Second Smile
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Spiegelei/Intercord |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Rainer Bodensohn |
Flöte, Bass |
| Eddy van Overheidt |
Orgel, Klavier, Gesang |
| Enno Dernov |
Bass, Gitarre |
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| Roland Schaeffer |
Saxophon, Klarinette, Gitarre, Bass, Gesang |
| Jo Koinzer |
Schlagzeug, Transylvanian-Fold-Up-Conga |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Hirnwind
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5:45
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| 2. |
Herbst
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3:44
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| 3. |
My Way
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8:14
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| 4. |
Affenzahn
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4:51
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| 5. |
There was a Time
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7:07
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| 6. |
Marilyn Monroe
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8:39
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| 7. |
You're the one
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2:48
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| Gesamtlaufzeit | 41:08 |
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Rezensionen

Brainstorms Debutalbum "Smile a While" verkaufte sich alles andere als gut und so hielt sich die Band 1972 und 1973 erst einmal durch Aufnahmen für das Fernsehen über Wasser, unter anderem für die Sendung mit der Maus. Im Sommer 1973 nahm man dann das sinnigerweise mit "Second Smile" betitelte zweite Studioalbum auf, nun mit einem festen Bassisten.
"Second Smile" entfernt sich ein gutes Stück vom Vorgänger. Der sehr einheitliche Stil des Erstlings wird hier erweitert durch eine Vielzahl neuer Stilmittel: mal experimell-hektisch (Hirnwind), mal folkig fließend (Herbst), aber vor allem wesentlich symphonischer und rockiger auf den restlichen Stücken. "Second Smile" ist damit wirklich jazziger Rock, während es sich beim Vorgänger eher anders herum verhielt. Gelegentlich wird sogar mal in den Rock'n'Roll abgedriftet, aber das ist ganz klar eine Fun-Passage. Affenzahn hat dafür einen leichten Latin-Touch. Auch fehlt einiges der Wildheit und Aggressivität des Vorgängers.
Der Bonustrack ist unter dem Titel "You are what's gonna make it last" bereits in einer anderen Aufnahme auf dem Vorgängeralbum enthalten.
Man sollte meinen, dass der größere Abwechslungsreichtum dafür sorgt, dass die ohnehin schon herausragende Qualität der Musik des Vorgängers noch einmal erhöht wird. Objektiv betrachtet mag das auch so sein, doch mein Hörgenuss meint da irgendwie etwas anderes. Sicherlich sind die Kompositionen ausgereifter, aber gerade die Freiheit und Lockerheit von "Smile a While" begeisterte mich dort und hinterlässt auf "Second Smile" eine Lücke. Das Ganze wirkt doch des Öfteren etwas verhalten und man wartet und wartet auf den großen Knall, mit dem die Band dann mal richtig loslegt, doch der kommt und kommt einfach nicht. Dafür klingt "Second Smile" wesentlich eingängiger (Ausnahme: Hirnwind). Trotzdem bleiben Brainstorm auch mit "Second Smile" über dem Durchschnitt.
| Anspieltipp(s): |
There was a Time, Marilyn Monroe |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
10.7.2003 |
| Letzte Änderung: |
10.7.2003 |
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1973 stieß der Bassist Enno Dernov zu Brainstorm. Vorher hatten sich Roland Schaeffer und Rainer Bodensohn die Basspflichten geteilt, was vor allem bei Konzerten recht lästig war. Mit Dernov spielte die Gruppe im Sommer 1973 ihr zweites und letztes Album ein, welches noch im selben Jahr von Intercord auf dem Spiegelei-Label veröffentlicht wurde.
Da sich das Debüt der Band aus Baden-Baden schlecht verkauft hatte belief sich die Auflage von Brainstorms Zweitling wohl auf weniger als 2000 Pressungen. Für die Intercord war das Ganze wohl nicht mehr als eine lästig Vertragserfüllung. Dementsprechend selten ist das Vinyl-Original von "Second Smile". 2000 wurde das Album von Garden of Delights jedoch auf CD wieder veröffentlicht, inklusive des Singletracks "You're the one", eine etwas veränderte Version des auf "Smile a While" zu findenden Stücks "You are what's gonna make it last". Die B-Seite war "Das Schwein trügt", ebenfalls von "Smile a While".
Wie Jochen schon in seiner Rezension weiter oben schreibt, ist die Musik auf "Second Smile" stilistisch etwas weiter gefächert, als noch die Klänge auf dem Debüt. mir fallen vor allem einige recht bluesig-rockig gehaltene Gesangsabschnitte auf, in "May Way", "There was a time" und "Marilyn Monroe", die der Scheibe eine etwas kommerziellere Ausrichtung geben. Trotzdem herrscht auch auf "Second smile" ein Canterbury-inspirierter, gutgelaunter Jazzrock vor, der sehr farbiger und virtuos dargeboten wird. Etwas symphonisch-progressiver als auf dem Debüt klingt das Ganze. Ab und zu ist ein Mellotron zu hören, die Orgel von Eddy von Overheidt spielt sich öfter in den Vordergrund, Flöte, Sax und Klarinette dominieren die Soli nicht mehr so deutlich. Das Ganze ist damit etwas rockiger ausgefallen als "Smile a While", entspannter und ausgewogener, abwechslungsreicher, gelegentlich auch geradliniger und eingängiger.
Ich mag "Second Smile"! Die Platte macht Spaß, ist unterhaltsam, farbig, virtuos musiziert und perfekt produziert. Die ausgiebigen Gesangseinlagen hätte ich nicht gebraucht, doch gewöhnt man sich daran. Die instrumentalen Abschnitte der drei Langnummern und "Hirnwind", das elegische "Herbst" und auch "Affenzahn" gehören aber mit zum Besten, was der deutsche Jazzrock in den 70er Jahren hervorgebracht hat. Wer "Smile a While" schätzt, der wird auch "Second smile" mögen. Wem "Smile a While" zu jazzig ist, für den bietet "Second Smile" vielleicht genau die richtige Mischung!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
17.11.2008 |
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