Tubular Bells 2003
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
WEA |
| Durchschnittswertung: |
11.5/15 (6 Rezensionen) |
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Besetzung
| Mike Oldfield |
siehe booklet *g* |
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Gastmusiker
| John Cleese |
"special guest" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Part One
1. Introduction 5:51 2. Fast Guitars 1:04 3. Basses 0:46 4. Latin 2:18 5. A Minor Tune 1:21 6. Blues 2:40 7. Thrash 0:44 8. Jazz 0:48 9. Ghost Bells 0:30 10. Russian 0:44 11. Finale 8:36
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| 2. |
Part Two
1. Harmonics 5:21 2. Peace 3:22 3. Bagpipe Guitars 3:07 4. Caveman 4:33 5. Ambient Guitars 5:09 6. Hornpipe 1:39
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| Gesamtlaufzeit | 48:33 |
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Rezensionen

Ich bin sprachlos! Da geht man nichts Böses ahnent in den CD-Laden, und siehe da: Meister Oldfields neustes Machwerk springt einem ins Auge. "Tubular Bells 2003? Häh? Ach, eine Neuaufnahme? Wer braucht das denn?" So ungefähr mein Gedankengang.
Nichtsdestotrotz - her mit der CD und ab in den Player. Tatsächlich, das originale "Tubular Bells" Note für Note nachgespielt. Aber wie! "Wow!" trifft's wohl am besten!
Man kann von der Masche Oldfield's halten, ständig irgendwelche ominösen Scheibchen unter der TB-Fahne zu veröffentlichen, was man will, aber dieses Teil rechtfertigt es. Waren Sachen wie "Millenium Bell" eher überflüssig (um's nett zu sagen), wird einem hier einiges geboten. Sicher, die Musik ist nicht neu, aber sie macht einfach immer noch einen Heidenspaß! Mit den neusten Produktionsmethoden und Instrumenten eingespielt, haut einem der Klang echt den Staub aus den Ohrmuscheln. Glasklar und doch druckvoll (was man so schön "fett" nennt).
Was spontan auffällt, ist, dass die ursprünglichen zwei langen Teile in einzelne Segmente aufgeteilt wurden. Oldfield traute sich wohl nicht so recht, 2003 mit zwei Zwanzigminütern aufzuwarten *g*. Klasse sind auch die Instrumentenankündigungen im Finale des ersten Teils, die von einem gewissen John Cleese (jep, der von Monty Python!) gesprochen werden. Köstlich!
Also, wer den originalen Bells etwas abgewinnen konnte, sollte hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren. Dass es nicht gerade von Originalität sprüht, seine alten Klassiker wieder und wieder aufzuwärmen, mag dahin gestellt sein - ich jedenfalls finde die CD einfach klasse.
Die erste CD von Oldfield seit "Amarok", die man wirklich kennen sollte...
P.S.: Wie wär's denn mal, wenn Genesis sich reformieren und "Lamb Lies Down" neu aufnehmen? *g* Die ist ja klangtechnisch auch eher jenseits von Gut und Böse... ;-) Nur so'n Gedanke...
| Anspieltipp(s): |
In punkto Klangqualität: Basses |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
31.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
31.5.2003 |
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Zum 30jährigem Jubiläum des epoche-machenden Erstlingswerk "Tubular Bells" hat Mike Oldfield nun eine Neueinspielung des Albums vorgelegt. "Wer braucht denn so was?" fragte ich mich und meine Skepsis gegenüber dieser Neueinspielung hat ja einen durchaus greifbaren Hintergrund, waren doch die letzten Outputs von Oldfield gar grauselig und nicht nur überflüssig, sondern wirklich peinlich für einen Mann, der Rockgeschichte geschrieben hat. Das oft geschmähte "Moonlight Shadow" war ja eh nur eine Art Initialzündung für den musikalischen und kommerziellen Niedergang Oldfields. Zuletzt beglückte er die Musikwelt mit Selbstplagiaten, die er sinnigerweise dann auch gleich "Tubular Bells II", "Tubular Bells III" oder "The Millennium Bell" (aua!!) nannte oder vielleicht auch "Tubular Bells CDXXXVIII" hätten heißen können.
Also: Braucht man da wirklich eine Neuaufnahme?
Mit der Antwort habe ich bestimmt nicht gerechnet, denn sie lautet "Ja!". Mike Oldfield ist mit "Tubular Bells 2003" ein äußerst schwieriger Spagat gelungen, jener zwischen Modernisierung des Sounds und bloßer Reproduktion. "Tubular Bells 2003" klingt so frisch und bombastisch, so audiophil, wie seinerzeit das Original. Was wirklich faszinierend ist: Obwohl im Arrangement sehr nah am Original, klingt das Album dennoch nicht wie ein Art-Rock-Relikt aus den 70ern, sondern wie ein zeitgemäßer Beitrag zur instrumentalen Rockmusik. Der wahrlich perfekte Klang der Aufnahme macht das Album zu einem echten Highlight. Respekt, Herr Oldfield.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Tubular Bells ;-) |
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| Veröffentlicht am: |
2.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
2.6.2003 |
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Langsam fragt man sich, wo das mit den ganzen Bell-Teilen noch hingehen soll?!
Fassen wir mal zusammen: Tubular Bells (1973), Orchestral Tubular Bells (1975), Tubular Bells Remixed (1976), Tubular Bells II (1992), Tubular Bells 25th Anniversary Edition (1998), TB III (1998), The Millenium Bell (1999) und jetzt Tubular Bells 2003 re-recording. Streng genommen kommt noch die remastered-Neuauflage und die Liveversion auf Exposed dazu.
Gut, Mike Oldfield hat immer betont, dass er mit seinem Urwerk nie zufrieden war und sich ihm die Fußnägel hochkrempeln, wenn er sich den Klang und die Spielfehler des 1973er Albums anhört. Aber hatte er nicht bereits mit TB II eine klangliche Aufarbeitung abgeliefert? Und hatte er nicht mit TB III eine moderne (teilweise sogar von aktuellen Trends wie Techno beeinflusste) Version präsentiert?
Nun muss auch noch zum 30jährigen Jubiläum eine werkgetreue Neuauflage herhalten. Natürlich klingt jetzt alles sauberer und die Übergänge sind flüssiger. Allerdings machen aus historischer Sicht die Ecken und Kanten der ursprünglichen Version den Reiz und speziellen Charme aus. Ein Album, welches 1973 seiner Zeit voraus war und ein ganz neues Kapitel in der Rockmusik aufschlug. OK, ich habe natürlich auch TB 2003 im Regal stehen (sonst könnte ich wohl kaum diese Zeilen schreiben), aber wirklich haben muss ich das Teil nicht.
Ich habe aber die Hoffnung, dass Herr Oldfield nun die Vergangenheit genügend aufgearbeitet hat und sich zukünftig neuen musikalischen Arbeiten widmet. Angeblich, so sagt er, ist sein Kopf noch voller Ideen, die auf eine Umsetzung warten. Also frisch ans Werk und bitte, bitte keine Bells-Geschichten mehr. Selbst der toleranteste Oldfield-Fan kann es nicht mehr hören.
Anmerkung: Natürlich wird es ab dem 25.08.2003 das komplette Werk auch als DVD im 5.1-Mix geben. Getreu dem Motto: Lass uns mit TB Kohle scheffeln solange es die Fans mitmachen!
| Anspieltipp(s): |
Die Ur-Version von 1973!!! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.7.2003 |
| Letzte Änderung: |
4.7.2003 |
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Gerade das Holprige, die Ungenauigkeiten und die Tatsache, dass das "Original" eben nicht perfekt war, macht für mich bei Tubular Bells zu einem wesentlichen Teil die Klasse und das Besondere des Albums aus. Mir gefällt auch Tubular Bells 2003, schliesslich ist es ja praktisch dieselbe Musik, allerdings fehlt dieser Version die Authentizität der Urversion. Glattpoliert und klanglich auf der Höhe der Zeit fehlt der Musik das kratzige, erdige, spannende Moment, das das Original ausgezeichnet hat. Ich verzichte auf eine Bewertung und gebe lediglich den Hinweis, dass man sich in jedem Fall das Original zulegen sollte. Tubular Bells 2003 braucht man nicht wirklich.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
nicht wirklich vergleichbar mit dem Original |
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| Veröffentlicht am: |
16.11.2003 |
| Letzte Änderung: |
16.11.2003 |
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Von mir ein paar Anmerkungen zur Audio-DVD-Version.
1. Abspielbar in allen üblichen DVD-Playern (keine CD-Player!!) enthält die DVD neben den hochauflösenden 5.1 bzw. Stereo-DVD-Audio-Mix auch entsprechende Spuren für DVD-Video-Player im DTS bzw. Dolby-Digital-Format. Klanglich sind sie alle sehr gut.
2. Als Bonus gibt es neben ein paar Videoausschnitten aus TUBULAR BELLS II und TB III-Konzertfilmen und einer Minidiskografie die Original-Demo-Aufnahme von Tubular Bells von 1971, die Mr. Oldfield damals mit einem 2-Spur-Tonband in seiner 1-Zimmer-Wohnung aufgenommen hat. Glücklicherweise hat er bei diesen Aufnahmen keinerlei Retouschen vorgenommen, Gleichlaufschwankungen, Rauschen und andere technische Störungen sind zu hören, aber der Reiz der Uraufnahme wird dadurch nicht geschmälert. Im Gegenteil: wie Mike Oldfield mit wenigen Instrumenten (Orgel, ein Bass, ein paar Gitarren und diverse Kinderspielinstrumente als Percussionersatz) die Grundstruktur entwickelt, hat schon was. An einigen Stellen erinnert es mich an Instrumentalspuren eines unbekannten Robert Wyatt-Albums. Und erstaunlicherweise klappen auch einige Wechsel der Themen hier flüssiger. Für Freunde des Albums also eine mehr als nette Zugabe.
Fazit: Der alte Fan, der sich damals, weil zu jung, keine Quadrophonieanlage leisten konnte, bekommt nun eine adäquate Version geboten, die klanglich und räumlich wirklich schön ist, und mich in seligen Erinnerungen schwelgen läßt, da ich die Quadrofassung der BOXED einmal über eine Quadroanlage hören durfte. Die Demos sind eine gelungene Zugabe. Wer die DVD findet und (wie ich) preiswert erwerben kann, bekommt hier ein wirklich tolles Album.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.10.2005 |
| Letzte Änderung: |
25.10.2005 |
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Muss es wirklich eine Neueinspielung von "Tubular Bells" geben? Ist es nicht wirklich so, dass es die Tatsache, dass das Original nicht perfekt war, dass es Ecken und Kanten aufwies, seinen speziellen Charme ausmachte?
Mike Oldfield war tatsächlich nie zufrieden mit dem Original und wenn man genau hinhört, kann man das absolut nachvollziehen: Der Sound ist der von 1973, geschenkt, so klang Musik damals eben. Gravierender sind da schon die Probleme mit dem Tempo und gar die Verspieler: Nicht zu überhören und daher schon berühmt sind die von Glockenspiel und Gitarre in Part 1. Aber das Wichtigste ist vielleicht: Die Röhrenglocken waren verstimmt - nicht gerade das unwichtigste Instrument auf einem Album namens "Tubular Bells".
Wir Rockhörer sind Fanatiker des Originals. Seltsamerweise. Denn in den anderen Künsten ist ihre Reproduzierbarkeit seit über hundert Jahren ein zentrales und nicht mehr wegzudenkendes Thema. In der Musik ist es das ebenfalls, noch dazu auf eine ganz besondere Weise: Bei einem klassischen Werk würde niemand auch nur auf die Idee kommen, die erste Tonaufnahme für sakrosankt zu erklären. Noch dazu, wenn man deutlich hört, dass die Musiker sich verspielt haben und ihre Instrumente verstimmt waren. Ich kenne Leute, die so weit gehen, dass sie sich gar keine Aufnahmen kaufen, weil sie der Meinung sind, dass Musik allein durch ihre Aufführung lebt. In der Rockmusik ist das ganz anders: Wir stellen das Studioalbum über die Performance und sehen in der Studioversion das Eigentliche, Ursprüngliche, Unantastbare.
Und: hat ein Musiker nicht das Recht, seine Musik so zu präsentieren, wie er es will? So, dass er sich dafür nicht zu schämen braucht? Nicht dass Oldfield das müsste, nicht falsch verstehen. Aber wenn man etwas zum ersten Mal macht, macht man es erfahrungsgemäß nicht am besten.
"Tubular Bells 2003" ist einfach objektiv besser als das Original: Es klingt besser, es gibt keine Verspieler und die Röhrenglocken klingen voll, klar und rund. Für mich ist es gar keine Frage: "Tubular Bells 2003" ist die Version des Albums, die man haben sollte. Das Original ist damit überholt und nur noch ein historisches Dokument, das allenfalls für Sammler und Rockhistoriker interessant ist.
Oder?
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
"Tubular Bells" |
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| Veröffentlicht am: |
20.6.2012 |
| Letzte Änderung: |
20.6.2012 |
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