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Pell Mell

Only A Star

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Spalax
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Thomas Schmitt Geige, Strings, Mellotron, Synthesizer, Flöte, Gesang, Vibraphon
Rudolf Schön Gesang
Ralph Lippmann Gesang, Gitarre, Flügel, E-Piano, Synthesizer, Orgel, Strings
Cherry Hochdörfer Keyboards
Götz Draeger Bass
Wolfgang Claus Schlagzeug, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Count Down 4:51
2. Daydreamer 3:43
3. Only A Star 4:21
4. Across The Universe 7:22
5. Disillusion 8:44
6. Trailors In Movie Halls 3:45
7. Phoebus Is Dead 7:13
Gesamtlaufzeit39:59


Rezensionen


Von: Horst Straske @ (Rezension 1 von 2)


Auf dem 1977 veröffentlichten Album "Only A Star" präsentierten sich Pell Mell ohne die auf den vorangegangenen Alben vorhandenen Klassikzitate und konzentrierten sich gänzlich auf ihren tastenlastigen Bombastsound. Als typisches Trademark ist im Fall des Openers das gewohnt schmachtende Geigenspiel zu verzeichenen, das wiederum in einen orchestral anmutenden Sound eingebettet ist. Hier ist aber auch schon ein leichte Tendenz zu griffigerem Songmaterial feststellbar, was sich insbesondere in den recht eingängig gehaltenen mehrstimmigen Gesangspassagen bemerkbar macht.

Nach der von zarten Flötentönen dominierten Ballade "Daydreamer" folgt mit dem Titelsong "Only A Star" eine fast schon mainstreamige Nummer, die mit dem bisher gewohnten symphonischen Sound rein gar nichts mehr zu tun hat. Im eingängigen Refrain sind gar schon leichte West Coast Anleihen zu verzeichnen, was die Band schon beinahe in die Nähe der Landsleute Lake rückt. Das wird zwar gefällig dargeboten, hat aber mit dem gewohnten Sound kaum mehr was zu tun. Diese Rezeptur wird auch in den nachfolgenden Songs weitgehend beibehalten, wobei aber dennoch auch bisweilen symphonische Instrumentalpassagen eingestreut sind. Insgesamt kommt auch der elektrischen Gitarre eine gestiegene Bedeutung zu. Bisweilen ragen aber auch gekonnte Mellotroneinsätze aus dem rockigeren Songmaterial hervor.

Der längste Titel "Disillusion" tendiert stilistisch überraschend in Richtung des Klassikrocks der vorangegangen Alben und wird von beherztem Geigenspiel geprägt. Nach der unauffälligen Ballade "Trailors In Movie Halls" setzt der Song "Phoebus Is Dead" dem Album einen symphonischen Abschluss, wobei der mehrstimmige Gesangsteil allerdings weniger überzeugen kann und ein wenig gepresst wirkt.

Insgesamt mangelt es dem vierten Album von Pell Mell an zündenden Ideen und der symphonische Sound wird durch mainstreamige Elemente ein wenig verwässert. Trotz dieser Unzulänglichkeiten ist "Only A Star" beileibe kein schlechtes Album und kann auch wieder mit einigen effektvoll ausgearbeiteten musikalischen Details aufwarten. Im Direktvergleich mit dem hochklassigen Vorgänger "Rhapsody" zieht dieses Nachfolgewerk aber eindeutig den Kürzeren.

Anspieltipp(s): Disillusion
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.8.2003
Letzte Änderung: 9.8.2003
Wertung: 8/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Auf dem 78er Album „Only a Star“ verzichtete die Gruppe auf weitere Klassiker-Bearbeitungen und spielte Kompositionen des Bandleaders Thomas Schmitt ein.

So schreibt mein betagtes Deutschrock-Lexikon (erschienen bei Taurus Press im März 1979) über das vierte Album der Marburger Formation Pell Mell, für das in anderen Quellen übrigens auch 1977 als Erscheinungsjahr angegeben ist. Ja, das mit dem „Verzicht auf Klassiker-Bearbeitungen“ ist nicht ganz korrekt! Denn auf der zweiten LP-Seite, entsprechend den Stücken ab Disillution, bearbeitet man sehr wohl eine klassische Vorlage, und zwar eine für die Band bewährte. Es handelt sich natürlich um die 9. Symphonie des tschechischen Komponisten Antonin Dvořák mit dem Titel „Aus der neuen Welt“. Diese wurde von Pell Mell bereits 1973 auf From the New World interpretiert, zumindest Auszüge davon; genauer gesagt stammten diese nur aus einem, dem vierten Satz der Symphonie. Die drei Stücke der zweiten Seite von Only a Star sind nun den ersten drei Sätzen gewidmet.

Pell Mell zeigen sich hierauf noch einmal in symphonischer Hochform, kraftvoll in Disillusion und Phoebus is Dead, sanft und elegisch in Trailers in Movie Halls; letzteres verarbeitet das Largo der Symphonie. Diese Bearbeitung braucht sich vor vergleichbaren Produktionen aus dem angelsächsischen Raum nicht zu verstecken, ist farbvoll arrangiert und anders als in manchen anderen Stücken der Band nervt der Gesang hier nicht so sehr.

Die Stücke der ersten LP-Seite fallen dagegen teils deutlich ab. Zwar gibt es auch hier noch einige Ausflüge in die symphonischen Klangwelten der vorherigen Alben, aber speziell der Titelsong und Across the Universe (kein Beatles-Cover) zeigen sich reichlich mainstreamig. Bei letzterem klingen die mehrstimmigen Gesangseinsätze schon arg nach den Les Humphries Singers.

Licht und Schatten gibt es also auf Only a Star. Macht im Schnitt immer noch ein ordentliches Album.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.1.2018
Letzte Änderung: 16.1.2018
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pell Mell

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Marburg 9.50 2
1973 From The New World 8.50 2
1976 Rhapsody 11.50 2
1981 Moldau 7.00 1
2013 The Entire Collection 9.00 1

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