1979 Eyes of the Universe 6.67 3
1981 Turn of the Tide 5.00 1
1982 Berlin - A concert for the people 10.00 2
1983 Ring of Changes 6.50 2
1984 Victims of Circumstance 4.00 1
1991 Best of Barclay James Harvest - 1
1993 Caught In The Light 7.00 1
1997 River of Dreams 8.00 1
2000 Revival 9.00 1
2002 ...BBC Live in concert 1972 10.00 1
2002 Caught Live (DVD) 10.00 1
2005 All is safely gathered in - An anthology 1967-1997 11.50 2
2007 Legacy - Live at The Shepherd´s Bush Empire (DVD) 12.00 1
2007 Legacy - Live at The Shepherd´s Bush Empire 8.00 1
2008 After the day - The Radio Broadcasts 1974-1976 10.00 1
2009 Sea of Tranquility. The Polydor Years 1974-1997 11.00 1

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