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Parzival

BaRock

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Telefunken
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Lothar Siems Gitarre, Gesang
Walter Quintus Violine, Klavier, Orgel
Thomas Olivier Schlagzeug, Gesang
Walter von Seydlitz Cello

Gastmusiker

Matthias Müller-Menckens Flöte, Klavier, Orgel
Harald Konietzko Bass, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Souls Married To The Wind   (Single 1972) 3:37
2. Stories 1:55
3. Black Train 8:34
4. Mrs. Virgin 4:28
5. Frank Supper 2:22
6. Scarlet Horses 6:26
7. It's A Pity 2:59
8. Thought 5:58
9. Paradise 8:26
10. Party Bird   (Demo 1970) 2:10
11. Veronique   (Demo 1970) 2:42
Gesamtlaufzeit49:37


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Für ihr zweites und letztes Album verstärkten sich Parzival um einen Cellisten. Im wesentlichen gilt das zum Vorgänger "Legend" geschriebene auch für "BaRock". Elemente von Klassik, Jazz und Folk werden mit etwas Rock kombiniert.

Die CD-Ausgabe wird von einem Bonustitel eröffnet, dem 1972 als Single veröffentlichten, etwas süßlichen "Souls Married To The Wind", bei dem der kitschige Choreinsatz mächtig nervt.

Das eigentliche Album beginnt mit dem kurzen "Stories", einem etwas simplen Frohsinn-Liedchen. Deutlich besser ist "Black Train", das eher in typische 70er Symphonic-Prog-Gefilde geht. Makaber wird es bei "Mrs. Virgin", die über den Tod ihres Sohnes im Krieg unterrichtet wird. Der Song endet mit einer parodistisch verfremdeten Begräbnisszene inklusive heftigem Geschneuze und lamentierenden Grabreden in einer Art Nonsense-Latein.

"Frank Supper" ist fast ein reines Flötensolo, begleitet von meist pizzicato gespielter Violine. Mit "Scarlet Horses" folgt dann einer der besten Songs des Albums. Die düstere Alptraumvision von der Begegnug mit der eigenen Leiche wird mit wilden Violineneinsätzen und ständigem Wechsel langsamer und hektischer Sequenzen dargestellt. Nach dem etwas simplen "It's a pity" folgt mit "Thought" ein weiterer Höhepunkt. Das Stück hat nur am Anfang etwas Gesang, danach folgt ein furioses Duell von Violine und Flöte mit einigen jazzigen Passagen. "Paradise" beginnt klassisch inspiriert und mit elegischer Atmosphäre, in der zweiten Hälfte wandelt es sich in eine treibende Jam-Session mit ein paar bizarren Einwürfen.

Zum Schluss enthält die CD-Ausgabe noch zwei weitere Bonustitel, Demoaufnahmen von 1970.

Anspieltipp(s): Black Train, Scarlet Horses
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.8.2003
Letzte Änderung: 3.8.2003
Wertung: 9/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 2)


Die deutsche Band Parzival veröffentlichte insgesamt zwei Studioalben, bevor sie sich in der ersten Hälfte der 70er Jahre bereits wieder auflöste. Die zweite Platte mit dem Titel „BaRock“ erschien im Jahr 1973 ursprünglich auf dem Plattenlabel Telefunken, wurde später von Warner Music, in einer remasterten Form und mit Bonus-Tracks versehen, wiederveröffentlicht. Interessant dabei ist, dass der erste Bonus-Titel sogleich auch das Album eröffnet. Gibt es auch nicht allzu häufig.

Geht man nach dem Cover-Photo, so könnte man auf „BaRock“ mittelalterlich angehauchte Musik erwarten, diese hört man auf der Scheibe allerdings nicht. Auf dem Album gibt es symphonischen Rock zu hören, der immer wieder Ausflüge in das Prog-Genre unternimmt. Alles auf „BaRock“ klingt eingängig und melodiös. Nichts hört sich auf der Scheibe vertrackt an, muss man sich länger erarbeiten. Die zumeist sanften, manchmal leider auch süßlichen Melodien, umschmeicheln das Ohr mit jedem Akkord. Das mag sicherlich mancher Hörerin und manchem Hörer zu unaufgeregt klingen, ins Ohr gehen die Melodien allerdings trotzdem, was bereits nach dem ersten Durchlauf einen gewissen Wiedererkennungswert bewirkt.

Was Parzifal wirklich gelungen ist auf „BaRock“, das ist dieses Zusammenspiel von Flöte, Violine und Cello. Eine ausgelassenes Gitarren-Solo wie beim Titel „Scarlet Horses“, welcher als einer der wenigen auch rockt und in manchen Passagen zudem Assoziationen zu Country und Western aufkommen lässt, gibt es sehr viel weniger. Öfters klingen die Lieder eher sanft, manchmal fast schon besinnlich. Ein wenig von dieser Herangehensweise weicht nur die letzte Nummer, „Paradise“, ab. Hier erscheinen die Musiker von Parzifal nun deutlich experimentierfreudiger, lassen nun auch den ein oder anderen nicht ganz so harmonischen Akkord zu. Ein klein wenig wirkt das so, als ob sie hier, zum Abschluss, ihren Zuhörern nochmal zeigen wollten, dass sie auch anders könnten, wenn sie denn wollen würden. Höhepunkte sind für mich das abwechslungsreiche und ein wenig rockige „Black Train“, die kurze Instrumentalnummer „Frank Supper“ sowie vor allem das Lied „Thought“. Sehr abwechslungsreich, sanft und dann wieder mitreißend. Auf knapp sechs Minuten werden hier viele musikalische Eindrücke hinterlassen, die fast schon eine kleine Zusammenfassung von „BaRock“ darstellen.

Fazit: „BaRock“ ist etwas für Freundinnen und Freunde des melodischen, immer eingängigen Progs der 70er Jahre. Die Musik der Band klingt fast durchweg melodiös und harmonisch. Viele Flöten- und Streicherklänge umwehen einen beim Hören, der Gitarre kommt eine eher untergeordnete Rolle zu. „BaRock“ lässt sich gut anhören, klingt unaufgeregt und wie gesagt – eingängig.

Anspieltipp(s): Frank Supper, Thought
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.1.2018
Letzte Änderung: 10.1.2018
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Parzival

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Legend 11.00 2
1981 Rock in Deutschland Vol. 9 - 1

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