First Utterance
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Dawn |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Glen Goring |
6-12 acoustic guitar, electric guitar, slide, hand drums, vocals |
| Andy Hellaby |
fender bass, slide bass, vocals |
| Colin Pearson |
violin, viola |
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| Roger Wootton |
acoustic guitar, lead vocals |
| Rob Young |
flute, oboe, hand drums |
| Bobbie Watson |
vocals, percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Diana
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4:37
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| 2. |
The Herald
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12:12
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| 3. |
Drip Drip
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10:54
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| 4. |
Son To Comus
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7:30
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| 5. |
The Bite
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5:26
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| 6. |
Bitten
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2:15
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| 7. |
The Prisoner
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6:14
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| Gesamtlaufzeit | 49:08 |
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Rezensionen

Seltsame Scheibe! Schon das Cover sieht eigenartig aus, erinnert von der Machart und dem Eindruck den es erweckt an den Erstling von King Crimson - in schwarz-weiß allerdings! Folk gibt es hier, mehr oder weniger, so à la frühe Pentangle. Viel akustische Gitarre, dezenter Bass und Perkussion (kein Schlagzeug), dazu diversester Gesang, Violine/Viola und Flöte, selten Oboe und sogar ein bisschen E-Gitarre. Folk ja, aber schräg und eigenartig.
Also, akustische Gitarren bilden das Grundgerüst der meist augedehnten Stücke, die oft durch das Klappern und Rasseln der Handtrommeln, sehr rhythmisch bis repetitiv werden, wie ein wilder Tanz. Wer die alten Scheiben der Third Ear Band kennt, könnte da einen Vergleich finden. Die Violine, seltener Viola, bildet dazu die Grundierung. Sie spielen hier die Rolle, die bei "richtigem" Prog der frühen 70er ein Mellotron übernommen hätte. Also gefidelt wird hier selten, eher elegisch und flächig unterlegt. Dann gibt es viel Flöte, aber auch eher ruhig und beschaulich, als klangmalerischer Kontrast zu den Gitarren. (Mellotron)Violine, akustische Gitarre und Flöten ... das erinnert fast an die ruhigeren-melodiösen Stücke der frühen King Crimson ("Cadence and Cascade" z.B.). Gesungen wird natürlich auch. Roger Wootton (der übrigens das Cover gemalt hat) singt sehr expressiv, klingt wie eine Mischung aus Roger Chapman (zu Family-Tagen) und Peter Gabriel, oder mal wie der eine, mal wie der andere ... manchmal klingt er aber auch wie keiner von beiden. Die weiblichen Vocals von Bobby Watson bleiben meist im Hintergrund. Etwas gespenstisch klingt sie, fast schrill mitunter und erinnert manchmal an die Gesangseinlagen der Northettes auf den beiden Platten von Hatfield and the North. Drei der restlichen Bandmitglieder steuern zudem noch ein paar Choreinlagen bei.
"Herald" ist eine lange, ruhige Suite und hat diese "Cadence and Cascade"-Stimmung. Rob Young greift hier auch einmal zur Oboe, was wunderbar paßt. Ein eigenartiger Klang taucht in dem Stück immer wieder auf, wie eine "singende" Säge. Vermutlich ist es aber die Violine, die durch entsprechende Effektgeräte "verfremdet" wurde. "Drip Drip" ist dann sehr schräg und extatisch. Da werden die (akustischen) Gitarren geschrubbt und die vorantreibende Perkussion macht das Stück fast zu einer Art Psychoritual. Psycho auch wegen des Textes! Da geht es um eine Gehenkte, verfaulendes Fleisch, tropfendes Blut (daher der Titel), Klingen und einiges Bizarres mehr. Das Stück endet mit der Versicherung des Ich-Erzählers, daß er "sie" beim herunterschneiden nicht verletzen wird! "Diana" ist von der Musik her recht ähnlich und auch da geht es um jemanden, der ein wenig geistig verwirrt zu sein scheint und heißen Blutes eine Frau (Diana) verfolgt. Vermutlich ist "Drip Drip" dann der Schluß dazu. Gut, daß diese beiden Stücke durch das eher beschauliche (auch vom Text her) "Herald" getrennt werden. "Song to Comus" ist dann fast Folk pur. Viel Perkussion, Gitarren und Flöte, und hier wird sogar gefidelt, eine Art Tanz. Genauso "The Bite", ein flottes Liedchen, aber mit tollen Flötensolo. "Bitten" ist dann ein kurzes, schrägens Instrumental. Da wird offenbar eine E-Gitarre mit einem Geigenbogen bearbeitet, dazu Viola und Bass. "The Prisoner" beschließt diese Platte. Wieder im Stil von "Drip Drip" beschreibt hier jemand seine Erlebnisse, Gefühle und Gedanken in einer Irrenanstalt. Ein recht flottes, fast "heiteres" Lied, aber mit recht schrägem Gesang und auch hier gibt es wieder die "singenden" Säge.
"First Utterance" ist eine interessante, aber etwas gewöhnungsbedürftige Scheibe! Vor allem der mitunter recht bizarre Gesang wird nicht jedermanns Sache sein. Zudem ist die Musik auf Dauer etwas ermüdend, da sich der Gesamtsound nicht sonderlich ändert. Es fehlt ein wenig die Abwechslung. Trotzdem steht das Teil wohl recht einzigartig da!
Unter LP-Sammlern ist das Original dieser Scheibe sehr gesucht und es ist daher äußerst rar und teuer. Es gab zumindest ein CD-Reissue, welches aber wohl "out of print" ist. Eine Möglichkeit sich First Utterance zuzulegen wäre z.Zt. das LP-Reissue von Get Back. Dieses beinhaltet noch eine Bonus-Scheibe mit 3 weiteren Stücken, die kurz nach "First Utterance" aufgenommen wurden und sich kaum von der Musik der LP unterscheiden: Die Single-Version von "Diana", "In the Lost Queen's Eye" und "Winter Is A Coloured Bird". Die 3 Stücke bildeten einstmal eine rare EP, die nach "First Utterance" veröffentlicht wurde.
Wer Folk mag und schräge Experimente (Experimentalfolk?), könnte vielleicht gefallen an dem Teil finden! Seltsame Scheibe!
| Anspieltipp(s): |
Drip Drip |
| Vergleichbar mit: |
Gute Frage! |
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| Veröffentlicht am: |
30.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
24.6.2005 |
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"Acid Folk", so nennt man das, was Comus auf "First Utterance" veranstalten, wohl. Und obwohl ich i.A. nicht gerade viel mit Folk anfangen kann, sind Comus seltsam und (stellenweise) hektisch genug, um auch mich zu fesseln - hier werden jedenfalls keine langweiligen Landidyllen heraufbeschworen. Als einen möglichen Vergleichspunkt könnte man übrigens frühe Amon Düül II in einem ihrer akustischen, freakigeren Momente heranziehen; "Comus" sind aber weniger dilettantisch, was in noch größerem Maße im Vergleich zu einer weiteren grob ähnlichen deutschen Gruppe - a propos "Acid" halt... - gilt, nämlich Witthüser & Westrupp. Obendrein haben Comus trotz akustischer Besetzung einfach mehr Power.
Achim hat die Musik passend beschrieben, ich kann mich also kurz fassen. Ergänzen möchte ich noch, das inzwischen das Gesamtwerk von Comus (das erste, hier besprochene Album, das zweite Album "To Keep From Crying", ein unveröffentlichtes Comus-Stück sowie eine Solosingle von Gitarrist und Sänger Roger Wootton) auf einer recht preiswerten Doppel-CD namens "Song To Comus - The Complete Collection" bei Castle Music veröffentlicht wurde, die obendrein im eingefalteten Posterbooklet eine ausführliche Bandgeschichte und einige Photos präsentiert. Progfreunde mit Sinn für Folkig-Schräges sollten zuschlagen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
24.6.2005 |
| Letzte Änderung: |
10.11.2011 |
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Als jemand, der sowohl auf folkiges wie auch auf seltsames steht, haben mich die Kollegen natürlich neugierig auf "First Utterance" gemacht. Und es hat sich absolut gelohnt!
In Ergänzung zu den vorherigen Rezensionen möchte ich lediglich noch anmerken, dass mir bei "First Utterance" über weite Strecken der Name einer anderen folkig-proggigen Band der frühen 70er in den Sinn kommt: Spirogyra! Zu deren Debüt "St. Radigunds" gibt es hier deutliche Parallelen: der weitgehende Verzicht auf elektrische Gitarre und Schlagzeug, die "sägende" Violine, der Einsatz eines Sängers und einer Sängerin. Allerdings sind Comus noch um einiges ausgeflippter und experimenteller als Spirogyra. Wer also an denen Gefallen hat und sich eine durchgeknalltere Version dieser Musik vorstellen kann, sollte sich an "First Utterance" versuchen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Spirogyra ;-) |
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| Veröffentlicht am: |
19.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
19.7.2005 |
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Von: Gün Schote @ (Rezension 4 von 4)

Keine Frage: "First Utterance" von Comus ist eine meist akustische, recht wirre Psychedelic/Folk-Rock-Platte, die nicht nur Kultstatus besitzt, sondern auch wirklich originelle Musik bietet. Als das Album Mitte der 90er als CD (mit Liner Notes und gutem Sound) wiederveröffentlicht wurde schlug ich sofort zu, ohne allerdings je eine Note davon gehört zu haben. Heute - ich höre die CD alle Jahre mal wieder, um zu sehen, ob ich mich inzwischen verändert habe - wie damals kann ich dem Ganzen aber nur wenig abgewinnen. Behalten habe ich die CD nur, weil ich um ihre Bedeutung weiß und das Cover so großartig finde.
Der Gesang, egal ob männlich oder weiblich, ist entweder langweilig (folkig) oder schrecklich (schrecklich). Die Instrumentierung ist grundsätzlich ok. Meist akustisch (folkig), dann aber wieder auch geradzu ekstatisch (ekstatisch) wie im "Song to Comus", das mich übrigens immer an Jethro Tulls "Fat Man" erinnert. Viel mehr jedoch als an andere englische Bands jener Jahre erinnert mich die Musik an allerlei krautiges. Entrückt, verschroben, dabei aber musikalsich meist recht diszipliniert. Dies gilt auch für das scheinbar abgefahrene "The Prisoner", mit seiner wilden Geige.
Die Songs für sich betrachtet sind schon ok. Trotzdem werde ich Langweiler einfach nicht warm mit der Musik und dem Gesang. Viele Passagen sind einfach zu nervig und da ich von Musik irgendwo und irgendwie dann doch erwarte, dass sie mich unterhält anstatt zu nerven bin ich auch heute wieder enttäuscht von "First Utterance". Ausgesprochen originell ja, gut nein.
| Anspieltipp(s): |
Song to Comus |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.9.2011 |
| Letzte Änderung: |
28.5.2012 |
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